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18.11.2017

Stipe hatte Angst, sich mit HIV infiziert zu haben

R.E.M-Frontman Stipe erzählt über ein Album, das von seiner Angst vor Aids beeinflusst wurde.

Ganz offen hat Michael Stipe nun erzählt, dass die Angst vor HIV seine Musik stark beeinflusst hat. Der R.E.M.-Sänger litt lange Zeit unter der Angst, sich mit HIV infiziert zu haben, was sich auch auf seine Musik auswirkte.

Das Album "Automatic for the People" aus dem Jahr 1992 wäre wohl ganz anders ausgefallen, hätte er sich zu dieser Zeit nicht mit dem Tabuthema beschäftigt, so der Popstar. In den 80er-Jahren dominierte nämlich die Ansicht, dass homosexuelle Männer besonders gefährdet seien, an AIDS zu erkranken.

Im Gespräch mit der ZeitungThe Sun öffnet erzählt der 57-Jährige über diese schwierige Zeit: "Ich habe fast zehn Jahre lang mit der Angst gelebt, HIV zu bekommen. 1983 wurde von den ersten Fällen in New York berichtet - in den Vierteln, in denen ich den Großtteil meiner Zeit verbracht habe. Dann musste ich mich damit leben, dass ich nicht wusste, ob ich positiv war, bis ich anonym getestet wurde und herausfand, dass ich gesund war. Einige Leute haben angenommen, dass ich krank bin, aber das war ich nicht."

Obwohl letztendlich also noch mal alles gut ausging, waren seine Freunde, Familie sowie die Öffentlichkeit sehr besorgt um ihn, da Stipe zu dem Zeitpunkt sehr dünn war und ein geringes Körpergewicht eines der Symptome der tückischen Krankheit ist. Seine Bandkollegen Mike Mills, Peter Buck und Bill Berry waren eine der ersten, die vom Ergebnis seines Tests erfuhren. Jedoch hätten sie alle nie wirklich gewusst, "wie verängstigt" der Sänger tatsächlich war, so Stipe im Interview. "Ich - wir - haben viele Leute verloren."