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29.07.2017

Schwarzeneggers schmutzigste Skandale

Auch die wildesten Affären haben dem Superstar-Image von Arnold Schwarzenegger nicht geschadet - vor allem, weil er sie relativ offen gestand.

Arnold Schwarzeneggers Werdegang liest sich wie ein modernes Märchen Erst selbst sagte erst kürzlich in seiner alten Heimat Steiermark: "Mein Leben ist wie ein Traum, ich hoffe nicht, dass ich einmal aufwache".

Auch in seiner letzten TV-Show "The Apprentice" wird seine unglaubliche Karriere geschildert. Der einstige Mister Universe mutierte zum größten Action-Star der 90er Jahre in Hollywood, wurde danach Politiker und hat sich durch seinen Umweltaktivismus einen Ruf als Philanthrop mit mehreren hundert Millionen Dollar auf dem Konto erarbeitet. Dabei fast untergegangen sind die Skandale und Affären, die Schwarzenegger auch aufweisen kann. Zu den meisten seiner Fehler steht er - Arnie schaffte es so tatsächlich, sein Image auch durch sehr schmutzige Schlagzeilen nicht nachhaltig zu beschädigen.

Am 30. Juli wird der Supertar mit steirischen Wurzeln 70 Jahre alt. Nach Misserfolgen weiter zu machen und motiviert zu bleiben mache einen wahren Selfmademan aus, so Schwarzenegger einmal.

Seine Affären

"Ich bin nicht perfekt", er habe große Fehler gemacht, gestand er in einem seiner offensten Interviews mit "60 Minutes" im Jahr 2012.

Zuvor war bekannt geworden, dass er seine Ehefrau mit der Haushälterin betrogen hatte und ein Kind mit ihr zeugte. Vor seiner Frau Maria Shriver hielt er dieses Kuckuckskind jahrelang geheim - bis sie schließlich selbst nach fast zwei Jahrzehnten dahiner kam und sich 2011 von ihm trennte. Die Nichte von John F. Kennedy hat bis heute kein Wort darüber in der Öffentlichkeit verloren.

Es sei die "dümmste Sache" in seinem Leben gewesen, so der etwas gesprächigere Arnie zu den Medien. Nach etwa sieben Jahren sei ihm aufgefallen, das Joseph wegen der frappanten Ähnlichkeit sein Sohn sein musste. Von da an habe er die Haushälterin heimlich finanziell unterstützt - bis die Affäre dann kurz nach Ende seiner zweiten Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien publik wurde, als Shriver ihn bei ihrem ersten Eheberatungstermin auf Joseph ansprach und er ihr die Wahrheit erzählte.

Ebenbild: Bilder von Schwarzenegger Sohn (2016)

Ebenbild: Neue Bilder von Schwarzeneggers Sohn

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Kandidatur alleine entschieden

Nicht nur einmal hat er Maria Shriver vor den Kopf gestoßen, gibt er zu. Die zweite Kandidatur für das Gouverneurs-Amt habe er ihr beispielsweise erst einige Tage vor der offiziellen Bekanntgabe gestanden. Idealerweise fällt man für die Familie so einschneidende Entscheidungen eher gemeinsam.

Alle Angestellen betatscht

Bei dem Skandal um das heimliche Kind von Arnie kamen auch einige Insider zu Wort. So berichtete ein Freund der Haushälterin, dass nicht nur Mildred Baena (die Mutter von Joseph) bei den Schwarzeneggers beschäftigt war, sondern auch ihre Schwester Miriam und ihre Mutter Evelyn. Und alle drei Damen hätten sexuelle Erfahrungen mit Arnie gemacht.

"Mildred erzählte mir einmal, dass er alle befummelt hat, während sie dort sauber machten. Er hat mit allen Dreien geflirtet, sogar mit der Mutter, die viel älter war als er", so die Quelle. Mildred nannte Arnie demnach nur "Lon Hands", also "Begrapscher".

Diese Schilderung ähnelt jenen Berichten, mit denen sich Schwarzenegger schon in der Vergangenheit konfrontiert sah. Als Lustmolch wurde Arnie bezeichnet, der seine Erregung nicht im Griff habe. Von insgesamt 16 Frauen wurde er 2003 beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Zwischen 1979 und 2000 sollen sich die Vorkomnisse ereignet haben.

Einer Frau soll er in einer Bar das T-Shirt hochgezogen haben, die keinen BH trug. Einer anderen hat er unter den Rock gefasst und die Moderatorin Anna Richardson gab an, der Schauspieler habe ihr bei einem Interview ständig auf die Brüste gestarrt und dann gefragt, ob sie echt seien. Sie bejahte die Frage irritiert. "Dann befingerte er meine linke Brustwarze und sagte 'Ja, sie sind echt'", so Richardson.

All diese Anschuldigungen bezeichnete Arnie zunächst als Wahlkampftricks, weil sich die Frauen alle am Ende der Gouverneur-Wahlkämpfe zu Wort meldeten. Schließlich entschuldigte sich Schwarzenegger aber: "Es stimmt, dass ich bei rauen Filmdrehs dabei war und dass ich Dinge getan habe, die nicht richtig waren, die ich damals für spielerisch hielt. Aber jetzt begreife ich, dass ich Leute beleidigt habe." Bei all diesen Personen wolle er sich entschuldigen, "denn das war nicht meine Absicht."

Aber selbst seine "End of Days"-Kollegin Miriam Margolyes erklärte erst 2016, dass er am Set "ein Schwein von einem Mann" gewesen sei. "Er hat einfach alle Frauen betatscht, die er anziehend fand." "Er hat sich viel auf sich eingebildet, was ja nicht verwunderlich ist: Er war schließlich ein Bodybuilder aus Österreich, der zum Weltstar wurde", so Margolyes. Eine kurze sexuelle Affäre mit seiner Kollegin Brigitte Nielsen in den 80er Jahren hat er 2012 öffentlich zugegeben. Damals war er bereits mit Maria Shriver liiert, die von dem Techtelmechtel während des Drehs von "Red Sonja" wisse, so Arnie. Bis heute sind Maria Shriver und Arnold Schwarzenegger nicht geschieden. Das Verhältnis ist zumindest so weit intakt, dass sich das Ex-Paar gemeinsam bei Geburtstagen ihrer vier erwachsenen Kindern zeigt.