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15.02.2017

Tiffany Trump: Donald Trumps verschmähte Tochter

Inzwischen genießt auch Tiffany Trump Promistatus, lange Zeit stand sie aber im Schatten ihrer Schwester Ivanka.

Heute inszeniert sie sich als Glamour-Girl, umgibt sich mit wohlbetuchten Freunden und ließ sich nun auch bei der Taoray Wang Fashion Show und bei Philipp Plein in New York (trotz einiger Buhrufe) als Stargast in der ersten Reihe feiern. Lange Zeit galt Tiffany Trump jedoch als die "vergessene" Tochter von Donald Trump. Und das nicht ganz ohne Grund. Denn das Verhältnis des US-Präsidenten zu seinen beiden Töchtern könnte nicht unterschiedlicher sein.

Kein Kontakt zum Papa

Tiffany Trump, die ihren Namen dem renommierten Schmuckunternehmen Tiffany & Co. verdankt, ist Donald Trumps Tochter aus seiner zweiten Ehe mit der US-Schauspielerin Marla Maples.

Das Vater-Tochter-Verhältnis stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Beziehung zwischen dem Unternehmer und Maples begann als Affäre, damals war Trump nämlich noch mit seiner ersten Frau, Ivana Trump verheiratet.

Als Maples Trump verkündete, dass sie ein Kind erwartet, war Trumps Antwort: "Was sollen wir jetzt diesbezüglich tun?"

Böse Zungen behaupten, der Milliardär hätte damals eine Abtreibung angedeutet, wogegen sich Trump aber wehrt.

Man entschied sich zur Hochzeit. Die Ehe hielt jedoch lange. Nach nur drei Jahren brach ein erbitterter Scheidungskrieg aus, der drei Jahre währte. 1999 wurde die Ehe des Paares geschieden. Maples zog mit Tiffany nach Kalifornien – und Donald Trump brach für lange Zeit den Kontakt zu seiner Tochter ab.

Isoliert aufgewachsen

"Ich bin meiner Mutter sehr nahe, weil sie mich als alleinerziehende Mutter großgezogen hat", erzählte Tiffany 2011 gegenüber Talkmasterin Oprah Winfrey.

Auch zu ihren älteren Halbgeschwistern Donald Jr., Eric und Ivanka Trump hatte sie als Heranwachsende kaum Kontakt. Einzig zu Ivanka Trump konnte sie eine engere Beziehung aufbauen.

"Wir haben einander immer in den Ferien gesehen und oft miteinander geredet", erzählte Trump gegenüber People. "Sie ist meine kleine Schwester. Ich stehe ihr mein ganzes Leben schon sehr nahe und liebe sie sehr."

Diese erzählte in ihrem Buch The Trump Card: Playing to Win in Work and Life, dass Tiffany isoliert von der Trump-Familie aufwuchs. Auch finanziell wurde Trumps jüngste Tochter benachteiligt. Ivanka gab an, dass Tiffany – obwohl sie damals schon mit anderen Rich Kids befreundet war, die sie während ihrer Kindheit in New York kennengelernt hatte - keinen Zugang zu den Konten ihres Vaters gehabt hätte, während sie und Brüder immer auf Trumps Geld zugreifen konnten.

Erst als Tiffany begann Soziologie zu studieren, konnte Ivanka ihren Vater dazu überreden, ihrer Schwester Taschengeld zu geben.

"Ich habe es ihr nicht gesagt, natürlich. Aber ich habe unseren Vater gebeten, sie zu Weihnachten mit einer Kreditkarte und kleinen monatlichen Zahlungen zu überraschen", schreibt Ivanka.

Schließlich ließ der Immobilienunternehmer und Milliardär seiner jüngsten Tochter 500 Dollar im Monat zukommen.

Keine Unterstützung

Während Donald Trump das Aussehen seiner Tochter Ivanka Trump immer wieder in hohen Tönen lobte, ihre Modelkarriere pushte und all ihre Fashion-Shows besuchte, bekam Tiffany von ihrem Papa kaum öffentliche Zuwendung. Ganz im Gegenteil.

Laut dem NY Magazine soll Trump sogar einmal angedeutet haben, von Tiffanys Aussehen enttäuscht zu sein. Als die 23-Jährige im vergangenen Jahr ihr Modeldebüt bei der New York Fashion Week gab, schwänzte ihr Vater die Show (dazu mehr).

Seinen letzten Fauxpas leistete sich der 70-jährige kurz vor seiner Wahl, als er in einem Interview andeutete, dass Tiffany in seinem Leben keine so große Rolle spielt wie seine anderen Kinder.

"Ich bin sehr stolz auf Don(ald Jr.), Eric und Ivanka und in geringerem Maße auch auf Tiffany, weil sie gerade erst das College abgeschlossen hat", erzählte Trump gegenüber Fox News.

Sie tanzt aus der Reihe

Tatsächlich tanzt Tiffany im Vergleich zu ihren Geschwistern aus der Reihe: Während aus Donald Jr., Eric und Ivanka erfolgreiche Unternehmer geworden sind, versuchte sich die Absolventin der University of Pennsylvania unter anderem mit ihrem Pop-Flop "Like a Bird" als Sängerin und schnupperte während ihres Praktikums bei der Vogue Medienluft. Auch bei Trumps Wahlkampf hielt sich Tiffany, deren Freund Ross Mechadic übrigens Mitglied der Demokratischen Partei ist, bis auf ein paar öffentliche Auftritte eher im Hintergrund.

Sie versucht lieber, ihren berühmten Namen für eigene Zwecke zu nutzen. Berichten zufolge soll Tiffany, die heute in New York in der Nähe vom Trump Tower wohnt, im Big Apple eine juristitische Karriere anpeilen.

"Sie versucht ihre eigene Persönlichkeit abseits der Familie zu etablieren", behauptet ein Vertrauter gegenüber der Sun.

Auch auf Instagram inszeniert sich die Präsidententochter hauptberuflich selbst: Da zeigt sie sich ihren 723.000 Followern am liebsten im Urlaub oder beim Feiern mit ihrer Clique, zu der andere Rich Kids wie Kyra Kennedy, Robert F. Kennedy Jr. Tochter, Prinzessin Olympia Maria von Griechenland, Business-Magnat Barron Hilton und Gaia Matisse, die Ururenkelin des französischen Künstlers Henri Matisse zählen.

Und auch das Verhältnis zum Papa scheint sich - zumindest nach außen - inzwischen gebessert zu haben. Zum Geburtstag am 4. Juni gab's sogar öffentliche Glückwünsche vom Töchterle.