„Maschek“-Trio Ulrich Salamun, Robert Stachel und Peter Hörmanseder (v. li.).

© Eckharter Rainer

Maschek-Premiere
11/22/2013

Bye-bye, Polit-Kasperln!

Wer in der neuen Puppenshow mitreden darf & wer gehen muss.

von Nina Ellend

Die (Real-)Politiker wissen noch nicht, mit wem sie nun Hand in Hand ins neue Jahr spazieren wollen. Die Politkasperln der berühmten „maschek“-Puppensatire hingegen wollten nicht länger warten und boten bei der Premiere ihrer vierten Staffel im Wiener Rabenhof-Theater eine überraschende Besetzung auf.

„Wir haben gerade noch rechtzeitig ein paar neue Kasperln ins Programm mit aufnehmen können“, verriet Robert Stachel, der wieder mit Peter Hörmanseder und Ulrich Salamun die Synchronstimmen der Volksvertreter nachempfindet. „Spindelegger, Strache und Neos-Chef Strolz sind erstmals dabei. Die Idee ist, dass alle Parteivorsitzenden mit Promis wie Niki Lauda nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel landen und mit der Situation umgehen müssen.“

Maria Fekter etwa trete in „Bye-bye, Österreich“ nicht mehr als Finanzministerin in Erscheinung: „Sie hat nur eine kleine Rolle, bis sie ganz verschwindet.“ Wissen da die Masterminds, quasi von der „maschek“-Seite, mehr als all die Polit-Auguren? Stachel: „Nein, leider. Wir haben keine Insider-Tipps bekommen. Wir wissen nicht einmal, ob die Nummer hält. Eventuell müssen wir was ändern.“

Bis Ende 2014 hat sich das Trio mit Puppen-Designer Gerhard Haderer, der erstmals mit Tochter Sigrid Cakir für die Bühnen-Ausstattung verantwortlich zeichnet, „mit Haut und Haaren“ dem Rabenhof ausgeliefert: „Von 100 Vorstellungen sind die ersten 30 schon sehr gut gebucht.“

Die tatsächlichen Vor-Bilder – wie KanzlerFaymann,StronachoderGlawischnig – wurden zur Premiere eingeladen,allerdings wollten sichnurMatthias Strolz und der GrünePeter Pilz das antun.

„Wir versuchen, eine gesunde Distanz zu den Persiflierten zu halten. Alles andere würde uns angreifbar machen“, so Stachel. Beschwert habe sich in all den Jahren noch niemand: „Das wär’ das größte Geschenk – dann kämen noch viel mehr Leute!“