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17.03.2018

Madeleine: Vorwürfe wegen Sonderbehandlung bei Geburt

Prinzessin Madeleine soll bei der Entbindung ihres dritten Kindes vom Spital bevorzugt worden sein.

Die Freude über die Geburt von Prinzessin Adrienne Josephine Alice von Schweden wird durch negative Schlagzeilen getrübt: Prinzessin Madeleine wird von schwedischen Medien vorgeworfen, im Krankenhaus bei der Geburt ihres dritten Kindes eine Sonderbehandlung erfahren zu haben.

Madeleine bei Geburt bevorzugt?

"Während andere Frauen im Taxi oder auf einer chaotischen Station entbinden müssten, kann sich Madeleine einen eigenen Kreissaal mit Ärzteteam kaufen", kritisierte Lisa Bjurwald, Vertreterin der Republikanischen Vereinigung, beim Sender "SVT" die Bevorzugung der Königstochter.

Trotz eines gut funktionierenden Gesundheitssystems fehle es in ganz Schweden an Entbindungsstationen, Krankenhausplätzen und Hebammen. Werdende Eltern müssen zum Teil 100 bis 200 Kilometer bis zur nächsten Klinik fahren. Nicht selten werden wegen der langen Anfahrtszeiten Kinder im Taxi zur Welt gebracht. Werdende Mütter werden von ihren Hebammen deswegen sogar darüber instruiert, wie sie sich in solchen Situationen zu verhalten haben.

Madeleine, die ihre jüngste Tochter vergangenen Freitag im Danderyds-Krankenhaus in Stockholm zur Welt gebracht hat, wird vorgeworfen, bei dem ohnehin schon knappen Bestand anderen werdenden Müttern den Platz weggenommen zu haben.

Gleich mehrere Quellen bestätigen gegenüber der Zeitschrift Expressen, dass für die Prinzessin, die für die Geburt eigens aus ihrer Wahlheimat London nach Schweden angereist war, einer oder mehrere Räume freigehalten worden waren.

Während der schwedische Hof zunächst erklärte, dass Madeleine bei der Geburt keine Sonderbehandlung erhalten habe, räumt die Klinik nun in einem Statement ein, dass die Prinzessin bei der Entbindung tatsächlich bevorzugt wurde.

"Öffentliche Personen, für die ein Sicherheitsrisiko besteht, wie Mitglieder des Königshauses, (...) erhalten einen bevorzugten Platz bei der Entbindung", erklärte die Pressesprecherin des Danderyd Krankenhauses.

Der Palast betont aber, dass für die Geburt von Madeleines Tochter keine anderen Frauen abgewiesen werden mussten.

"Nach meiner Information gab es mehrere Entbindungsplätze, als Prinzessin Madeleine dort war, und sie nahm niemandem den Platz weg. Die Prinzessin fuhr ins Krankenhaus, um ihr Kind zu bekommen, ebenso wie es das Recht aller anderen Mütter ist", erklärt Hofsprecherin Margareta Thorgren.

Das Königshaus hatte bereits vor der Geburt verkündet, dass Madeleine und ihr Mann Chris O'Neill die Entbindung aus eigener Tasche bezahlen werden. "Da Prinzessin Madeleine und ihre Familie keinen Wohnsitz in Schweden haben, werden sie die Kosten für die Entbindung und die anschließenden Klinikaufenthalt aus privaten Mitteln bestreiten", hieß es in einer Pressemitteilung.