Nicole Kidman kommt nach Wien

Actress Nicole Kidman signs autographs upon arriva
Foto: Reuters/LUCAS JACKSON

Der US-Star kommt im März als Testimonial für die Luxusuhrenmarke "Omega".

Hollywood-Star Nicole Kidman wird von 23. bis 24. März  Wien besuchen. Die Schauspielerin kommt als Testimonial für die Luxusuhrenmarke "Omega" nach Wien, um Samstagabend bei einer Gala unter dem Titel "La Nuit Enchantee" im Palais Liechtenstein teilzunehmen. Bei dem Event wird das neue Modell der Uhrenlinie "Ladymatic" den 250 Gästen - darunter Designerin Lena Hoschek und Schwimmerin Mirna Jukic - vorgestellt. Laut Seitenblicke Magazin musste sich Kidman für einen Promo-Auftritt in Europa verpflichten und entschied sich für Wien.

Die Oscar-Preisträgerin wird ohne Familie anreisen, da sie direkt aus London von Dreharbeiten kommt. Sie spielt derzeit im Psychothriller "Before I Go to Sleep" unter der Regie von Rowan Joffe eine Frau, die jahrelang an Amnesie leidet. Am Sonntag ist ein Pressetermin mit nationalen und internationalen Journalisten geplant. Die Darstellerin von Filmen wie "Australia" oder "To Die For" will danach in die Innenstadt kommen, um sich den Omega-Flagshipstore anzusehen. Kidman ist seit 2005 Markenbotschafterin und das "Gesicht" der Luxusuhrenmarke Omega.

