Sido & Charlotte Engelhardt sind verheiratet

APA/ANDREAS PESSENLEHNERAPA5620964-2 - 20102011 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT KI - Der Berliner Rapper Sido während eines Round-Table-Interviews am Donnerstag, 20. Oktober 2011, im ORF-Zentrum in Wien. APA-FOTO: ANDREAS PESSENLEHNER
Foto: APA/ANDREAS PESSENLEHNER "Alle meine Wünsche wurden durch diese Frau erfüllt", schwärmt Sido.

Der frisch gebackene Ehemann verkündete die Neuigkeit per Twitter.

Was wohl seine Ex-Verlobte Doreen dazu sagt? Nach einer offiziellen Verlobung in diesem Jahr trennte sich Sido überraschend von seiner Langzeitfreundin Doreen Steinert, um mit der TV-Moderatorin Charlotte Engelhardt ("Do It Yourself - S.O.S.") zusammen zu sein.

Seit Mai zusammen

Jetzt haben sich der Berliner Rapper und Engelhardt nach Informationen der Zeitung Bild am Sonntag sogar getraut. "Ja, es stimmt, die beiden haben heute geheiratet", bestätigte Engelhardts Managerin dem Blatt. Erst seit Mai 2012 sind die beiden offiziell ein Paar.

2,w=559,c=0.bild.jpg Foto: Twitter Der frisch gebackene Ehemann, der mit bürgerlichem Namen Paul Würdig heißt, verkündete die frohe Botschaft am späten Samstagabend auch bei Twitter: "Frohe Weihnachten vom Ehepaar Würdig!!!" Dazu verschickten sie ein Bild, das zwei Hände vor einem geschmückten Christbaum zeigt. Am Finger: Eheringe und darunter zwei Tattoos. Auf dem einen Ringfinger prangt ein "P", auf dem anderen ein "C".

"Frau meines Lebens"

Charlotte Engelhardt -000_AP_ROBERTO PFEIL.jpg Foto: ap Die "Hammerbraut", wie die 34-jährige Moderatorin in ihrer Sendung bezeichnet wird, macht Sido offenbar recht glücklich.

"Charlotte hat großen Anteil daran, dass ich im Leben angekommen bin“, schwärmte er kürzlich in der Bild.

"Alle meine Wünsche wurden durch diese Frau erfüllt. Mit ihr habe ich meinen Deckel gefunden, da passt nichts mehr rein. Für mich ist klar, das ist die Frau meines Lebens."

 

