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16.03.2018

Kutcher & Kunis: Radikale Erziehungsmethoden

Ashton und Mila wollen ihren Kindern ihr Vermögen nicht vererben.

Während Stars wie Beyonce oder Tamara Ecclestone ihren Nachwuchs in purem Luxus aufwachsen lassen, wollen Ashton Kutcher und Mila Kunis ihre Kinder Wyatt und Dimitri möglichst bodenständig erziehen. Aus diesem Grund sollen diese auch nicht das Vermögen ihrer Eltern vererbt bekommen.

Kutcher: "Unsere Kinder erben nichts"

Bereits im Oktober vergangenen Jahres haben Mila und Ashton verraten, dass es für ihre Kinder auch keine Weihnachtsgeschenke gebe. "Wir ziehen keine Idioten groß. Es gibt genug Idioten da draußen. Da müssen wir nicht noch mitwirken. Die Kinder freuen sich nicht mehr über das eine Geschenk. Sie wissen gar nicht mehr, was sie überhaupt erwarten sollen", hatte das Paar damals gegenüber Entertainment Tonight erklärt.

Und das, obwohl das Vermögen von Kutcher allein auf rund 200 Millionen Dollar geschätzt wird. Lukrativ war nicht nur sein Job als Charlie Sheen-Nachfolger in "Two and a Half Men". Der 40-Jährige entpuppte sich außerdem als gewiefter Geschäftsmann: Den Wert von Unternehmen wie Uber, Airbnb, Spotify und Skype erkannte Kutcher früh. Mit seinem Partner Guy Oseary verwandelte er so 30 Millionen Dollar in über sechs Jahren in 250 Millionen Dollar, wie das Wirtschaftsmagazin Forbes im Frühjahr 2016 berichtete.

Mama Mila muss sich mit ihrem Vermögen ebenfalls nicht verstecken. Sie soll um die 45 Millionen auf dem Konto haben.

Für die beiden Schwerverdiener aber offenbar kein Grund, ihren Nachwuchs zu verwöhnen. Weswegen ihre Kinder auch nichts erben sollen.

"Wir werden unser Geld an wohltätige Zwecke spenden", erzählte Kutcher nun beim "Podcast Armchair Expert" mit Dax Shepard.

Sollten Wyatt oder Dimitri eines Tages einen "guten Businessplan" haben, werde er investieren. "Aber sie bekommen keine Treuhandfonds."

Auf die Entscheidung des Paares gibt es unterschiedliche Reaktionen. Während einige Fans es gut finden, dass Kutcher und Kunis ihre Kinder nicht "zu Paris Hilton" werden lassen, bekritteln andere den Geldentzug als zu radikal. "Ihre Kinder werden einfach denken, dass sie ihnen egal sind", lästert unter anderem ein Fan im Netz.

Mila Kunis und Ashton Kutcher selbst mussten für ihren Ruhm hart arbeiten. Während der "Bad Moms"-Star zusammen mit seinen Eltern aus der Ukraine in die USA ausgewandert ist, stammt auch Kutcher aus bescheidenen Verhältnissen. Er musste sich früher unter anderem als Reinigungskraft sein Geld verdingen, bevor er von einem Talentsucher entdeckt wurde.

Aus dem Archiv:

Diese Stars sind aus ihrer Heimat geflüchtet

Diese Stars sind aus ihrer Heimat geflüchtet

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Rita Ora Sängerin Rita Ora kam 1990 als zweitjüngstes Kind albanischer Eltern in Pristina, im ehemaligen Jugoslavien, zur Welt. Kurz nach ihrer Geburt floh ihre Familie während des Balkankriegs nach London.

Wie Ora in einem Interview verriet, musste ihre Familie in den Anfangsjahren ums Überleben kämpfen und sich ein einziges Zimmer teilen. "Als Flüchtling willst du nicht hören: 'Hau ab!". Du willst doch nur, dass dir die Menschen helfen“, so Rita Ora, die heute ein erfolgreicher Popstar ist.  

Andy Garcia Als die Amerikaner 1961 Kuba angriffen, floh der damals 5-jährige Andy Garcia zusammen mit seinen Eltern aus Kuba nach Miami. Noch heute setzt sich der Hollywoodstar ("Scarface") für sein Heimatland und den demokratischen Wandel in Kuba ein.  

