Jamala aus der Ukraine gilt als eine der Favoriten auf den Sieg.

© REUTERS/VALENTYN OGIRENKO

Song Contest
05/12/2016

ESC: Die Favoriten im 2. Halbfinale

Wer im 2. Semifinale um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contest kämpft.

Nachdem Österreiche mit Zoë Straub schon den Einzug ins Finale des 61. Eursovison Song Contests geschafft hat, kämpfen im 2. Semifinale nun die restlichen Kandidaten um das Ticket zur großen ESC-Show am Samstag, den 14. Mai. Die Seite eurovisionworld.com bietet einen Überblick über die Favoriten auf den diesjährigen Song Contest-Sieg. Top 3 unter den Kandidaten des 2. Halbfinales: Ukraine, Serbien und Israel.

1. Lettland: Justs - "Heartbeat"

21 Jahre zählt der lettische Vertreter Justs Sirmais und kann doch auf eine Tätigkeit als Musiklehrer zurückblicken. Mit seiner Elektrobeatnummer setzt sich sein Beitrag zwar etwas vom Feld ab - ein Aufstieg scheint aber dennoch (oder deswegen) zweifelhaft.

2. Polen: Michal Szpak - "Colour Of Your Life"

Polens Vertreter Michal Szpak hat Modelqualitäten im Jesuslook und Castingshowerfahrung - was meist kein Fehler ist beim ESC. Richtig in Fahrt kommt seine melancholische Ballade zwar nicht, aber wohl weiter.

3. Schweiz: Rykka - "The Last Of Our Kind"

Die Schweizer schicken heuer mit Rykka eine Kanadierin - ein Erfolgsrezept, wenn man an den Sieg von Celine Dion für das Alpenland 1988 denkt. Der Lockenkopf des Jahres 2016 mit Marilyn-Monroe-Attitüde singt allerdings ESC-Schmachtpop par excellence. Es wird schwer.

4. Israel: Hovi Star - "Made Of Stars"

Aus Israel kommt heuer mit dem exzentrischen Hovi Star wieder einmal Exotisches - zumindest wenn man nach auffälliger Haartolle und schwarzem Eyeliner geht. Und dann hat Hovi auch noch einige Disney-Filme auf Hebräisch synchronisiert. Das Lied bleibt dahinter allerdings etwas zurück.

5. Weißrussland: Ivan - "Help You Fly"

Der Ivan kommt heuer aus Weißrussland - und heult wie ein Wolf. Eigentlich handelt "Help You Fly" allerdings vom Fliegen. Der Aufstieg für den langhaarigen Hünen, der eigentlich mit zwei Wölfen auf die Bühne kommen wollte, was die ESC-Richtlinien verhinderten, dürfte schwer werden - auch wenn die etwas härtere Nummer durchaus Potenzial hätte.

6. Serbien: Sanja Vucic - "Goodbye"

Serbiens wuchtige Interpretin Sanja Vucic singt, optisch an Maria Callas erinnernd, mit Wut in der Stimme über Frauen, die Gewalt ausgesetzt waren. Das dramatische Lied mit den bei Balkanbeiträgen meist unvermeidlichen Folkloreelemente gilt als ein relativ fixer Kandidat für einen Finalstart.

An sich gilt Irland mit dem Rekordwert von sieben Siegen als das Song-Contest-Land schlechthin. Ob aber Nicky Byrne, vormals Westlife-Mitglied und einstmals Tormann, mit "Sunlight" den achten nach Hause holt, ist wohl fraglich. Dazu klingt die Nummer zu sehr nach altbackener Boygroup.

8. Mazedonien: Kaliopi - "Dona"

Kaliopi lässt nicht locker. Stockholm ist mittlerweile schon der dritte Anlauf der bekannten Balkan-Künstlerin beim ESC. "Dona" ist eine Kraftballade in ihrer Muttersprache. Ob es diesmal zum Erfolg reicht? Da muss wohl ein viertes Antreten kommen.

