Sorge um "Katzi": Mutter beantragt Sachwalterschaft

APA/HERBERT P. OCZERETAPA6920494-2 - 16022012 - WIEN - : "Opernball 2012" am Donnerstag, 16. Februar 2012 in der Wiener Staatsoper. Im Bild (v.l.) Anastasia Sokol ("Katzi") und Richard Lugner bei der Präsentation der Ballroben vor dem Ball in Wien. APA-FO
Foto: APA/HERBERT P. OCZERET "Katzi" und Richard Lugner am Opernball 2012.

Swetlana Rockenbauer hat beim Bezirksgericht Döbling einen Antrag auf Sachwalterschaft eingebracht - ohne dem Wissen ihrer Tochter.

Nach einem Interview von Lugners Freundin Anastasia Sokol mit der Krone hat sich jetzt deren Mutter, Swetlana Rockenbauer, eingeschaltet: Sie hat laut der Tageszeitung beim Amstettner Notar Walter Schütz einen Antrag auf Einleitung eines Sachwalterschaftsverfahrens für Maßnahmen im Bereich von Heilbehandlungen für ihre Tochter unterschrieben. Angeblich aus Sorge um Anastasia, obwohl Mutter und Tochter seit drei Jahren keinen Kontakt mehr haben.

"Von diesem Schritt weiß ich nichts", so Sokol gegenüber der Krone, "wir reden ja nicht mehr miteinander." Laut "Katzi" habe ihre Mutter sie damals vor die Tür gesetzt. Jetzt muss ein Bezirksrichter über den Fall entscheiden. "Es war Gefahr in Verzug", bestätigte hingegen Helmut Werner, Schwiegersohn in spe von "Katzis" Lebensgefährten Richard Lugner, entsprechende Medienberichte gegenüber der APA.

Ein langer Kampf

In dem Interview, das am Sonntag erschienen ist, sagte die 22-Jährge, dass ihr ein schneller Tod nichts ausmachen würde. Anastasia Sokol leidet laut eigener Aussage seit zwei Jahren an Magersucht und wiegt zur Zeit nur noch 33 Kilogramm bei einer Größe von 1,62 Meter. "Der Kampf geht seit Jahren, alles Zureden hat nichts genützt", erklärte Baumeister Richard Lugner gegenüber der Krone.

Allerdings will sich die junge Frau jetzt angeblich in einem Therapiezentrum für Essstörungen behandeln lassen. "Katzi" wird laut Lugner zumindest eineinhalb Wochen im Weidenhof in Kärnten verbringen. "Es ging nicht mehr mit ihrem Gewicht", meinte der Baumeister. Unklar ist, ob sich Sokol tatsächlich freiwillig in einem Therapiezentrum für Essstörungen behandeln lassen wird. Einen ersten Termin ließ sie platzen, jetzt kündigte sie an, spätestens am Montag in dem Zentrum einzuchecken.

(KURIER, APA / red.) Erstellt am
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