Amal Clooney Heute ist Amal Clooney erfolgreiche Menschenrechtsanwältin und verheiratet mit Hollywood-Star George Clooney. 1982 floh sie mit ihren Eltern während des Bürgerkriegs im Libanon nach Europa. "Wir hatten Glück, von einem europäischen Land aufgenommen worden zu sein", so die 38-Jährige.

Jackie Chan Jackie Chan ("Rush Hour") hat als Komödien- und Action-Star Berühmtheit erlangt. Als Kind wuchs er jedoch in ärmlichen Verhältnissen auf. Während des chinesischen Bürgerkriegs flüchtete seine Familie in die britische Kolonie Hong Kong, wo sie zunächst in Armenvierteln wohnte.

Im Alter von sieben Jahren wurde Jacky Chan von seinen Eltern auf die China Drama Academy geschickt. Sie selbst nahmen jedoch Arbeit in Australien an und wanderten aus. Jackie Chan folgte ihnen erst nach seinem Schulabschluss.  

M.I.A. Sängerin M.I.A. ("Paper Planes") wurde unter dem Namen Mathangi Arulpragasam in London geboren. Als sie sechs Monate alt war, wanderten ihre Eltern nach Sri Lanka aus. Nachdem dort 1983 der Bürgerkrieg ausgebrochen war, floh die damals knapp 10-Jährige mit ihrem Bruder und ihrer Mutter nach London.

Dort fand das Trio fand in einer Sozialwohnung ein neues Zuhause, während M.I.A.s Vater in Indien blieb, um sich als Friedensvermittler einzusetzen. In ihrer neuen Heimat musste M.I.A. aber natürlich erst Englisch lernen. Erst  später entdeckte sie ihre Liebe zur Musik.

Waris Dirie Das Schicksal von Model Waris Dirie wurde unter dem Titel "Wüstenblume" verfilmt: Dirie wurde mit 5 Jahren beschnitten. Als sie mit 13 zwangsverheiratet werden sollte, floh sie durch die Wüste nach Mogadischu und gelangte von nach London. Heute ist sie unter anderem als Menschenrechtsaktivistin tätig.  

Gloria Estefan Latino-Popstar Gloria Estefans Eltern flüchteten kurz nach ihrer Geburt 1958 vor der Kubanischen Revolution, durch die Diktator Fidel Castro an die Macht kam, in die USA. 1984 gelang Estefan mit ihrem Hit "Dr. Beat" der Durchbruch.  

Wyclef Jean "The Fugees" machten Wyclef Jean bekannt. Heute ist der Rapper auch als Songwriter und Produzent erfolgreich. Doch auch Jean blickt auf eine bewegende Vergangenheit zurück: Als Kind flüchtete er zusammen mit seinen Eltern von Haiti in die U.S.A.

Seine Heimat liegt ihm aber noch immer am Herzen: Nachdem der Inselstaat 2010 von einem Erdbeben erschüttert wurde, sammelte Wyclef Jean Spendengelder für Haiti. Später wollte er in seiner Heimat sogar als Präsident kandidieren, erfüllte aber nicht alle Voraussetzungen.  

Mika Sänger Mika ("Grace Kelly") ist als drittes Kind einer libanesischen Mutter und eines amerikanischen Vaters in Beirut zur Welt gekommen. 1984 floh seine Familie zuerst nach Paris und dann nach London vor dem Bürgerkrieg im Libanon.

Doch auch in der neuen Heimat hatte Mika Probleme: Als Legastheniker wurde er als Kind von seinen Mitschülern gehänselt.  

Jerry Springer Jerry Springer ist einer der bekanntesten Moderatoren in den U.S.A. Doch auch er kam nach eigenen Angaben als "armer Flüchtling" nach Amerika. Der Sohn jüdischer Flüchtlinge kam ursprünglich 1944 zur Welt - in einer Londoner Ubahn-Station, während eines Bombenangriffs.

Bob Marley Auch Reggae-Ikone Bob Marley verließ seine Heimat Jamaika unfreiwillig: 1976 drangen Unbekannte in sein Haus ein und verletzten ihn, seine Frau Rita und seinen Manager durch mehrere Schüsse. Bob Marley und seine Frau überlebten das Attentat, flüchteten aber bald darauf nach London.