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15.12.2017

Prinz Laurent: Weniger Geld für den "Rebellen-Prinz"

Der Bruder von König Philippe war in der Vergangenheit mehrfach negativ aufgefallen.

Dem belgischen Prinzen Laurent droht nach mehreren Fehltritten eine saftige Kürzung seiner Bezüge für das kommende Jahr. Die Regierung schlug dem Parlament am Donnerstag vor, 15 Prozent weniger zu überweisen, wie Ministerpräsident Charles Michel am Rande des EU-Gipfels in Brüssel bestätigte. Dies könnte einem Betrag von rund 47.000 Euro entsprechen.

Der Bruder von König Philippe war in der Vergangenheit mehrfach negativ aufgefallen. Ende Juli nahm er an einer Feier zum 90-jährigen Bestehen der chinesischen Armee in der Botschaft des Landes teil. Ein Foto, das ihn und andere Teilnehmer beim Anschneiden eines Kuchens zeigte, verbreitete er selbst über seinen Twitter-Account. Heikel dabei: Laurent darf ausländische Würdenträger nur mit Erlaubnis der Regierung treffen - doch darum hatte er nicht gebeten.

Erst im Jänner hatte Michel dem Prinzen nach einer Reihe ähnlicher Vorfälle ins Gewissen geredet und auf Sanktionsmöglichkeiten hingewiesen. Zeitweise drohte ihm die einmalige Kürzung seines gesamten Jahresbezüge von rund 314.000 Euro.

Laurent, der in den belgischen Medien als "Rebellen-Prinz" bezeichnet wird, reagierte über seinen Anwalt auf den Vorstoß der Regierung. In einem sieben Seiten langen Brief warnte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga, dass die Sanktion "die Menschenrechte des Prinzen" verletzen könnte.