Style
23.01.2018

Haute Couture: Dior zeigt surreale Mode in Paris

Seit Montag zeigen internationale Modehäuser ihre neuen Haute-Couture-Kollektionen. Erstes Highlight: die schwarz-weißen Entwürfe von Maria Grazia Chiuri.

Es ist wahrlich "hohe Schneiderkunst", wie die "Haute Couture" wörtlich übersetzt heißt, die Maria Grazia Chiuri am vergangenen Montag für Dior präsentierte. Äußerste Finesse steckte in den Couture-Entwürfen für Frühjahr/Sommer 2018, den Federn und Blüten, den Dominomustern und Netzstrukturen. Die Chefdesignerin des Modehauses hatte sich von den Surrealisten inspirieren lassen und spielte mit optischen Effekten.

Schwarz und Weiß dominiert

Softe Linien bildeten Korsetts nach, Plissierungen erinnerten an aufgeschlagene Buchseiten, Netzstrümpfe wurden über zierliche Sandalen gezogen. An keiner Stelle übertrieb die Italienerin dabei. Die Schnitte wirkten tragbar und einfach perfekt. Schwarz und Weiß dominierten. Chiuris Spiel mit Illusionen bezog die eigene Person mit ein. Das erste Model, das auf den Laufsteg trat, erinnerte optisch an sie selbst. Unter den vielen prominenten Gästen gesichtet: Will Smiths in der Modewelt gehypte Tochter Willow.

Die insgesamt viertägigen Schauen waren am Vormittag von der Marke Schiaparelli eröffnet worden. Chefdesigner Betrand Guyon wollte in seinem Defilee afrikanische und europäische Eleganz vermählen. Kostbare Stickereien bildeten die ornamentalen Muster der Massai nach, schwarze taillierte Jacken waren aus Bananenblättern und Seide geflochten und ein fliegender Feder-Entwurf erinnerte an ein Straußenkleid. Zudem griff Guyon die Idee arabischer Luftgeister, der "Djinns", auf. Dazu arbeitete er bei hauchzarten Seidenroben mit Tüll mit Rauchfarben und 3D-Effekten. Manchmal trieb er es etwas zu weit, so dass die Models in ihrem Stoffrausch wie Zuckerpuppen wirkten. Die Schauen laufen noch bis zum Donnerstag dieser Woche.