© APA/GEORG HOCHMUTH

Flüchtlingsposting
07/21/2015

Schweiger gibt Fernsehen Schuld an Shitstorm

Der Schauspieler macht das Fernsehen für beleidigende Kommentare im Netz verantwortlich.

Schauspieler Til Schweiger (51) macht das Fernsehen mitverantwortlich für eine Verrohung im Internet. Im ARD-Nachtmagazin äußerte er sich noch einmal zu seinem Facebook-Streit mit Fans. Viele Leute säßen den ganzen Tag vor dem Fernseher und sähen sich in Realityshows an, „wie sich stumpfe Leute gegenseitig beleidigen, runtermachen, dissen. Und das prallt nicht an einem ab." Und weiter

Schweiger hatte am Samstag einen Hinweis auf eine Spendenaktion des „Hamburger Abendblatts“ für Flüchtlinge geteilt. Daraufhin posteten innerhalb kürzester Zeit Dutzende Menschen ausländerfeindliche Kommentare.

Er will sich weitherin für Flüchtlinge einsetzen, so Schweiger zur ARD. „In dem Moment, wo ich aufhöre, das zu tun, lebe ich nicht mehr in einer Demokratie, das ist ja genau das, was die Leute wollen.“

Rechte Sprüche

Schon gegenüber der 'Bild' zeigte er sich ob der derben und rechtsradikalen Meldungen entsetzt: "Ich habe doch nichts weiter gemacht, als einen Zeitungs-Artikel mit einem Spenden-Aufruf bei Facebook zu teilen. Und der Bitte, das Nötigste, Zahnpasta, T-Shirts oder Unterhosen, zu spenden. Es gibt Flüchtlinge, die haben nichts außer ihr Leben. Ich habe auch schon was gespendet. Wenn man nichts spenden will, ist das ja auch okay. Aber dann sollte man es einfach dabei belassen."
Auf Facebook ließ er seinem Ärger freien Lauf: "Oh Mann - ich hab's befürchtet! Ihr seid zum Kotzen! Wirklich! Verpisst Euch von meiner Seite, empathieloses Pack! Mir wird schlecht!"

Der Schauspieler kann noch immer nicht glauben, und erklärt der Bild Zeitung:

"Für diese Menschen in Deutschland schäme ich mich. Bei uns hat jeder eine Krankenversicherung, jeder bekommt Hartz IV, jeder kann bei uns seine Meinung sagen. Und wir leben in Frieden! Da platzt mir einfach der Kragen."

Und weiter: "All diese Leute sollten einmal selbst erleben, wie es ist, in einem Flüchtlingscamp zu leben - mit der Angst und Belastung, die die Menschen dort erleiden müssen. Deutschland ist eines der reichsten Länder dieser Erde. Nach dem Krieg lag es am Boden und die Amerikaner haben Milliarden in unser Land gepumpt."
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