Style 08.01.2013

Bloß kein Chaos mehr im Kleiderkasten

Jetzt wird neu sortiert, damit wir immer genau das finden, was wir brauchen.

Chaos im Kleiderkasten? Wegen Überfüllung geschlossen? Ordnung reinbringen bedeutet ausmisten, entrümpeln und vor allem sich von Dingen trennen. „Decluttering“ nennen das die Engländer und beschreiben damit auch einen sehr erfolgreichen Berufszweig schicker und sehr effektiver „Ordnungsmacherinnen“. Österreichs Vorzeigedeclutterinnen sind Marilene Salis-Soglio und Marie-France Mittag-Lenkheym mit ihrer Firma „Clear Your Clutter“ (www.clearyourclutter.at). Bitte bei Bedarf die Damen unbedingt rechtzeitig buchen, sind sehr sehr busy. :-)Marilene Salis-Soglio und ihr Team gegen den Krempel des Alltags: „Clear Your Clutter hilft Menschen, sich im privaten und beruflichen Umfeld besser zu strukturieren. Das beinhaltet das Ein-, Aus-, Um- und Aufräumen der Wohnung (Schreibtisch ordnen, Kleiderschränke, Keller, Dachboden ausmisten etc.) und des Büros, aber auch aktive Hilfestellung bei Umzug oder Verlassenschaft.“

WIE SORTIERE ICH RICHTIG?

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© Bild: Konstantin Li - Fotolia
Zeit nehmen für den Realitycheck:Eventuell eine ehrliche beste Freundin dazubitten (mit einer kleinen Flasche Prosecco). Den Schatzimann unbedingt weit weg auf Urlaub schicken, der darf hier niemals Zeuge werden. Keine Ehe überlebt modische Ausmistorgien, das schwör ich Ihnen.

Sichten & Anprobe: ALLES muss durchprobiert werden, auch das, was man zu kennen glaubt.

Sofort ausmisten!
- Alles, was man zwei Jahre nicht mehr getragen hat.
- Ausrutscher: Jeder greift mal daneben – will mich gar nicht dran erinnern müssen.
- Alles, was kratzt.
- Alles, was nicht mehr zur Altersgruppe passt oder dem persönlichen Lifestyle entspricht.Weg damit – in die Altkleidersammlung, zu einer karitativen Einrichtung (Pfarre, Caritas, Rotes Kreuz, Gruft, …) oder zum Secondhand bringen, auf Ebay, verschenken oder swappen, sprich tauschen, der letzte Schrei in Sachen „Wie werd’ ich meine Fetzen los?“. Apropos swappen: Achtung, was nicht weggetauscht wird, bleibt nicht bei der Gastgeberin liegen, sondern wird von der Besitzerin zum nächsten Kleidersammelcontainer getragen. Aufmerksame Gastgeberinnen bereiten Müllsäcke vor.

Stapeln: Was nach der großen Ausmisterei übrigbleibt, wird in Stapeln geordnet:
- Behalten
- Nicht ganz sicher
- Änderungsschneiderin
- Persönliches Archiv
- Den „Weiß nicht“-Stapel streng hinterfragen. Zwei Minuten Zögern heißt: weg damit. Was wir dann noch behalten, verstauen wir in einer Kiste mit Datum. Und fliegt wahrscheinlich beim nächsten Check raus.

Lieblingsstücke: Sind zwar aus der Mode, aus sentimentalen Gründen können Sie sich aber doch nicht trennen? Wir sind streng, maximal zwei solcher Stücke dürfen Sie behalten, Ihr Schrank ist kein Museum.

Jetzt geht’s ans Einschlichten: Den „Behalten“-Stapel nach Jahreszeiten und Farben einteilen. Wintersachen vorne, Sommer nach hinten, in Boxen unters Bett, auf den Dachboden oder in den trockenen Keller. Sämtliche Teile gleichzeitig immer nach Kategorien hängen bzw. legen. Untergruppen bilden wie z. B. Hosen in Jeans, schwarze Hosen, Capris, Büro, Abend sortieren.

WAS GEHÖRT IN JEDEN KLEIDERKASTEN?

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( KURIER freizeit am Samstag ) Erstellt am 08.01.2013