Nachdem sie sich im V Magazin äußerst freizügig und etwas trashig zeigte (ab Bild 6), präsentiert sich Nicole Kidman nun erneut in ungewohnter Pose. Neben Monstertrucks inszenierte sie Terry Richardson als Boxenluder. Im Interview dazu gibt sie Intimes preis und zeigt sich stark wie nie. Wer glaubt, Kidman sei nur wegen ihres feingliedrigen, blassen Äußeren ein sensibler Angsthase, täuscht gewaltig. Im Gespräch mit Haprer`s Bazaar verriet die Australierin, dass sie Fallschrimspringen geht und ihr Nacht-Tauchen ein Gefühl von Frieden gibt. Die starke Nicole gab es aber nicht schon immer. Erst ihr jetztiger Mann, der Countrysänger Keith Urban, habe ihr das nötige Selbstbewusstsein gegeben, so die 45-Jährige. Nur der Gang über rote Teppiche mache sie immer noch nervös und unsicher. Die sonst so zurückhaltende Kidman plauderte auch darüber, dass sie durch den Countrybarden an ihrer Seite, gern neue sexuelle Praktiken probiert. "Er ist verständnisvoll, dadurch kann ich mich öffnen, was Sexualität und andere Dinge anbelangt", so Kidman. Oben-ohne für V MagazinDie neue Selbstsicherheit zeigte sie auch vor einigen Wochen im V Magazin. Gar nicht einfach zu erkennen, dass es sich bei dem Cover-Model um eine gewisse Nicole Kidman handelt. Noch mehr Aufmerksamkeit als der Kurzhaar-Perrücke wurde der Tatsache geschenkt, dass sich Frau Kidman oben ohne zeigt -  und auch untenrum hat sie mit Stoff gespart. Kidman präsentiert sich ungewöhnlich freizügig und jugendlich, sogar ... ... ein ganz bewusstes Nippelgate gibt`s im Magazin zu sehen. Wäre gerne verrückterWas ist bloß mit der sonst eher zurückhaltenden Niki los? Im Interview mit dem Magazin erklärt sie, dass sie sich in ihren Filmen gerne ausgefallener und verrückter geben würde - doch die meiste Zeit hätte sie einfach keine Chance dazu bekommen. Dabei gab sie sich in den letzten Jahren auch abseits von Filmen äußerst zugeknöpft und relativ bieder auf den roten Teppichen. Neuer Film beeinflusst?Vielleicht hat sich die oscarprämierte Kidman ja durch ihre verruchte Rolle in ihrem neuen Film "The Paperboy" beeinflussen lassen. In dem pinkelt sie sogar auf Bubi Zac Efron (links). Eigenartig habe sie die Pinkel-Szene nicht gefunden. Diese Aktion sei ideal dazu geeignet, um den Charakter ihrer Rolle besser zu erklären, spricht`s und ist dabei cool wie nie. Ohne Plan durchs LebenIm Interview unterhält sie sich offen über ihre Karriere. Nie habe sie zuviel geplant, die große Film-Karriere hatte sie nicht zum Ziel. Go with the flowLieber vertraut Kidman ihrem Instinkt:"Ich treffe keine wirklich bewussten Entscheidungen, ich lasse mich treiben. Wenn ich wirklich eine Strategie verfolgen würde, hätte ich eine ganz andere Karriere gemacht." Im Schatten von Tom CruiseJahrelang stand sie im Schatten ihres um vieles erfolgreicheren Ex-Ehemanns Tom Cruise, mit dem sie Filme wie "In einem fernen Land", "Malice – Eine Intrige" oder "Eyes Wide Shut" drehte. Aufstieg nach Scheidung1995 stellte sie als manipulative Geliebte in "To Die For" unter Beweis, welche Bandbreite an Rollen die Australierin spielen kann. Nach der Scheidung von Cruise ging es in Hollywood erst richtig bergauf. Nach dem Hit "Moulin Rouge" zählte sie Anfang der 00er Jahre zu den absoluten A-List Stars. Es folgten "The Others" und der eher kleine Film "Birthday Girl". Die größte Ehre im FilmbizEinen Oscar gab es 2002 für die Hauptrolle in der Virginia Woolf-Verfilmung "The Hours". Jetzt hatte sie alles im Showbiz erreicht - und war eigentlich gar nicht scharf darauf gewesen. In "Dogville" hatte sie mit Regisseur Lars von Trier zu kämpfen, bevor sie nach gehaltvolleren Filmen auf seichtere Varianten umstieg. Zuviel BotoxMit immer steifer werdender Miene spielte sie in vergessenswerten Filmen wie  "Die Frauen von Stepford", "Verliebt in eine Hexe" oder "Australia". Bald war Kidman nur noch wegen zuviel Botox und ihrer zwei Kinder in der Presse. Rückzug aus der ÖffentlichkeitImmer mehr zog sie sich mit ihrem Ehemann, dem Country-Sänger Keith Urban, aus der Öffentlichkeit zurück. Die 45-Jährige schreibt leidenschaftlich gerne Kurzgeschichten und singt. Dem Film konnte sie dann aber doch nicht gänzlich fern bleiben. Trauernde MutterNach "Nine" spielte sie im vielgelobten "Rabbit Hole", der eine Oscarnominierung mit sich brachte. Kidman gibt im Film eine Mutter, die den Tod ihres Kindes zu verkraften hat. Muss das wirklich sein?Was in Nicole gefahren ist, dass sie 2011 eine Rolle  in Adam Sandlers "Meine erfundene Frau" übernommen hat, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Auch Joel Schumachers "Trespass" bekam keine guten Kritiken - und noch dazu keine Zuseher. Mit "The Paperboy" hat sie nun wieder einen gut rezensierten Film gedreht - ihre Darstellung gilt als außergewöhnlich. Hoffen wir also, dass Nicole Kidman den platten Blockbuster-Werken à la "Australia" oder "Meine erfundene Frau" endgültig abschwört. Die zukünftigen ProjekteDie nächsten Filme von Nicole klingen durchaus vielversprechend: Abgedreht hat sie bereits den TV-Film "Hemingway & Gellhorn", in dem sie die Journalistin Martha Gellhorn spielt. Es folgt der Horror-Thriller "Stoker" - Kidman ist darin als labile Mutter zu sehen - das Drama "The Railway Man" mit Colin Firth, eine weitere Lars von Trier Zusammenarbeit uuuund ... ... die Rolle der Grace Kelly in dem Biopic "Grace of Monaco". Von Frau Kidman werden wir filmtechnisch in nächster Zeit also viel hören. Nur eine Bitte: Dem Beauty-Doc fern bleiben, oder zumindest einen besseren suchen.

(APA / cka) Erstellt am
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