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16.11.2014

Ursula Strauss über ihre Schicksalsschläge

"Ich wünsche mir Leichtigkeit": Der TV-Star im Interview über seine Schicksalsschläge in diesem Jahr.

Ich bin froh, wenn das Jahr endlich vorüber ist", stellt Ursula Strauss (40) nüchtern fest. 2014 hatte es für die beliebte TV-Kommissarin ("Schnell ermittelt", ORF) tatsächlich in sich. Zunächst in positivem Sinne, als sie Ende August ihre große "heimliche" Liebe in ihrem Heimatort Pöchlarn (NÖ) ehelichte. Doch dann – nur zwei Wochen nach ihrer Traumhochzeit – wurde sie, wie der KURIER berichtete, Opfer eines schweren Autounfalls: Nasenbein-, Schienbein- und Wadenbruch fesselten sie ans Spitalsbett, sämtliche Dreharbeiten mussten abgesagt werden.

Kurz darauf, am 24. September, der nächste, für Strauss noch viel härtere Schlag: ihr geliebter Vater Rupert Strauss, Ex-Bürgermeister von Pöchlarn, starb nach einer Herz-Operation mit 77.

Mit körperlichen und seelischen Narben kehrt die ROMY-Gewinnerin langsam auf die Bühne zurück. Samstag Abend, als sie – die künstlerische Leiterin des Kulturfestivals "Wachau in Echtzeit"– für den erkrankten Kollegen Fritz Karl (46) bei einer Lesung im Stift Dürnstein einspringen wollte, klappte es noch nicht. Heute Sonntag und morgen Montag soll sie aber mit Ernst Molden & Walter Soyka im Wiener Rabenhof die Show zum Buch " Wien Mitte" präsentieren. Und auch vor der Kamera steht der Publikumsliebling schon wieder: Mit Harald Krassnitzer dreht Ursula Strauss derzeit das TV-Drama "Meine Frau, eine Fremde", in dem sie als Maria Hofer das Gedächtnis verliert – ausgerechnet nach einem schweren Autounfall ...

KURIER: Wie geht es Ihnen nach all den Ereignissen dieses Jahres?

Ursula Strauss: Es geht mir schon besser, aber ich muss auf meine Kräfte achten. Das alles war schon ein großer Einschnitt für mich.

Nun haben Sie aber beruflich wieder ein sehr dichtes Programm ...

Ja, diese Woche ist es ein bisschen viel – ich bin ja gerade erst aus der Reha zurückgekehrt und muss auch noch weiterhin Therapien für mein Bein machen. Es ist allgemein keine einfache Zeit für mich – aber die Normalität in der Arbeit tut mir sehr gut.

Sie drehen einen Film, in dem sie auch einen Autounfall erleiden ...

Ja, und vor dem Unfall-Dreh habe ich Respekt. Ich weiß nicht, wie es mir dabei gehen wird.

Nahmen Sie nach den Ereignissen psychologische Hilfe in Anspruch?

Ja, allein hätte ich es nicht geschafft. Mein System war völlig überlastet. Wir haben zum Glück auch einen sehr starken Familienzusammenhalt. Das hilft auch.

Haben Ihr Unfall und der Tod Ihres Vaters Ihre Sicht auf das Leben und Sterben verändert?

Mir wurde bewusst, wie schnell sich alles verändern kann. Dass der Tod Teil des Lebens ist, war mir immer schon bewusst. Viel mehr kann ich aber dazu im Moment noch nicht sagen. Das geht mir noch zu nahe.

Im August haben Sie geheiratet, Ihren Ehemann kennt die Öffentlichkeit jedoch nicht. Wieso?

Mein Privatleben ist mein Schutzbereich. Es ist mein Beruf, in der Öffentlichkeit zu stehen, nicht aber seiner. Nicht jeder will im Rampenlicht stehen und das ist zu respektieren.

Was wünschen Sie sich für 2015?

Wieder mehr Leichtigkeit.

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