Style
15.03.2018

Donatella Versace: "Will keine Tiere mehr töten"

Die Modemacherin wird in ihren Kollektionen künftig keine Pelze mehr verwenden.

"Ich will keine Tiere mehr töten, um Mode zu machen. Das fühlt sich nicht richtig an", begründet Donatella Versace ihre Entscheidung, künftig keinen Pelz mehr in ihren Versace-Kollektionen verwenden zu wollen. Die Italienerin ist nicht die einzige, die sich in jüngster Vergangenheit eingehend mit dem kontroversen Thema auseinandergesetzt hat. Auch andere große Modehäuser wie

Gucci

, Tom Ford und Michael Kors, wollen künftig nicht mehr mit Pelz arbeiten.

Nachhaltigkeit wird wichtiger

"Die Ankündigung von Versace, kurz nach der gleichen Entscheidung von Gucci, zeigt, dass ethischer Konsum und Tierschutz auch für Luxuslabels enorm an Bedeutung gewonnen haben. Anstatt Echtpelz aus Tierquälerei wünschen sich moderne Konsumenten heute auch in diesem Bereich Nachhaltigkeit und Innovation", sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin bei Vier Pfoten. "Wir sind zuversichtlich, dass die grandiose Entscheidung von Versace bei weiteren führenden High Fashion Unternehmen viele Nachahmer finden wird, die in der Vergangenheit ein wichtiges Absatzsegment für die Pelzindustrie dargestellt haben."

Karl Lagerfeld hingegen gehört zu jenen Modemachern, die sich vorerst ihre Freude am Pelz nicht vermiesen lassen. Für das Modehaus Fendi legt der deutsche Designer stets einen Schwerpunkt auf Pelz-Kreationen und veranstaltet unter dem Motto "Haute Fourrure" Fashion Shows, die jedes Mal zu Protesten von Tierschützern führen. Die Kritik lässt Lagerfeld jedoch kalt: "So lange die Menschen Fleisch essen und Leder tragen, verstehe ich die Botschaft einfach nicht", sagte er in einem Interview mit der New York Times.