Die Hausmairs standen vier Stunden in der „Gruft“-Küche und zauberten: Mama Kerstin, Papa Herbert, Söhne Stefan & Johannes, Töchter Antonia & Lena

© KURIER/Gerhard Deutsch

Herbert Hausmair
10/26/2014

"War zu Tränen gerührt"

Der Promi-Wirt mit Herz verköstigt Obdachlose und sucht Nachahmer.

Eine Location, die – zugegeben – ansonsten (leider) nur selten auf Gesellschaftsseiten Beachtung findet. Umso schöner, heute über einen Nationalfeiertags-"Event" berichten zu dürfen, das einem Großen und Großzügigen der heimischen Gastro-Szene zu verdanken ist.

Herbert Hausmair (49), Betreiber der gleichnamigen legendären Wiener Gaststätte (1070, Lerchenfelder Str. 73), kochte Sonntagmittag in der Wiener "Gruft", dem Caritas-Betreuungszentrum für Obdachlose, unter tatkräftigster Mithilfe seiner ganzen Familie auf – und verköstigte dabei 300 Menschen mit einer besonders g’schmackigen Wildspezialität: Hirschragout mit Semmelknödeln.

Der bodenständige Promi-Wirt und passionierte Weidmann, zu dessen Stammgästen Politiker, Künstler & Wirtschaftsbosse zählen, stellt einmal im Jahr seine Kochkünste in den Dienst der guten Sache: "Mir geht es so gut, ich habe alles in meinem Leben erreicht, wovon ich geträumt habe – daher sehe ich es als meine Pflicht an, ein bisschen was abzugeben." Schon seit halb acht in der Früh stand der gesamte Hausmair-Clan am Herd. Und die Wohltätigkeit empfanden alle als "reine Wohltat": TochterAntonia(19), die 2012 die Casting-Show "Austria’s next Topmodel" gewann, die SöhneStefan(17) &Johannes(15) undKerstin(33), Mama des süßen, blitzblauäugigen NesthäkchensLena(6).
Außer Johannes, der die "Höhere grafische Lehranstalt" besucht, wollen alle Kids eines Tages in die Gastronomie. Das Erfolgsgeheimnis der 2006 eröffneten Gaststätte: "Gute Hausmannskost, beste Qualität aller Produkte und dass bei mir jeder Gast, egal welchen Ranges, gleich gut behandelt wird." Hausmair, dem die Freude und die Rührung bei der Zubereitung der zwei Hirschen (aus den Revieren des NÖ-Jagdverbands) ganz deutlich anzusehen war, gestand: "Hungrige Menschen zu erleben, treibt mir Tränen in die Augen." Jetzt ruft er zur Ganzjahres-Nachahmung auf: "Bei 5000 Lokalen allein in Wien müssten doch 52 Köche mit Herz zu finden sein."
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