Star auf Red Carpets: Dagmar Koller

© KURIER/Rainer Eckharter

Dagmar Koller
08/26/2014

Dagmar Koller: "Wollte nie gesichtslos sein"

Die Einzigartige über ihren 75. Geburtstag, Träume und Einsamkeit.

Die ursprünglich geplante Party in Wien hat Dagmar Koller auf Herbst verschoben. Lieber genießt die Bühnen-Ikone, die heute ihren 75. Geburtstag feiert, Sonne, Meer und Strand in Portugal. "Mein Fest ist es, jeden Tag gesund aufzustehen und zu leben", so Koller, die in kleinem Rahmen, in ihrem Lieblingslokal an der Algarve, auf ihr Jubiläum anstößt. Der Talk.

KURIER: Einige Prominente sind nicht ehrlich, wenn es um ihr Alter geht. Haben Sie je damit spekuliert, sich jünger zu machen?Dagmar Koller: Nein, weil man mich in den Zeitungen ja immer daran erinnert hat, wie alt ich bin. Eine Lüge wäre also aufgeflogen (lacht). Nur als ich in Amerika gespielt habe, hat man mich jünger gemacht, weil ich so kindlich aussah. Aber als ich in das Leben des Helmut Zilk kam, waren wir immer ganz ehrlich. Er wollte keine so viel jüngere Frau.

Sie haben Zeit Ihres Lebens Schönheits-Eingriffe gemieden. Haben Sie das je bereut?

Nein, ich hatte das Glück, mir lange eine jugendliches Aussehen zu bewahren. Als die Falten – vor allem durch das viele Bühnen-Make-up – kamen, konnte ich gut damit leben. Ich wollte nie gesichtslos sein. Viele Frauen sehen jung aus, sind aber im Wesen alt. Ich habe mir Kindlichkeit bewahrt und lebe von meinen Träumen.

Wovon träumen Sie denn?

Im Moment davon, das Kapitänspatent zu machen. Dann miete ich mir ein Boot und fahre hinaus aufs Meer.

Mit wem wollen Sie die Meere erobern?

Es wird sich bestimmt ein junger Kollege finden (lacht).

Sie sind seit dem Tod von Helmut Zilk alleinstehend. Stimmt Sie das traurig?

Ich fühle mich zum Glück gar nicht allein, weil sich so viele Leute um mich kümmern. Nur am Wochenende in Wien, wenn meine Freunde in ihren Wochenendhäusern sind, erlebe ich manchmal einsame Momente. Aber ich schmiede für jeden Tag Pläne und lasse mich nicht gehen.

Gibt es etwas in Ihrem Leben, woran Sie sich ungern erinnern?

Eigentlich nicht, weil ich alles, was ich tat, gerne tat. Ich hatte auch in meinem Liebesleben Glück und immer gute Partner. Auch wenn meine Beziehungen vor Helmut nie lange dauerten, wegen meines Berufs.

Stichwort Beruf: Fehlt es an neuen Gesichtern und Stars im Genre des Musicals?

Absolut, weil es an guten Musicals fehlt! Heute sind die Stücke auf Ensemble-Rollen aufgebaut, die meist austauschbar sind. "Mary Poppins", das im Herbst Premiere feiert, könnte wieder einmal ein Highlight sein, man wird sehen. Mir wurde ja die Rolle der Vogelfrau angeboten, aber ich habe abgesagt, weil ich mich um mein Haus in Portugal kümmern musste.

Würden Sie gerne noch einmal eine Hauptrolle spielen?

Die müsste mir auf den Leib geschrieben sein. Auf keinen Fall will ich, dass die Leute sagen: Die Arme muss sich so anstrengen!

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