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09.02.2018

Drama um Ex-Managerin: McGowan unter Beschuss

Die Familie einer toten Filmproduzentin behauptet, sie sei ein Opfer des Skandals um Weinstein und Rose McGowan.

Drama um Filmproduzentin Jill Messick: Mit nur 50 Jahren nahm sich die zweifache Mutter das Leben. Nun erhebt ihre Familie schwere Vorwürfe. Nachdem sie in den Vergewaltigungsskandal um Harvey Weinstein hineingezogen wurde, sei Messick der Druck zu viel geworden.

Vorwürfe gegen McGowan & Weinstein

Von 1997 bis 2003 arbeitete Messick bei Miramax in der Produktionsleitung und war im Jänner 1997 auch die Managerin von "Charmed"-Darstellerin Rose McGowan, die behauptet zu dieser Zeit von dem Filmmogul vergewaltigt worden zu sein.

Nach dem Tod der Produzentin veröffentlichten ihre Hinterbliebenen nun ein Statement, in dem sie schwere Vorwürfe gegen McGowan und Weinstein erheben.

"Ihren Namen immer wieder in den Schlagzeilen wegen jemandem zu sehen, der Aufmerksamkeit in eigener Sache generieren will, in Kombination mit Harveys verzweifelten Versuchen sich zu verteidigen, war für sie verheerend", zitiert der Hollywood Reporter aus dem Statement ihrer Hinterblieben.

Nachdem McGowan ihr Enthüllungsbuch "Brave" veröffentlichte, in dem sie Details über ihren angeblichen sexuellen Missbrauch durch Weinstein publik macht, kamen auch immer mehr Geschichten über Messick auf: Sie war diejenige, die ein Frühstücksmeeting in Weinsteins Hotelzimmer beim Sundance Festival 1997 organisiert hatte, bei dem McGowan angeblich Opfer von einem sexuellen Übergriff durch den Produzenten geworden ist.

"In den vergangenen Monaten sind viele Frauen mit Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein an die Öffentlichkeit gegangen, darunter auch Rose McGowan, die wiederholt mit der Presse gesprochen und nicht nur gegen ihren mutmaßlichen Angreifer, sondern auch gegen viele andere ausgeteilt hat", heißt es weiter. Messick sei zu einem "Kollateralschaden in einer bereits entsetzlichen Geschichte" geworden.

Nachdem der Skandal publik geworden war, sei Messick regelrecht "schickaniert" worden. Zudem ließ Weinsteins Anwalt eine angebliche E-Mail von Messick veröffentlichen, um den Produzenten zu verteidigen.

Messick habe seit Jahren an Depressionen gelitten. Die "verleumderischen Äußerungen" hätten sie "gebrochen". Sie habe sich aber nicht öffentlich verteidigt, um nicht jenen zu schaden, die die Wahrheit sagten.

Dabei sei es Messick gewesen, die sich für McGowan eingesetzt hatte und ihre Bosse über den Vorfall 1997 informiert hatte. Diese teilten ihr mit, sich der Sache anzunehmen. Bei den Verhandlungen zwischen Weinstein und McGowan sei Messick nicht dabei gewesen.

Hayek drückt Anteilnahme aus

Auch Schauspielerin Salma Hayek, die ebenfalls Vorwürfe gegen Weinstein erhoben hat (

dazu mehr

), trauert um ihre Freundin, die als Produzentin bei ihrem Film "Frida" tätig war. "Ich bin zutiefst traurig wegen dem Verlust von Jill Messick", schrieb Hayek auf Instagram. "Sie setzte sich für Frauen ein, im Kampf gegen Unterdrückung."

Sehen Sie keinen Ausweg? Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu holen. Wo Sie diese finden:

Telefonseelsorge (bundesweit), 142, www.telefonseelsorge.at

Rat auf Draht (bundesweit, für Kinder und Jugendliche), 147, www.rataufdraht.orf.at

Sozialpsychiatrischer Notdienst / PSD ( Wien), 01 / 313 30, www.psd-wien.at/psd

Krisentelefon (NÖ), 0800 / 20 20 16