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01.08.2017

Nach Sex-Vorwürfen: Scheidung bei Casey Afflecks

Nach seinem Oscargewinn wurde über das Image von Casey Affleck diskutiert. Ehefrau Summer Phoenix hat sich schon länger von ihm getrennt.

Casey Affleck gilt als vielgelobter Hollywood-Spätzünder, seit er im Feburar einen Oscar als bester Hauptdarsteller für "Manchester by The Sea" gewonnen hat. Seither wird aber auch über die Klagen diskutiert, in denen er der sexuellen Nötigung beschuldigt wurde.

Nur kurz darauf hat sich seine Frau von ihm getrennt, wie erst jetzt bekannt wurde. Die Scheidung hat Summer Phoenix (38) nach elf Jahren Ehe laut dem Onlineportal TMZ schließlich am Montag eingereicht - wegen unüberbrückbarer Differenzen. Sie will, dass der Oscarpreisträger die Anwaltskosten der Scheidung übernimmt und Unterhaltszahlungen. Für die Kinder Indiana (13) und Atticus (9) wurde gemeinsames Sorgerecht beantragt.

Summer ist übrigens die jüngere Schwester von Schauspieler Joaquin Phoenix und hat sich jahrelang um die Erziehung der zwei gemeinsamen Kinder gekümmert. Dabei stand sie selbst schon als Sechsjährige vor der Kamera - in Serien wie "Airwolf" und "Mord ist ihr Hobby". Affleck liebt bereits eine andere Frau. Auf dem roten Teppich lässt er sich jetzt mit Serien-Sternchen Floriana Lima ablichten.

Heimliche Trennung schon 2015

Aus den Scheidungs-Unterlagen geht außerdem hervor, dass sich Phoenix schon 2015 von dem aufstrebenden Schauspieler getrennt hat. Publik wurde die Trennung aber erst im März 2016. Zu dieser Zeit hatte sich Affleck bereits mit allen klagenden Frauen privat einigen können, die ihn sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten.

Groß in den Medien getrommelt wurde die Klage gegen Casey Affleck nicht, die schon 2010 eingereicht wurde. Immerhin war er damals nur der kleine, unbekannte Bruder von Hollywoodstar Ben Affleck.

Mit seinem Oscar-Gewinn im Februar 2017 trat er aber aus dessen Schatten - und plötzlich wurde auch über die zurückliegenden Sex-Vorwürfe gegen den 41-Jährigen gesprochen, die seinem Image damals noch nicht geschadet hatten.

Kolleginnen klagen wegen sexueller Nötigung

Zwei Arbeitskolleginnen brachten Affleck 2010 vor Gericht. Produzentin Amanda White und die Kamerafrau Magdalena Gorka behaupteten, er habe sie während der Dreharbeiten zu "I’m Still Here" beinahe täglich sexuell genötigt.

Gorka schilderte, dass Regisseur Affleck sich nachts halbnackt zu ihr ins Bett gelegt und sie begrapscht habe. Er habe bei den Dreharbeiten ständig über die Größe seines Penis' gesprochen und andere Kollegen aufgefordert, den beiden Frauen ihr Geschlechtsteil zu zeigen.

Außergerichtlich geeinigt

Man einigte sich schließlich außergerichtlich. Zwei Millionen Dollar hatten die Frauen in ihrer Klage verlangt. Affleck erklärte der New York Times danach: "Die Sa­che wur­de zur Zu­frie­den­heit al­ler bei­ge­legt. Ich war ver­letzt und be­stürzt – ich bin mir si­cher, al­len ging es so –, aber es ist für mich ab­ge­hakt. Es war eine un­glück­li­che Si­tua­ti­on, vor al­lem für un­schul­di­ge Fa­mi­li­en­mit­glie­der."

Die stets bestrittene Tat gab er damit indirekt also doch zu. Auch in seiner Golden Globe-Rede im Jänner spielte er auf die „Störgeräusche“ an, denen er ausgesetzt sei. Er lasse sie aber an sich abprallen – mit Erfolg. Seinem Ruf hat die Causa nämlich überraschenderweise nicht geschadet. Der beste Beweis dafür ist wohl sein Oscar-Gewinn.

Bekannter Name schützt vor Schaden?

Kritiker unken, Casey sei nur deshalb ohne Imageschaden davongekommen, weil er dank seines Bruders beste Kontakte zu den einflussreichsten Leuten im Filmbiz habe, die ihn schützen. Als weißer Mann mit bekanntem Namen könne man sich eben noch immer alles erlauben ...