Sidos verbale Ausrutscher

Sido sieht ja fast ein bisschen aus wie Schwiegermamas Liebling, wären da nicht die Tätowierungen und seine verbalen Entgleisungen. Der deutsche Rapper, der zu Anfangszeiten seiner musikalischen Karriere sein bubihaftes Gesicht noch hinter einer silbernen Totenkopfmaske versteckte, redet so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Dabei ist es ihm egal, ob er auf der Straße mit irgendwelchen "Ghetto"-Freunden, "Helden von Morgen" oder Dominik Heinzl "plaudert". Sido nimmt sich kein Blatt vor dem Mund, redet oft bevor er denkt. Aber dafür wurde er vom ORF auch geholt. Er ist so wie er ist – und das kann eben oft ziemlich peinlich werden. Für alle Beteiligten. Darüber müssen sich die ORF-Verantwortlichen im Klaren sein. Schon bei der ersten "Helden von Morgen"-Show schwebte ein Hauch Privatfernsehen über dem Küniglberg. Mit Sido zogen flotte Sprüche ins Hauptabendprogramm, die man in dieser Form dem Publikum bislang eher selten zugemutet hatte. Seine Coaching-Kandidaten wählte er beispielsweise folgendermaßen aus: "Optische Sympathie, Titten und so." Sido kann aber auch ganze Sätze sprechen: „Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat." Mit dieser Anspielung auf Adolf Hitler löste er Empörung im Alpenland aus. Vielleicht haben seine verbale Aussetzer auch mit seiner Drogenvergangenheit zu tun – steht die Abkürzung Sido ja immerhin für "Super intelligentes Drogenopfer". Früher stand es für "Scheiße in dein Ohr". Aber das war ihm irgendwie dann doch etwas zu behindert. Seine Songs tragen Titel wie "Halt dein Maul" oder „Arschficksong" – seine Texte sind teils gewaltverherrlichenden und sexistisch. Für einen verbalen Brandstifter hielt und hält er sich selbst nicht. Aber Vorbilder für Jugendliche sehen anders aus: "Ich nehme Drogen, feiere gerne und führe ein verrücktes Leben." Seine Träume und Pläne sind hingegen zutiefst bürgerlicher Natur: "Wenn ich das noch ein paar Jahre durchziehe und auf meine Privatsphäre verzichte, kann ich eines Tages ein ruhiges und gediegenes Leben führen, kann vielleicht auf Mallorca wohnen neben Dieter (Bohlen, Anm.) oder so und eine Villa haben." Eine weitere Zukunftsvariante von Sido lautet: "Ich scheiß` auf alles und ziehe nach Hollywood. Dort kaufe ich mir eine Villa unter dem `H`". Vor allem der Zwist mit dem Kolumnisten der Kronen Zeitung, Michael Jeannee, verhalf ihm zum Kultstatus - zumindest bei Teilen der österreichischen Bevölkerung. Es ging dabei um die "Motoren-Performance" von Heurigenwirt Martin Zimmermann, der von Jeannee gecoacht wurde. Sido rang während der Performance hör- und sichtbar um Fassung und machte aus seiner Abneigung gegen Jeannee kein Geheimnis: "Siehst aus wie ein Hausmeister mit deinem Schlüssel da an der Hose. Du willst dich doch nur großmachen hier, verschwinde einmal von der Bühne!" Bild: Jeannee (links) und Martin Zimmermann. Unterstützung für den "Krone"-Journalisten gab es dafür vom Zirkus-Macher und "Große Chance"-Juror Bernhard Paul (links im Bild): "Ich muss jetzt einmal mit Sido schimpfen", so Paul. "Du kennst die Wiener Verhältnisse nicht. Der Kollege ist eigentlich Journalist, der dich ab morgen fertig machen könnte." Von Juror Paul und Jurorin Zabine gab es in der Folge dann auch ein Plus für die beim Publikum durchgefallene Performance. Sido zeigte sich davon wenig beeindruckt. "Welcher Journalist macht mich denn nicht fertig? Darauf ist ganz kurz geschissen. Ihr habt ganz krass meine Zeit verschwendet mit so ner arroganten Scheiße hier", so seine vernichtende Kritik in Richtung des "Motoren-Duos". Dass sich Sido immer wieder Feinde mit seinen Aussagen macht, hat Tradition. Einst waren er und Bushido Todfeinde – Drohungen und Beleidigungen inklusive. Bushido bezeichnete Sidos Mutter als eine "Junkie-Mutter". Sido drohte Bushido: "Jeder, der im deutschen Rap Streit sucht, muss sich darüber im Klaren sein, dass die ganze Sache schlimm ins Auge gehen kann." Da bleibe "einem vielleicht irgendwann nichts anderes übrig, als dem anderen einen Besuch abzustatten. Messer sind gerade mehr in Mode als Fäuste." Aber es sollte alles ganz anders kommen: 2011 legten Sido und Bushido ihre öffentlich gepflegte Blutsfeindschaft bei und veröffentlichten ein gemeinsames Album. Es heißt "23" - nach der Anzahl der Titel. Bei "Willkommen Österreich" ärgerte er Grissemann. Der Moderator fragte Sido, wie er eigentlich zum ORF gekommen sei, was dieser recht auskunftsfreudig beantwortete. Nach weiterem Nachbohren reichte es Sido aber und er entgegnete: „Wen interessiert das“, worauf Grissemann ein „Geh scheißen“ auskam. Zwischen Sido und der ebenfalls zur Sendung eingeladenen Charlotte Roche entwickelten sich Gespräche über "Scheißen", "Ficken" und "Kacke aus dem Mund". Als Roche über ihr kommendes Buch plauderte, ließ sie sich von Sido auf Po und Brüste abtatschen, um zu beweisen, dass sie eine Frau mit Kurven sei. Im Oktober vergangenen Jahres eskalierte das seit langem angespannte Verhältnis zwischen Sido und Heinzl. Nachdem Sido Heinzl bereits während der Sendung als "Dominic Hampl" verspottet hatte, kam es nach der Show zunächst zu einem Wortduell auf der Bühne. Die beiden Streithanseln attackierten sich verbal. Nachdem Securitys versuchten, die Situation zu bereinigen, attackierte Sido Heinzl mit der Faust. Um das Ausmaß des Treffers wird bis heute noch heftig diskutiert. Die Beschimpfungen gegen die Mutter von Heinzl waren hingegen deutlich zu hören: "Deine Mutter ist eine Hure". In diesem Punkt gab sich der deutsche Rapper im Nachhinein auch reuig: "Ihr habt recht, die Mutter hat damit nix zu tun... Sorry fr. Heinzl !!!", postete er auf Twitter. "Ich weiß, dass der Rahmen absolut falsch war - besonders, weil Kinder anwesend waren - und, dass man mit Fäusten keine Probleme lösen kann, sondern vielmehr welche schafft." Mit einem kurzen Twitter-Post "good bye orf1 !!!!" verabschiedete sich Sido nach seinem Rauswurf aus der ORF-Sendung gelassen. Kürzlich ruderte ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner aber zurück: Der geschasste Juror durfte wieder seinen Platz in der Show einnehmen. Zu Österreich hat der Deutsche bereits eine Beziehung aufgebaut – verbringt er doch die meiste seiner Zeit in Wien. Um Staatsbürgerschaft wolle er aber noch nicht ansuchen, erklärte Sido. Im Falle des Falles weiß er aber, wie das in Österreich mit der Staatsbürgerschaft funktioniert: "Wenn es soweit ist, kann man den einen oder anderen Herren bezahlen und dann funktioniert das", erklärte er ironisch.
(APA, red / mich) Erstellt am
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