Stars
02.08.2017

Star-Auflauf: Die vielversprechendsten Hochglanz-Serien

Kino-Stars wie Naomi Watts und Pierce Brosnan versuchen sich jetzt auch in Hochglanz-Serien.

Schon seit einigen Jahren tummeln sich immer mehr Leinwand-Ikonen wie Nicole Kidman (Big Little Lies), Jeremy Irons (Die Borgias) oder Jane Fonda (Grace and Frankie) im Serienfach. Die Zeiten, in denen es die hochkarätigen Drehbücher nur im Kino zu finden gab, sind längst vorbei. Jetzt gibt es eine Welle an Neuzugängen von Hollywoodstars, die sich im TV und auf Streamingdiensten beweisen wollen.

Sogar Ex-James-Bond Pierce Brosnan (64) ist in Serie gegangen und gibt in "The Son" das Familienoberhaupt der McCulloughs, die durch Brutalität zum mächtigsten Clan in Texas aufsteigen. Die starke Performance der Hauptdarsteller wurde wohlwollend aufgenommen, eine zweite Staffel vom Sender AMC bereits bestätigt.

Ob Naomi Watts (48) als Psychologin nach den ersten zehn Folgen von "Gypsy" auch weiterarbeiten darf, ist dagegen noch nicht klar. Die Netflix-Produktion, in der Therapeutin Jean Holloway aus ihrem intakten, aber langweiligen Familienleben ausbricht und sich nachts in (sexuelle) Abenteuer stürzt, erhielt gemischte Kritiken.

Auf ganzer Linie überzeugen konnte der nur langsam an Spannung gewinnende Plot nicht, Watts aber kann ihre Schauspielkünste unter Beweis stellen.

Ihr Kinokollege Jason Bateman (Kill The Boss) dagegen hat mit "Ozark" einen düsteren Hit gelandet, der seit Ende Juli auf Netflix abgerufen werden kann. Bateman, der dank "Arrested Development" bereits TV-Erfahrung vorweisen kann, hat sich die neue Serie über einen scheinbar biederen Finanzberater auf den Leib geschrieben. Er ist nicht nur der Hauptdarsteller in der Story um krude Geschäftspraktiken einer Durchschnittsfamilie, sondern auch ausführender Produzent und Regisseur der ersten vier Folgen. Viele vergleichen "Ozark" schon jetzt mit der Kultserie "Breaking Bad", nur ohne Crystal Meth, dafür mit mehr Geldwäsche.

Auf einen derartigen Erfolg hoffen auch Maggie Gyllenhaal (39) und James Franco (39), die ab September im Sündenpfuhl "The Deuce" zu sehen sind. Gyllenhaal spielt eine Prostituierte, Franco einen Bar-Mann in New York der 70er-Jahre, wo Pornos und käuflicher Sex gerade ihren großen Hype erfahren.

Die extrem stylische HBO-Serie kann schon vor ihrem Start mit einer großen, sehnsüchtig wartenden Fan-Schar aufwarten - nicht zuletzt weil David Simon als Produzent mitmischt, der schon die vielgelobte Serie "The Wire" zu verantworten hatte.

Ganz witzig könnte die neue Sitcom vom Chuck Lorre (Big Bang Theory) werden, in der "Grüne Tomaten"-Star Kathy Bates ihren eigenen Cannabis-Shop in Los Angeles bekommt. Netflix-Start von "Disjointed" ist am 25. August.