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09.06.2017

Motsi gibt Modetipps & will mehr "Ubuntu"

Mabuse war Stargast der Vienna Fashion Night. Die Südafrikanerin im KURIER-Interview.

Eines gleich vorweg – ja, sie ist wirklich so sympathisch, wie sie im TV rüberkommt. Der KURIER traf die ehemalige Profi-Tänzerin und langjährige "Let’s Dance"-Jurorin Motsi Mabuse (36) zum entspannten Interview im Hotel Meliá Vienna. Die gebürtige Südafrikanerin adelte als Stargast die "Vienna Fashion Night" in der Wiener Innenstadt. Logisch, dass da auch über Mode geplaudert wurde. "Ich liebe Mode und ich beschäftige mich, seit ich im Fernsehen bin, noch viel mehr damit."

Ihre Modetipps

Tipps gab es auch gleich, denn laut Motsi sollte frau ein Paar perfekt sitzende High Heels besitzen, da sollte auch nicht gespart werden, gute Unterwäsche und eine coole Jacke als "It-Piece" im Kasten hängen haben.

"Privat bin ich aber ein bisschen wie ein ,Tomboy‘ (Mädchen/Frauen, die sich entgegen der gängigen Geschlechterrolle verhalten). Zu Hause habe ich gerne meinen Kapuzenpulli, meine Turnschuhe und große T-Shirts an. Ich trage auch gerne welche von meinem Mann."

Schon verheiratet?

Moment, Mann? So wie Ehemann? Vor Kurzem wurde erst bekannt, dass sie sich mit ihrem ehemaligen Tanzpartner und jetzigen Herzensmenschen, dem ukrainischen Profi-Tänzer Evgenij Voznyuk (33), verlobt hat (die beiden sind seit zwei Jahren ein Liebespaar).

Es hieß, dass die Hochzeit schon im Juni stattfinden soll – im kleinen, aber feinen Kreise. War es denn jetzt schon so weit, hat Motsi bereits "Ja" gesagt? Zumindest trug sie an der rechten Hand, verdeckt von einem großen, ein schmales, goldenes Ringlein.

"Dazu sage ich nix. Alles gut, ich bin glücklich", lachte sie auf eine mögliche Hochzeit angesprochen.

So fröhlich sie auch sonst immer wirkt, gibt es auch dunkle Themen in ihrem Leben. So wurde sie, gerade in letzter Zeit, immer wieder mit Rassismus konfrontiert, regelrecht angefeindet.

Nicht aus Spaß geflüchtet

"Viele Prominente erleben das, aber keiner will wirklich darüber reden, das ist schon ein negatives, aber auch ein sehr wichtiges Thema", so Motsi. "Wir haben im Moment eine Flüchtlingskrise, die uns alle betrifft. Ich verstehe auch die Ängste von allen, ich bin mittendrin. Ich habe auch den deutschen Pass, aber ich denke, wir müssen einfach mehr miteinander reden, mehr über unsere Ängste sprechen und uns mehr austauschen. Es ist momentan einfach so eine aggressive Stimmung und es läuft in die falsche Richtung, da ist einfach kein Dialog. Alle müssen gehört werden, die Europäer, aber auch die Flüchtlinge", appelliert sie.

"Sie sind ja nicht einfach aus Spaß geflüchtet, da leiden und sterben Menschen! Wir können da nicht einfach wegschauen."

Mehr Menschlichkeit - Ubuntu

Und dann erzählte sie von einer afrikanischen Lebensphilosophie, die wir uns alle wirklich zu Herzen nehmen sollten – Ubuntu (bedeutet etwa soviel wie "Menschlichkeit", "Nächstenliebe" und "Gemeinsinn"). "Wir alle zusammen können etwas erreichen. Ich glaube immer noch an das Gute im Menschen", so Motsi, die auch ihre Eltern als große Vorbilder sieht. "Sie haben sehr viel für ihre Träume gekämpft."

Man darf auch nicht vergessen, dass die schöne Tänzerin, die übrigens auch Jura studierte, während des Apartheidregimes in Südafrika aufwuchs.

Aber auch US-Talk-Queen Oprah Winfrey (63) ist für sie eine der ganz Großen. "Sie teilt und gibt so viel, das bewundere ich."