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04.05.2017

"Zu viel Alkohol": Erstmals enthüllt Pitt Trennungsgründe

Erstmals spricht Brad Pitt detailliert über seine Eheprobleme. Die Schuld gibt er vor allem sich selbst für die Trennung von Jolie.

Im September 2016 hat Angelina Jolie die Scheidung von Brad Pitt eingereicht. Schon damals wurde behauptet, Pitt habe bei einem Flug zu viel getrunken und sei handgreiflich gegenüber seinem Adoptivsohn Maddox geworden. Die Untersuchungen zu dem Fall wurden schließlich aber eingestellt.

Trennung war wie "Tod"

Pitt darf seine Kinder seither angeblich nur noch unter Aufsicht sehen. Erstmals hat der Hollywoodstar sich nun selbst zu den Trennungsgründen und seinem angeblichen Alkoholproblem geäußert.

"Die Trennung von Angelina war wie der Tod für mich", gibt Brad im großen Interview mit dem GQ Magazin zu.

Jeden Tag Alkohol

Der seit dem offiziellen Beziehungs-Aus ziemlich abgemagerte Schauspieler gesteht auch, viel zu viel Alkohol getrunken zu haben. Vor allem in seinen Anfangsjahren als Schauspieler und dann wieder ein Jahr vor der Trennung: "Ich kann mich gar nicht erinnern, dass es einen Tag nach dem College gab, an dem ich kein Glas getrunken oder einen Spliff geraucht habe. Man will im Grunde vor irgendetwas davonlaufen."

Als er mit Jolie eine Familie gründete habe er zunächst aufhört mit dem exzessiven Drogenkonsum, nicht aber mit dem Trinken. Zu viel sei es damit dann vor einem Jahr geworden. Zuletzt hätte er sogar einen Russen mit dessen eigenen Vokda unter den Tisch saufen können, so der Weltstar, der seinen trockenen und durchaus schmutzigen Humor immerhin nicht verloren hat.

"Ich habe mit allem aufhört außer ab und zu etwas zu trinken, als ich eine Familie gegründet habe. Aber im letzten Jahr – da gab es Dinge, mit denen ich nicht klar kam. Ich habe zu viel getrunken. Es wurde zu einem Problem. Aber ich bin glücklich, dass es jetzt ein halbes Jahr her ist - es ist ein bittersüßes Gefühl, aber ich habe endlich wieder ein Gefühl in meinen Fingerspitzen. Ich denke, das ist ein Teil des Menschseins. Entweder man verweigert sich allen Gefühlen und Fragestellungen oder du beantwortest sie und reifst dadurch."

Emotional zurückgeblieben

Er selbst bezeichnet sich im äußerst selbstkritischen Interview als "emotional zurückgeblieben" - er sei in einem strengen katholischen Haushalt aufgewachsen, wo nicht über Gefühle gesprochen wurde - und gibt sich indirekt selbst die Schuld für die Trennung von Jolie. In seinem Leben sei an sich alles geglückt, aber: "Ich habe in der Lotterie gewonnen und ich habe meine Zeit trotzdem an Dummheiten verschwendet."

Auch seinen Kindern habe er nicht gut genug zugehört, wenn ihn die Arbeit zu sehr beschäftigt hat. Er könne sich sehr gut von der Außenwelt distanzieren. Das habe er wohl zu häufig getan. Über seine Gefühle und Probleme könne er nur schwer sprechen. "Ich bin besser darin, etwas einfach zu ignorieren."

Jetzt sei er in Therapie und ihm gehe es gut: "Ich habe eine Therapie angefangen. Ich liebe es, ich liebe es. Ich habe zwei Therapeuten gehabt, bevor ich den richtigen gefunden habe. Ich bin wirklich, wirklich glücklich, dass ich das hinter mir habe."

Schlief bei Freund am Fußboden

Nach Bekanntwerden der Scheidung habe er übrigens einen Monat lang bei einem Freund verbracht und in dessen kleinem Bungalow in Santa Monica auf dem Fußboden geschlafen. Damals hat er auch angefangen bei seinem Kumpel Thomas Houseago in dessen Atelier Skulpturen zu schnitzen. Es sei ein guter Zeitvertreib, auch wenn es ein einsames Hobby sei. Die Schauspielerei reize ihn nur noch wenig.

Generell wirkt Pitt äußerst nachdenklich und bezeichnet seine jetztige Situation als Wendepunkt in seinem Leben, den er aber offenbar unfreiwillig durchmacht. Denn vor eineinhalb Jahren sei ein Bekannter durch die gleichen Probleme gegangen, wie Pitt erzählt - und er habe gedacht: "Gott sei Dank muss ich nie wieder ein Teil von so etwas sein. Ich lebe mein Leben, ich habe eine Familie, ich mache nichts Illegales, ich kreuze niemandes Pfad. Aber wie lautet das Zitat von David Foster Wallace? 'Die Wahrheit verleiht Freiheit, aber nicht bevor du als Erster an der Reihe warst.'"

Ohne Speck & Muskeln: Die Wandlung von Brad Pitt

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Ganz schockiert zeigen sich US-Klatschblätter vom angeblich so drastischen Gewichtsverlust von Brad Pitt. Tatsächlich sieht der Schauspieler dünn wie nie aus. Vor allem seine fehlenden Muskeln sind es aber, die den Hollywoodstar seit der Trennung von Angelina Jolie gar so hager aussehen lassen.

"Er konnte kaum was essen, weil ihm alles zu viel wurde", so ein Bekannter von Pitt. Der einstige Frauenschwarm sieht derzeit mit leicht eingefallenem Gesicht und grauem Bart so alt aus, wie er tatsächlich ist: nämlich stolze 53 Jahre.

Dass Pitt aber schon immer sehr dünn war, zeigen frühere Aufnahmen und Filme des Hollywoodstars. Für einige Rollen musste er enorm an Muskelmasse zulegen, ein schmales Bürschchen war Brad aber schon damals.

Pitt im Laufe der Zeit: Hier noch aufgepumpt und mit mehr Kilos für den Film "Fury" (2014).

So kennen und lieben viele den Frauenschwarm.

2004: Der gestählte Brad Pitt in seiner Blockbuster-Rolle Achilles in "Troja".

Als Gauner und Boxer in "Snatch - Schweine und Diamanten" im Jahr 2000.

Top trainiert, aber dünn: Pitt in Fight Club im Jahr 1999.

Mit Ex Jennifer Aniston in den Nuller-Jahren.

Und der Ex Gwyneth Paltrow in den Neunzigerjahren.

Pitts Anfänge: