Wolferl Ambros hat sich wieder getraut

Wolfgang Ambros
Foto: Kurier/Juerg Christandl Wolfgang Ambros und Uta Schäfauer

Knall-Effekt: Wolfgang Ambros hat wieder geheiratet.

Alle tappten total im Dunkeln – der KURIER brachte es ans Licht. Ja, er hat sich wieder getraut! Freitagvormittag hat die Austropop-Legende Wolfgang Ambros (64) der langjährigen Freundin Uta (51) im tirolerischen Waidring (er lebt seit 2010 dort) das Jawort gegeben – im ganz kleinen Kreise. Die Hochzeit, extra so angesetzt, dass sie ungestört von Medien über die Bühne gehen kann.

"Ich heirate so früh, dass keiner von euch Reportern mehr hier in Waidring auftauchen kann", so Ambros am Donnerstag zum KURIER.

Selbst Künstler-Freunde wie die Kabarettisten Christoph Fälbl und Joesi Prokopetz (derzeit in Manila) wussten nichts. Auch Manager Peter Fröstl & Szene-Wirt Niki Neunteufel waren überrascht.

Wolfgang Ambros Foto: Kurier/Juerg Christandl

Als Trauzeuge fungierte Ex-Bürgemeister Heinz Kienpointner, seines Zeichens Skiverleiher, Sportartikelhänlder und Hobby-Gitarrist. Im Gasthof Schneidermann, bekannt für seine gute Hausmannskost, stärkte sich die Hochzeitsgesellschaft nach der bescheidenen Trauung.

Es ist Ambros' zweiter Versuch – die erste Ehe mit Margit (61) wurde 2012 nach 32 Jahren geschieden. Sie haben einen Sohn, Seiler & Speer-Schlagzeuger Matthias (35).

2013 trennte sich die Austpoplehende von seiner Lebensgefährtin Anne Reger. Der Beziehung entsprangen 2010 die Zwillinge Rosalie und Sebastian.

Um die Hand seiner langjährigen Freundin Uta hatte Wolferl an ihrem 50. Geburtstag beim Purkersdorfer Szene-Wirten "Nikodemus" angehalten.

Auch beruflich geht es nach einigen gesundheitlichen Problemen in den vergangenen Jahren für Wolferl wieder bergauf: Ab 7. März startet Ambros eine ausgedehnte Tour mit über 50 Konzerten.

Aus dem Archiv:

Wolfgang Ambros: Seine turbulente Karriere im Rückblick

Wenn man dem vielzitierten, aber von Künstlern ebenso viel gehassten Austropop ein einziges Gesicht zuordnen müsste, wäre das von Wolfgang Ambros keine schlechte Wahl. Denn mit dem "Hofa" läutete der Sänger 1971 eine neue Ära der heimischen Liedkunst ein und startete zugleich seine turbulente Karriere.
Am 19. März feiert er seinen 60er. Ein kurzer Rückblick auf Ambros Erfolgsgeschichte ...
 
  Der am 19. März 1952 im niederösterreichischen Wolfsgraben geborene  Musiker polarisiert: mit Liedern, die von Genialem wie "Zwickt`s mi",  "Gezeichnet fürs Leben" und "Tagwache" ... ... bis zu (trotzdem erfolgreichen)  Verfehlungen wie "Idealgewicht" und  "Du verstehst mi net" reichen, mit  gewaltigen, in diesem Land  unerreichten Platten ("Weiß wie Schnee",  "Schaffnerlos") und... ... weniger coolen Spätwerken ("Mann und Frau",  "Äquator"), aber auch   mit seinem oft grantigen Erscheinungsbild, das  Biografen als   "authentisch" und "nicht angepasst" beschreiben. Für  Schlagzeilen  sorgte außerdem wiederholt sein Privatleben - von einem  fatalen  Bootsunfall bis zum handfesten Zwist mit Kollegen Rainhard  Fendrich. Keiner ist wie Wolfgang Ambros. Geboren als Sohn eines     Volksschuldirektors und einer Lehrerin fliegt der "Wolferl" wiederholt  von der Schule, landet für ein Jahr in London, arbeitet 1971 in einem     Plattengeschäft in der Wiener Innenstadt und ... ... singt am Abend am    Theseustempel im Volksgarten - u.a. "Da Hofa",  ein vertontes Gedicht von    seinem alten Klassenkameraden Joesi  Prokopetz. Über Vermittlung einer    Kundin im Plattengeschäft wird  daraus eine Single, die sich 30.000  Mal   verkauft und sich an die  Spitze der Austro-Charts setzt. "Nach  dem `Hofa` hat uns die Eingebung aus dem Nichts heraus besucht.     Text,  Musik, Lied. Es flog daher wie etwas auf durchsichtigen     Schwingen",  erzählt Ambros in seiner Autobiografie (Ueberreuter).
Bild: Joesi Prokopetz und Ambros in den Siebziger Jahren. So     erscheint 1972  das erste große Ambros-Album "Alles andere zählt  net     mehr..." (mit "Du  bist wia die Wintersun"). Im selben Jahr  entsteht  die    Urversion des  Musicals "Watzmann", eine perfekte  Zusammenarbeit  von    Ambros, Prokopetz  und "Cafe  Hawelka"-Bekanntschaft Fredi  Tauchen. Nur kurz dauert  1973  das Gastspiel des jungen Künstlers beim       Bundesheer, doch sein   präziser Erfahrungsbericht in Form der       Abrüsterhymne "Tagwache" spricht  bis heute Jungmännern aus der Seele.       Beim Erscheinen erntet  das Lied  Rundfunkboykott. "Es lebe der      Zentralfriedhof", das  vielleicht beste  LP-Stück  Austropop überhaupt,      bringt ihm den  endgültigen Durchbruch. Ambros liefert präzise  Beschreibungen der  österreichischen  Seele und  nimmt mit dem von Freund      Georg Danzer  komponierten  "Heite  drah i mi ham"  thematisch den   Grunge    vorweg. Es  folgen  kreative  Höhenflüge und  gefeierte Tourneen,   seine   Band   "No.1  vom   Wienerwald" nimmt Gestalt an,  Bob Dylan wird   auf "Wie    im   Schlaf"   "verwienert" und bringt den ersten  Durchbruch  in      Deutschland. Ende der 80er Jahre macht Ambros weniger mit seiner Musik als mit privaten Drogen-Eskapaden Schlagzeilen. Seine Alben in den Neuziger-Jahren können nicht mehr ganz an die Erfolge der Vorjahre anschließen. Im Jahr 2000 dann endlich wieder ein Achtungserfolg: Das Album  "Nach mir die Sintflut - Ambros Singt Waits" schafft es bis auf  Platz drei der österreichischen Musik-Charts. Am 19. März 1982 heiratet Ambros  "seine" Margit,  Sohn Matthias kommt          einen Monat später zur Welt. 2004  lässt sich  das Paar scheiden. Im   Mai    2010 werden Ambros und seine neue   Partnerin Anne Reger     Eltern   von    Zwillingen. Zum Runden Geburtstag brachten Universal und Sony vorab die zweiteilige Ambros-Werkschau "Alt & Jung" heraus. Im Vorjahr erschien seine vieldiskutierte Autobiografie. Sein neues Album "190352" folgt am 20. April.

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?