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05.12.2011

"Bin noch immer der kleine Rebell"

KURIER.at traf "Austria's next Topmodel" zum Interview. Larissa Marolt über Modetrends, ihre Berühmtheit und kreischende Mädchen.

Wenn man Larissa Marolt trifft, vergisst man immer wieder wie jung die Kärntnerin noch ist. Im Juli feierte sie ihren 17. Geburtstag - doch ihr unerschütterliches Selbstbewusstsein hält sich nicht an ihr Alter.
Im Rahmen des "Fashion Day" im Columbus Center war sie gemeinsam mit dem Choreograf Bruce Darnell Stargast.
Kreischende Mädchen waren die Folge, als Larissa auf den Laufsteg trat. Während seine Tochter in der Menge badet, wird es Larissas Vater Heinz Anton Marolt in solchen Momenten ganz anders zumute.

"Ich bin bei Auftritten immer gerne dabei und habe dann einen wachsamen Vater-Blick auf das Ganze. Wenn so viele Menschen da sind, hat man als Vater manchmal ein ungutes Gefühl, ob da nicht doch einer dabei ist, der Larissa nicht so freundlich gesonnen ist. Das kommt halt der Beschützer heraus", erzählt Heinz Anton Marolt, der sehr stolz auf den Erfolg seiner Tochter ist. Vor allem schätzt er, dass "Larissa trotzdem so natürlich geblieben ist."

KURIER.at hat "Austria's next Topmodel" in einer ruhigen Minute - die sie an solchen Tagen wie des "Fashion Day" nur sehr selten findet - zum Interview getroffen.

Larissa, wie geht's dir, wenn du am Laufsteg bist und hunderte kleine Mädchen zum Kreischen anfangen?
Super geht's mir. Mein Gehör ist auch noch ganz (lacht), es ist ein tolles Gefühl. Da denkt man sich immer wieder, es hat sich gelohnt, was man gemacht hat und man muss es echt nicht bereuen.

Ist dir am Laufsteg schon mal etwas Peinliches passiert?
Mir passiert so oft etwas Peinliches, ich kann das gar nicht aufzählen … Aber auf dem Laufsteg, klar bin ich schon einmal ausgerutscht, aber das hat zum Glück nicht jeder gesehen. Aber sonst muss ich sagen bin ich sehr geschickt, was das Laufen angeht. Ich habe mich seit "Germany's next Topmodel" auf jeden Fall gebessert.

Kommen wir zum Thema Mode - welche Trends an Frauen oder Männern findest du ganz furchtbar?
Das ist schwierig zu sagen, in der Mode ist alles erlaubt. Auch wenn man oft hört "Das ist ein No-Go". Aber in der Mode kann man so kreativ sein, da kann man sich so vieles erlauben, es kommt immer auf die Kombination an. Ein Mann kann etwa sehr weite Hosen anhaben und damit sexy aussehen; er kann aber auch eine Leggings anhaben und gut aussehen. Man muss sich einfach etwas trauen.

Was ist das absolute Must-Have in dieser Saison?
Stiefeletten werden wieder total in. Aber ich gehe nicht nach Modetrends, ich ziehe das an, was mir gefällt und ich kreiere meinen eigenen Stil. Ich würde sehr gerne die Mode vorgeben, vielleicht kommt es ja einmal dazu (lacht).

Würdest du gerne selbst designen? Können wir schon bald mit einer Larissa Marolt-Kollektion rechnen?
Naja, zum designen fehlt mir wahrscheinlich die ruhige Hand. Die Ideen hätte ich schon …

Hättest du die Wahl, selber eine Modeschau zu organisieren, was würdest du anziehen?
Einen Mix aus Engel und Teufel, unschuldig und doch sexy. Ich finde diese Kombination genial. Und natürlich Highheels. Die gehören zu jeder Frau dazu.

Wie geht es dir damit, plötzlich berühmt zu sein? Vor allem Kärnten ist ja nicht gerade für seine Offenheit bekannt …
Natürlich ist es eine Umstellung, man kann sich nicht mehr alles erlauben. Man ist ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, man sollte ein Vorbild sein. Aber ich habe mich trotzdem nicht verändert, ich bin noch immer der kleine Rebell geblieben. Aber natürlich geht man mit dem Gewissen raus, es könnte irgendjemand ein Foto von dir machen.

Ist das Hotel deiner Eltern jetzt noch besser gebucht? Kommen Leute, nur weil sie dich sehen wollen?
Da ich den ganzen Sommer fast die ganze Zeit in London war kann ich dazu gar nicht viel sagen. Nur dass es wunderschön bei uns ist und die Urlauber sollte es zu uns ziehen. Aber nicht wegen mir, sondern wegen dem See. (Anm. Klopeiner See in Kärnten)

Du warst ja in London. In wieweit unterscheidet sich Wien von London - style-mäßig betrachtet?
In London gibt es modisch gesehen kein No-Go. Da läuft jeder so herum wie es ihm gefällt, und das ist genau das, was ich liebe. Ein Mensch geht seinem eigenen Stil nach, er geht nicht nach Gruppen.