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05/08/2012

Spanien: Die Königin macht, was sie will

Sofia von Spanien pfeift auf eine Feier zu ihrer goldenen Hochzeit und besucht ihre "verstoßene" Tochter in Washington.

Kein Festbankett, keine Sonderbriefmarke, keine Sondermünzprägung. Offiziell finden die Feiern zur goldenen Hochzeit von Sofia und Juan Carlos deshalb nicht statt, weil "der 14. Mai dieses Jahr ein Brückentag" sei, erklärte Palastsprecher Rafael Sottorno, was spanische Zeitungen für ziemlich durchsichtig halten. In Wahrheit ist Doña Sofia nicht mehr bereit, mit ihrem untreuen Gemahl in der Öffentlichkeit zu posieren, als wäre nichts gewesen. "Die Königin macht jetzt, was sie will", sagt ihre Biografin Pilar Eyre. "Sie hat ihr Kreuz in den letzten Jahren so tapfer getragen."

 

Gleich nach Bekanntwerden des Elefantenjagd-Aus­flugs des Königs mit einer deutschen Prinzessin nach Botswana erhielt Sofia Besuch aus Schweden. Königin Silvia spendete Trost, schließlich war auch ihr Mann nicht sonderlich treu. Die Tragik bei Königen ist, dass sich das Paar nicht so einfach scheiden lassen kann wie Normalsterbliche und zumindest nach außen den Schein wahren muss.

Nicht so Sofia. Vor wenigen Tagen flog sie demonstrativ nach Washington, um ihre Tochter Cristina und die vier Enkelkinder zu besuchen. Dabei wollte das Königshaus auf Distanz gehen zum skandalträchtigen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin, der in den USA den Konzern Telefónica vertritt. Er ist mit der Infantin Cristina anscheinend glücklich verheiratet, soll aber über eine dubiose Stiftung Steuergelder in der Höhe von mehreren Millionen Euro in seine eigenen Taschen gewirtschaftet haben.

Besonders peinlich für den König ist jetzt die Drohung von Urdangarins ehemaligen Geschäftspartner, eMails veröffentlichen zu wollen, die den König in die Bredouille bringen. Er soll nämlich von den Machenschaften gewusst haben.

In Spanien wird die königliche Familienkrise genauestens verfolgt. Juan Carlos ist nicht mehr sehr beliebt.

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