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Kostspielig
10/27/2016

50 Euro: Warum sind manche Duftkerzen so teuer?

Kerzen gehören für viele zu einer gemütlichen Atmosphäre dazu. Doch haben die teils stolzen Preise ihre Berechtigung?

von Maria Zelenko

Es gibt solche und solche Duftkerzen. Die einen kann man aufgrund ihres verschwindend kleinen Preises gleich im Vorratspack kaufen, bei anderen konkurriert das Preisschild mit jenem einer Luxus-Gesichtscreme. Vor allem jene von Parfummarken wie Diptyque, Jo Malone oder Carthusia fallen in ein gehobenes Preissegment. 50 Euro, 100 Euro und sogar mehr - könnte es nicht auch ein Kerzerl um einen Euro sein? Der KURIER hat bei Mathias Bauch von der französischen Kultfirma Diptyque nachgefragt.

Nicht jedes Parfum kann zu Kerzen werden

Der Grund für solche Preise sei, zumindest im Fall von Diptyque, die Größe der Kerze und die Beschaffenheit des Gefäßes, in dem sie verkauft wird. "Manchmal gibt es limitierte Editionen, die besonders aufwendig gestaltet sind und daher mehr kosten", sagt Bauch. Viele Marken produzieren passend zu ihren Parfums hochwertige Kerzen, deren Herstellung jedoch nicht eins zu eins umgemünzt werden kann.

"Es eignen sich tatsächlich nicht alle Duftstoffe für die Verwendung in Kerzen, da sich einige nicht mit Wärme vertragen beziehungsweise im Zusammenspiel mit Wärme nicht den gewünschten Duft verströmen." Manchmal sei es ganz einfach die Konsistenz des Duftstoffes, die sich nicht mit Wachs vermischen lässt.

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Auch die Handarbeit, die in vielen Duftkerzen steckt, schlägt sich im Preis nieder. Bei Diptyque erfolgen neun verschiedene Arbeitsschritte von Hand. Für jede Duftstoffmischung müsse laut Bauch die perfekte Kombination aus Wachsen ausgewählt werden, die bei jeder Kerze anders sein kann.

Sogar die Dicke des Dochts wird nicht dem Zufall überlassen. Diese wird individuell angepasst, um bei den unterschiedlichen Duftrichtungen ein möglichst gleichbleibendes Produkterlebnis gewährleisten zu können.

Auf die Frage, was denn nun der Unterschied zwischen einer gut riechenden Luxus- und einer gut riechenden Billigkerze sei, antwortet der Experte: "Wenn ein Kunde den Unterschied im Duft nicht wahrnehmen kann, würde ich ihm von ganzem Herzen die 1-Euro-Kerze empfehlen."

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