Loos-Bar: Zu Gast im Promi-Wohnzimmer

Die Loos Bar wird von Gästen auch als gemütlichste Zündholzschachtel der Welt bezeichnet. Geschäftsführerin Marianne Kohn lenkt seit 1995 die Geschicke der Kult-Bar.
Foto: Werk

Neues Buch: Warum die VIPs seit mehr als 100 Jahren in die Loos-Bar gehen, Udo Proksch dort seine Waffe zückte und Quentin Tarantino sich verliebte.

Unter Platzangst darf hier keiner leiden: Denn wer die Loos-Bar besucht, kann sich auf eine lauschige Nacht "auf Tuchfühlung" freuen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Schnell kommt man einander im Gedränge auf 27 Quadratmetern - mitunter auch ungewollt - näher. Das scheint aber nur einer der Gründe zu sein, weshalb sich nicht nur die prominente Wiener Szene dort gerne trifft, sondern auch schon internationale Stars wie John Malkovich, Mick Jagger, Angelina Jolie und Brad Pitt da waren.

"Promis kommen gerne zu uns, weil sie bei uns weder angestarrt, noch nach Autogrammen gefragt werden. Sie werden wie andere Gäste behandelt", erzählte Marianne Kohn, die die Geschicke der kleinen Kult-Bar in Wien seit 1995 lenkt. Auch Hollywood-Star Jude Law , der vor Kurzem für Dreharbeiten in Wien war, stand plötzlich im Gedränge: "Es hat ihm nichts ausgemacht. Er wollte gar nicht sitzen."

In Begleitung von Lila Schwarzenberg und Drehbuchautor Peter Morgan genoss er die Atmosphäre und bestätigte: "Das ist die schönste Bar, die ich je gesehen habe." Regisseur Quentin Tarantino fühlte sich beim Bar-Besuch ebenfalls so wohl, dass er seinen Wien-Aufenthalt gleich um eine Woche verlängerte. Grund dafür war nicht nur die Nähe zur Wiener Staatsoper (er ist Opern-Fan), sondern eine Bar-Dame, die ihm den Kopf verdreht hatte.

Als die ,American Bar' unterirdisch noch mit dem Rotlicht-Club ,Chez Nous' verbunden war, sorgte ein anderer Gast für Gesprächsstoff: Udo Proksch schoss aus unbekanntem Grund in die Decke des von Adolf Loos 1908 gestalteten Lokals. Die Einschusslöcher sind heute noch zu sehen. Mehr Anekdoten und die besten Cocktail-Rezepte des Hauses hat Autorin Elisabeth Patsios im neuen "Loos-Bar-Buch" (D+R Verlag, Euro 28,50) zusammengefasst.

(kurier) Erstellt am
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