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05.09.2017

Harrelson: "Sex und Drogen haben mich klüger gemacht"

Der Hollywoodstar erzählt über seinen Weg der Selbstfindung.

Schauspieler und Regisseur Woody Harrelson ("True Detective", "Die Tribute von Panem") glaubt, dass ihm Sex und Drogen in jüngeren Jahren bei der Selbstfindung geholfen haben - und ihn klüger gemacht haben. Bei den Filmfeststpielen in Venedig erklärte er: "Ich behaupte ja nicht, dass man ohne Sex-, Drogen- und Alkohol-Exzesse kein erfülltes Leben haben kann", sagte der 56-Jährige dem "Playboy".

"Aber für mich war es wohl wichtig, diese Dinge auszuprobieren. Intensiv zu leben. Ohne Rücksicht auf Verluste", sagte der Schauspieler. "Das hat mich sicher stark geprägt und mir auch bei meiner Selbstfindung geholfen. Dadurch bin ich bestimmt etwas klüger geworden."

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Invision for the Television Academy/ John Shearer
Woody Harrelson, Matthew McConaughey
IMAGE DISTRIBUTED FOR THE TELEVISION ACADEMY - EXCLUSIVE - Woody Harrelson, left, and Matthew McConaughey pose at the 66th Primetime Emmy Awards at the Nokia Theatre L.A. Live on Monday, Aug. 25, 2014, in Los Angeles. (Photo by John Shearer/Invision for the Television Academy/AP Images)
Lebt auf Hawaii

Vielleicht ärgert sich Harrelson auch deshalb, dass er im Zuge der Legalisierung von Marihuana in seiner Wahlheimat Hawaii keine Marihuana-Anbau-Lizenz erhalten hat. "Die hat man mir nicht gegeben. Es war letztlich wohl eine politische Entscheidung", meint der Schauspieler - und gibt sich trotz der Liberalisierung der Drogen-Politik in den USA unzufrieden. "In einem freien Land wie Amerika sollten wir doch tun und lassen können, was uns gefällt, solange wir niemandem schaden", findet Harrelson. "Die Realität spricht leider eine andere Sprache."

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AP/ Jacques Brinon
U.S. actor Woody Harrelson poses for photographers…
U.S. actor Woody Harrelson poses for photographers before the premiere of 'The Hunger Games Mockingjay Part 2 in Paris, Monday Nov. 9, 2015.(AP Photo/ Jacques Brinon)
Zu große Egos in Hollywood

Über alle, die in Hollywod arbeiten hat er bereits erzählt, dass sie seiner Meinung nach zu sein großes Ego haben:

"Das Hauptproblem mit der Unterhaltungsindustrie - und ich habe das oft gesehen, ich bin seit 30 Jahren dabei und habe alle getroffen - ist das Ego", sagte der Darsteller aus den "Tribute von Panem"-Filmen der britischen Zeitung "The Guardian".

"Da hat man eine Person mit einem Loch im Leben, und sie will, dass es mit Beachtung und Liebe gefüllt wird." Das hat Harrelson auch bei sich selbst festgestellt: "Ich war 24, als ich berühmt geworden bin" - mit der Serie "Cheers". "Und der Erfolg hat mich betrunken gemacht. Mein Ego ist aufgeflammt."

Er bereue vieles, was er früher getan habe, erzählte Harrelson - ohne ins Detail zu gehen.