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27.01.2018

Unten durch? Tiefer Fall einer Fashion-Bloggerin

Die weltbekannte russische Mode-Bloggerin Miroslava Duma hat durch ein einziges Posting vielleicht ihre gesamte Karriere verspielt.

Bei den Haute Couture Schauen in Paris gibt es derzeit nur ein Tuschelthema: Miroslava Duma (32). Die russische Fashion-Bloggerin gilt als eine der bestangezogenen Frauen der Welt und macht mit Mode-Start-Ups – in Kooperation mit Kim Kardashian (37) – gerade gute Geschäfte. Jetzt aber hat die Jetset-Mum von drei Kindern ganz andere Sorgen als Geld zu verdienen.

Ruf durch rassistisches Posting ruiniert

In Paris sitzt sie zwar noch in der Front Row der bekanntesten Designer, doch für die vor Kurzem noch hofierten Stilikone sind die Gesprächspartner plötzlich Mangelware. Der Grund: Duma postete ein Foto einer Grußkarte ihrer Freundin und Designerin Ulyana Sergenko (36), auf der sie ihre (weißen) Freunde als Niggas bezeichnet.

Der rassistische Satz kam nicht nur bei Promi-Freunden wie Naomi Campbell (47) gar nicht gut an. "Das sollte besser nicht wahr sein", so das Model.

Eigenartige Entschuldigung

Duma und Sergenko entschuldigten sich zwar, allerdings zunächst nur halbherzig und beschwichtigend. Für viele Kritiker brachten die ersten Statements der beiden (Es sei eine Songzeile von Kanye West und dieser eben ihr Lieblingskünstler) das Fass zum überlaufen. Das erste Erklärungsposting wurde nach noch mehr negativen Kommentaren wieder gelöscht.

Altes Video: Wettert gegen Transgender

Und nun tauchte auch noch ein altes Video-Interview (2012) von Miroslava auf, in dem sie abwertend über Transsexuelle spricht. Sie würde keine Models wie Andrej Pejić (26) oder Bryanboy (36) buchen. "Hier sollte man zensieren. Wenn ein kleiner Junge das vielleicht sieht, kann er es nicht richtig einordenen. Gott sei Dank gibt es nicht viele von denen."

Daraufhin postete Duma dann, dass sie nicht mehr die gleiche Person sei wie vor sechs Jahren als sie das Interview gegeben hat und sie für Gleichberechtigung eintrete.

Mächtige Modestars wie O32c-Stylist Marc Goehring wollen jetzt jedenfalls nichts mehr von Duma wissen. "Tschüss, Mädchen", erklärte er unter seinem Bild mit Anti-Duma T-Shirt.

Der Russin könnte nun ähnliches widerfahren wie schon Designer John Galliano (57) im Jahr 2011, der durch Nazi-Sager seine Karriere verspielte und bis heute in der Modewelt als Persona non grata gilt.

Von eigenem Label gekündigt

Ob sich die Fashionwelt nun aber auch gesammelt von der Bloggerin abwendet, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen. Das Kinderlabel, das sie mitgründete und das auch Kim Kardashian und Campbell promotet jedenfalls distanzierte sich bereits von dem Posting mit den Worten: "Wir bei The Tot sind tief geschockt von dem rassistsichen Posting, das Miroslava Duma während der Fashion Week geteilt hat. In keinster Weise sind das die Werte von The Tot."

Und plötzlich ist Duma auch nicht mehr als eine der Mitbegründerin von The Tot angeführt. Sie wurde gekündigt.