Alice Tumler

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Song Contest
12/21/2014

Alice Tumler: "Ich will kein Star sein!"

Die Song-Contest-Moderatorin über Geld, Ruhm und Ehe-Verweigerung

Wochenlang wurde über die Moderatoren-Wahl für den Song Contest 2015 spekuliert.

Seit Freitag steht fest:Alice Tumler (35) wird im Mai zusammen mitMirjam Weichselbraun(33),Arabella Kiesbauer(45) und "Green Room"-HostConchita Wurst(26) in der Wiener Stadthalle auf den "Brettern" stehen, die mit erwarteten 195 Millionen TV-Zusehern für einen langen Abend "die Welt bedeuten". Im KURIER-Interview spricht die in Innsbruck geborene Tochter eines Österreichers und einer Französin aus Martinique über die Herausforderung ihres Lebens, ihre Abneigung gegen den "Celebrity-Faktor" und ihr privates Glück mit FreundFrancis(36) und TochterTia(3).

KURIER: Gewähren Sie einen Blick hinter die Kulissen. Wie erfährt man, dass man Song-Contest-Host ist? Alice Tumler: Recht unspektakulär – Ich wurde angerufen und ge-fragt, ob ich im Mai Zeit hätte. Ein paar Telefonate später war es fix – das war übrigens erst Anfang dieser Woche.

War die Wahl der Co-Moderatoren entscheidend für Sie?

Es hätte niemanden gegeben, mit dem ich es nicht getan hätte. Ich liebe es, neue Leute kennenzulernen.

Warum hat man sich denn für Sie entschieden?

Aufgrund meiner Mehrsprachigkeit. Ich spreche fünf Sprachen und moderiere für Arte auf Englisch und Französisch. Außerdem habe ich Erfahrung mit Live-Musikformaten. In Südafrika habe ich durch eine Show mit 700 Millionen Zuschauern geführt.

Wie nervös waren Sie da?

Ich hatte genauso Herz-rasen wie bei einer Moderation vor 50 Leuten. Ich hab vor einer Pressekonferenz mehr Angst als vor einer riesigen Live-Show.

Kann Österreich mit der fulminanten Song-Contest-Produktion in Kopenhagen mithalten?

Auf jeden Fall! Die Show muss nicht unbedingt so groß sein, aber sie muss professionell – und das wird sie sein.

Sie werden den gesamten Mai in Wien im Einsatz sein – wird Ihre Tochter darunter leiden?

Nein, die kommt mit und meine Familie aus Tirol wird mich unterstützen. Mein Freund kommt auch zwei, drei Wochen nach Wien.

Ihr Freund ist Osteopath. Wie geht er mit Ihrem Erfolg um?

Er ist unglaublich stolz.

Verdient man als Moderatorin mit dem Song Contest eigentlich viel mehr als sonst?

Ja. (lacht) Aber der Aufwand ist ja auch viel größer.

Sie sind stets sehr unkapriziös – macht das nicht unscheinbar?

Vielleicht wurde ich für manche Jobs nicht genommen, weil mir der Celebrityfaktor fehlt. Aber ich bin nicht im Fernsehen, um berühmt zu sein, sondern weil ich gerne moderiere und reise. Ich will kein Star sein.

Was macht Sie richtig sauer?

Intoleranz.

Erleben Sie oft Rassismus?

Es gab schon blöde Kommentare, weil mein Freund ja dunkelhäutig ist. Aber unser Weg ist es, auf Menschen zuzugehen, mit Ihnen über ihre Vorurteile zu sprechen. Nur: Manche Leute kann man leider nicht ändern. Da wäre die Politik gefordert, den Ursachen dieser Vorurteile auf den Grund zu gehen.

Was möchten Sie Ihrer Tochter mit auf den Weg geben?

Ich will, dass sie mit dem Bewusstsein aufwächst, dass wirklich alles möglich ist.

Sie sind seit zehn Jahren liiert, warum nicht verheiratet?

Weil ich nicht mag. (lacht) Das hat etwas mit meinem Freiheitsgefühl zu tun. Ich brauche keinen unterschriebenen Zettel, um treu zu sein und aufrichtig zu lieben.

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