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31.08.2017

Was wäre, wenn Diana überlebt hätte?

Mit Charles wäre Diana heute eng befreundet und auf Oscarpartys ein beliebter Gast. Ein neuer Roman knüpft an die Ereignisse vor 20 Jahren an.

Was wäre wenn? Was wäre, wenn Henri Paul sein Lenkrad in der Nacht des 31. August 1997 noch einmal herumgerissen hätte? Wenn Lady Di am 1. September im Hôpital de la Salpêtrière aufgewacht wäre – verletzt, unter Schock, aber stabil?

Die Princess of Wales wäre heute 56 Jahre, so viel steht fest. Und sonst? Von ihrem unzuverlässigen Lover Dodi Al-Fayed hätte sie rasch die Nase voll gehabt. Sie hätte sich mit dem Milliardär Teddy Forstmann verlobt, einen knallharten Ehevertrag unterzeichnet und würde die meiste Zeit in seinem Apartment an der Upper East Side wohnen.

Auch in Hollywood wäre Diana ein gern gesehener Gast – bei der Oscar-Verleihung würde sie etwa den Preis für den besten Dokumentarfilm über Landminen in Kambodscha überreichen. Sie würde so oft wie möglich nach London fliegen, um ihre Söhne – und die beiden Enkel – zu sehen. Mit Ex-Mann Charles wäre sie befreundet – zum Leidwesen von Camilla.

Dieses Bild zeichnet Diane Clehane, New-York-Times-Bestsellerautorin und Royal-Expertin, in ihrem Roman "Imaging Diana" (erschienen bei Metabook, erhältlich als eBook), der rechtzeitig zum 20. Todestag der Prinzessin erscheint.

Die Geschichte beginnt am Tag nach dem Unfall, als Diana aus dem Koma erwacht, und endet in der Gegenwart. " Diana starb an einem Wendepunkt in ihrem Leben", so die Autorin zum KURIER. "Wir wissen jedes Detail über sie – aber nicht, was hätte sein können, wenn sie überlebt hätte. Ich fand es faszinierend, mögliche Antworten auf diese Frage zu finden."

Clehane kam die Idee zum Roman vor zwei Jahren bei einem Mittagessen mit Dianas Bruder Charles Spencer.

Diana-Biografin Tina Brown stellte sich die "Was wäre wenn"-Frage schon 2011, als die Prinzessin ihren 50. Geburtstag gefeiert hätte. In ihrem Essay, erschienen in der Zeitschrift Newsweek, ließ sie Diana (inklusive Fotomontage) wieder auferstehen. Ihre Version der Jahrhundert-Ikone ähnelt jener von Clehane: Nach der Liebschaft mit Al-Fayed hätte Diana noch zwei mal geheiratet, Charles wäre ihr bester Freund und Carole Middleton, Schwiegermutter ihres Sohnes William, eine enge Vertraute. (Schon aus Prinzip hätte sie sich mit dem Middleton-Clan verbündet.)

Sie würde immer noch blendend aussehen, nur hie und da mit etwas Botox nachhelfen. Und Diana würde sich überall auf der Welt für Arme und Kranke einsetzen.

"Für Menschen, die Prinzessin Diana vermissen, ist es natürlich sehr tröstlich, sich zumindest vorzustellen, wie es wäre, wenn sie noch leben würde", erklärt die Psychologin Dunja Radler den Erfolg von Fan-Fiction. "Unserem Gehirn reicht ja die intensive Vorstellung von etwas Positivem, um sich gut zu fühlen - ähnlich wie beim Tagträumen. Wenn wir uns einem Menschen nahe fühlen wollen, der weit weg ist, denken wir an diesen Menschen, beschäftigen uns mit ihm - das hat etwas Tröstliches."

"Man musste ihr nicht neidig sein"

Aber warum zieht die verstorbene Prinzessin zwei Jahrzehnte nach ihrem Tod noch immer so viele Menschen in ihren Bann? Die gelernte Kindergärtnerin erschien als "eine von uns", erklärt die Psychologin:

" Lady Di ging sehr offen mit ihren Problemen um, die wohl vielen Frauen bekannt vorkamen. Das machte es einfach, sich in die 'normale Frau', die in der Prinzessin steckte, hineinzuversetzen, sich ihr emotional nahe zu fühlen, ohne sie jemals getroffen zu haben. Obwohl sie eine echte Prinzessin war, musste man ihr nicht neidig sein"

Happy End

Eine Frage werden sich dieser Tage wohl die meisten Diana-Fans stellen: Wäre sie glücklich? Und wenn ja – was würde sie glücklich machen? "Hätte sie den Unfall überlebt", mutmaßt Diane Clehane, "hätte Diana ihre Unsicherheiten durch die Liebe zu ihren Söhnen und deren Familien überwunden und ihr Lebensglück gefunden." Und so gibt es für Lady Di doch noch ein Happy End – zumindest in den Köpfen der Leser.

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