Iman mit ihrem Mann David Bowie

© Reuters/LUCAS JACKSON

Frau von David Bowie
07/25/2015

Erstes schwarzes Supermodel: Iman wird 60

"Ich könnte jetzt auch in einem Flüchtlingslager leben", so das Model aus Somalia.

Die Somalierin wurde in den 70er Jahren zufällig auf der Straße entdeckt - Heute meint sie: "Ich könnte jetzt auch in einem Flüchtlingslager leben"

Sie verlangt 8000 Dollar für ihr erstes Foto

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dapd
dapdModel Iman arrives at the Metropolitan Museum of Art Costume Institute gala, Monday, May 2, 2011 in New York. (AP Photos/Peter Kramer)
Der entscheidende Moment im Leben von Iman Mohamed Abdulmajid ereignete sich auf den Straßen von Kenias Hauptstadt Nairobi. 1975 entdeckte der US-Modefotograf Peter Beard die junge Studentin im Menschengewusel und bat sie um ein Bild. Iman willigte ein - und verlangt 8.000 Dollar dafür, ihre gesamten Studiengebühren.

"Was hätte schon passieren können? Er hätte höchstens Nein sagen können", erinnerte sie sich jüngst im britischen "Guardian".

"Wenn man nicht fragt, bekommt man auch nichts. Das hat mir meine Mutter beigebracht."
Diplomatentochter
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APA/EPA/JASON SZENES
USA AMFAR NEW YORK GALA
epa04615322 Somali fashion model Iman Abdulmajid attend the amfAR New York gala at Ciprani Wall Street in New York, USA, 11 February 2015. The charity event benefits the Foundation's AIDS research programs. EPA/JASON SZENES
Beard bekommt sein Foto von der schlanken Schönheit mit dem längst berühmt gewordenen langen Hals. Für die 1955 in Mogadischu als Tochter somalischer Diplomaten geborene Iman ist es der Grundstein für eine Weltkarriere, die sie zur Mode-Ikone und zum ersten schwarzen Supermodel machen wird.

Großes Glück sei das Zufallstreffen mit Beard gewesen, da ist sich die inzwischen nur noch unter ihrem Vornamen bekannte Iman, die am kommenden Samstag (25. Juli) 60 Jahre alt wird, sicher. Es hätte auch eine andere Straße und ein anderes Mädchen sein können.

"Dann könnte ich jetzt in einem Flüchtlingslager sein. Es gibt Menschen, die seit 20 Jahren in Flüchtlingslagern leben, und ich könnte eine von ihnen sein."
Heiratet David Bowie
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AP/Chris Pizzello
BOWIE IMAN
FILE--Rocker and film star David Bowie chats with his wife, supermodel Iman, before receiving the 2,083rd star on the Hollywood Walk of Fame in the Hollywood section of Los Angeles, in this Feb. 12, 1997, file photo. Bowie and Iman said Sunday, Feb. 13, 2000, in London, that they are expecting their first child in August. (AP Photo/Chris Pizzello, File)
Imans Leben aber ist das genaue Gegenteil davon: Eine jahrelange Laufstegkarriere, Auftritte in Hollywood-Filmen, Bücher und mehrere Mode- und Kosmetikunternehmen haben sie reich werden lassen. Mit ihrem Ehemann, der Musik-Ikone David Bowie, und der gemeinsamen Tochter lebt die immer noch schlank und strahlend aussehende Iman in einer Luxuswohnung in Manhattan - ganz bescheiden und privat, wie sie betont.
"David ist ein noch größerer Stubenhocker als ich. Ich gehe immerhin noch ab und zu auf Partys. Es gibt einfach nichts, was er noch nicht gesehen hat. Er war schon auf allen Partys, die es gibt."

Das Paar ist seit 1992 verheiratet. Aus einer früheren Ehe hat Bowie einen Sohn. Iman war bis Ende der 80er-Jahre mit dem Basketball-Profi Spencer Haywood verheiratet und bekam von ihm 1978 eine Tochter. Wie sie nun ihren Geburtstag feiern wird, verrät ihr Management auf Anfrage nicht.

Vorurteile
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REUTERS/LUCAS JACKSON
Singer Bowie arrives with his wife Iman to attend
Singer David Bowie arrives with his wife Iman to attend the Council of Fashion Designers of America (CFDA) fashion awards in New York June 7, 2010. REUTERS/Lucas Jackson (UNITED STATES - Tags: ENTERTAINMENT FASHION)
Als erstes schwarzes Supermodel musste Iman gegen viele Vorurteile ankämpfen. "Ich habe das nie verstanden. Die Menschen nannten mich das "schwarze Model". In meinem Land waren alle schwarz, also hat niemanden den anderen schwarz genannt. Das war neu für mich. Ich habe doch die selbe Arbeit gemacht wie andere. Warum sollte ich dafür weniger Geld bekommen?", sagte sie einmal dem britischen "Guardian".
Heimat Somalia

Heute setzt sie sich für eine größere Akzeptanz schwarzer Models ein und engagiert sich auch für ihr kriselndes Heimatland Somalia, dessen Schicksal sie traurig stimmt. "Das Somalia, in dem ich groß geworden bin, gibt es nicht mehr." Inzwischen fühle sie sich "absolut als New Yorkerin".

Von den Laufstegen hat sich Iman, die für zahlreiche Haute Couture-Marken und bekannte Fotografen arbeitete, schon Ende der 80er-Jahre zurückgezogen. "Ich bin eines Morgens aufgewacht und es gab die Naomis und die Lindas und alle anderen", sagte Iman einmal in einem Interview mit Bezug auf ihre Kolleginnen Naomi Campbell und Linda Evangelista. "Das war es dann für mich."

Viele Partys im "Studio 54"
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REUTERS/CARLO ALLEGRI
Supermodel Iman Abdulmajid arrives for the Council
Supermodel Iman Abdulmajid arrives for the Council of Fashion Designers of America Awards (CFDA) at Lincoln Center in New York June 2, 2014. REUTERS/Carlo Allegri (UNITED STATES - Tags: ENTERTAINMENT FASHION)
Iman galt stets als perfektionistisch und extrem diszipliniert - aber sie feierte auch gerne. Im legendären New Yorker Nachtclub "Studio 54" habe sie "alles mitgemacht", sagte sie einmal dem Magazin "Harper's Bazaar".
"Gerettet hat mich, dass ich immer wusste, wann ich die Party verlassen muss."

Ohne Oberteil ließ sie sich nur einmal fotografieren. "Wenn meine Eltern zu Besuch kommen, verstecke ich die Fotos unter dem Bett."

Aber auch im fortgeschrittenen Alter arbeitet Iman immer noch hin und wieder als Model - und sieht nach wie vor makellos aus.

"Ich glaube an Glamour und pflege meine Eitelkeit. Ich verlasse mich nicht nur auf meine Gene. Das gute Aussehen ist eine Verpflichtung gegenüber sich selbst und anderen. Perücken, High Heels, Pilates oder auch Schönheitsbehandlungen - was auch immer wirkt."
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AP/Evan Agostini
Iman
Model Iman guest hosts on SiriusXM's Martha Stewart Living Radio on Tuesday, Jan. 25, 2011 in New York. (Foto:Evan Agostini/AP/dapd)
Eine ganze "Gruppe von Leuten" kümmere sich jeden Tag um ihr Aussehen, gibt Iman offen zu. Die Schönheit hat schließlich noch viel vor. "Ich mag es zu arbeiten", sagte sie jüngst dem "Guardian". "Was wäre denn die Alternative? Zu Hause zu sitzen und Zuckerln zu lutschen?"
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