9. Litauen: Donny Montell - "I've Been Waiting For This Night"

Auch der 28-jährige Donny Montell ist kein ESC-Neuling, trat er doch bereits 2012 für sein Land Litauen an (nachdem er unter anderem die litauische Variante der "Dancing Stars" für sich entscheiden konnte). Seine Nummer "I've Been Waiting For This Night" mit der androgynen Stimme des Sängers hat gute Chancen auf einen Finaleinsatz.

10. Australien: Dami Im - "Sound Of Silence"

Nachdem Australien in Wien 2015 als Ehrengast erstmals am Bewerb teilnahm, tritt man heuer ein zweites Mal an - muss sich aber fürs Finale qualifizieren. Auch wenn die Nummer "Sound Of Silence" der gebürtigen Südkoreanerin Dami Im deutlich schlechter ist als der Beitrag von Guy Sebastian in Wien - ein Aufstieg scheint sicher.

11. Slowenien: ManuElla - "Blue And Red"

"Blau und Rot" lautet der übersetzte Titel der Slowenin Manuella. Ob sich die auch in Deutschland ("Das Supertalent") schon erfolgreiche Sängerin mit "Blue And Red" aber vielleicht doch ein blaues Auge holt?

12. Bulgarien: Poli Genova - "If Love Was A Crime"

Auch Poli Genova ist keine ESC-Debütantin. Sie stand schon 2011 beim ESC auf der Bühne und erreichte damals für Bulgarien Platz 12. Ein ähnlicher Erfolg sollte nun wohl mit neuer Frisur und Song drin sein.

13. Dänemark: Lighthouse X - "Soldiers Of Love"

Dänemark ist eine große Popnation. Der Nummer der drei blonden Burschen von Lighthouse X, "Soldiers of Love", merkt man das allerdings nur bedingt an. Als Boygroup in den 1990ern wären sie mit der "Machen wir die Welt besser"-Haltung wohl durchgegangen.

14. Ukraine Jamala - "1944"

Der politischste Beitrag kommt heuer aus der Ukraine, wenn die charismatische Krim-Tatarin Jamala in "1944" die Vertreibung ihrer Minderheit unter Sowjetdiktator Josef Stalin beklagt. Assoziationen zur Krim-Annexion 2014 durch Wladimir Putin sind gewollt und dürften in Kombination mit einer starken Stimme den Finaleinzug garantieren.

15. Norwegen: Agnete - "Icebreaker"

Schnell wechselnde Rhythmen im Dancefloorstil, die ebenso schnell ins Ohr eingehen, wie sie ausziehen. Dass es die 21-jährige Agnete damit ins Finale schafft? Na ja, man weiß ja nie.

16. Georgien: Nika Kocharov and Young Georgian Lolitaz - "Midnight Gold"

Aus Georgien kommt Indie-Rock im Stile des späten David Bowie, was sich von der Konkurrenz angenehm abhebt. Zugleich muss sich hier die Wählerschaft erst finden. Ein Wackelkandidat mit Potenzial.

17. Albanien: Eneda Tarifa - "Fairytale"

"Fairytale" - so hieß doch schon mal ein ESC-Siegerlied?! Albanien tut es Norwegen 2008 gleich, allerdings nur dem Titel nach. Ob es die verruchte Sängerin Eneda Tarifa mit ihrer Popnummer überhaupt ins Finale schafft, ist sehr fraglich.

18. Belgien: Laura Tesoro - "What's The Pressure"

Aus Belgien kommt mit Laura Tesoro eine ähnlich junge Künstlerin wie heuer aus Österreich mit Zoe. Die erfrischende Disco-Nummer der 19-Jährigen mit einem Beginn a la "Another One Bites The Dust" hätte den Finaleinzug jedenfalls verdient.

Eurovision Song Contest 2016: Zoe Straub schafft es ins Finale

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