Amerika und seine eigenartigen Kleidervorschrif­ten

Security guard holding hand out
Foto: Getty Images/Paul Bradbury/iStockphoto In den USA sorgten Hotpants immer wieder für Verwarnungen

Immer wieder hört man von teils skurrilen Vorfällen, bei denen die Betroffenen das falsche Outfit am falschen Ort anhatten.

Hannah Pewee ist wütend. Die Amerikanerin wurde vor Kurzem aus der Woodland Mall, einem beliebten Einkaufszentrum in Michigan, hinausgeschmissen. Der Grund: Die junge Frau habe ein unpassendes Outfit angehabt. Jemand hatte sich beim Sicherheitspersonal über die Hotpants und das Tanktop beschwert. Daraufhin sei sie der Mall verwiesen worden. Gibt's nicht? Gibt's doch - zumindest in Amerika.

Das Problem mit den kurzen Hosen

Es ist nur ein weiteres Vorkommnis in einer Reihe skuriller Vorfälle, die in das Kapitel "Kleidungsvorschriften in den USA" fallen. Im Frühjahr 2016 sorgte ein Vorfall auf einem Flughafen für Schlagzeilen. Damals wurde die Profi-Tänzerin Maggie McMuffin von einem Mitarbeiter der Airline am Gate angesprochen.

Dieser wies sie darauf hin, dass sie mit ihren gestreiften Hotpants und Strümpfen so nicht mitfliegen könne. Es bestünde die Möglichkeit, dass sich andere Familien von ihrem Outfit provoziert fühlen würden. Um mitfliegen zu können, kaufte sich die Frau vor dem Abflug noch schnell eine neue  Hose - in den sozialen Medien machte sie ihrem Ärger danach dennoch Luft.

Auch Hannah Pewee wollte den Vorfall nicht auf sich sitzen lassen und postete den Vorfall auf ihrem Facebook-Account. Es sei draußen heiß gewesen und natürlich habe sie sich dementsprechend gekleidet. "Aber anscheinend war die Art und Weise, wie ich mich kleide, zu nuttig für die Öffentlichkeit", so Pewee. Besonders ärgerlich: Andere Frauen im Einkaufszentrum seien ähnlich gekleidet gewesen - und mussten dennoch nicht das Areal verlassen.

Über 11.000 Mal wurde ihr Posting mittlerweile geteilt. Auch die Sprecher der Woodland Mall haben sich nun zur Beschwerde geäußert. Man habe sich bei der Kundin entschuldigt und beteuert, dass sie niemals hätte verwiesen werden dürfen. Pewee hat verlangt, dass das Einkaufszentrum seinen Dresscode besser kommuniziert. Auf der Website steht lediglich: "Angemessene Kleidung, inklusive Shirts und Schuhen, ist notwendig. Kleidungsstücke mit unangebrachten Wörtern, Sprüchen oder Grafiken sind nicht erlaubt."

(Kurier / mz) Erstellt am
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