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Für Lilli Tagger ist der erste Auftritt bei einem WTA1000-Turnier in der zweiten Runde zu Ende gegangen. Die ehemalige Top-Drei-Spielerin Maria Sakkari setzte sich in Indian Wells gegen Österreichs Tennis-Hoffnungsträgerin 7:5,6:0 durch. Tagger zeigte vor allem im ersten Satz, dass sie mit der nunmehrigen Weltranglisten-34. mithalten kann. Die 18-Jährige durfte in Kalifornien dank einer Wildcard im Hauptbewerb starten.

Die Osttirolerin vergab am Ende ihre insgesamt sechs Breakchancen. Sakkari legte in diesen Situationen immer zu, agierte nervenstark und druckvoll. Die Griechin nahm ihrer Gegnerin im ersten Satz den Aufschlag zum 7:5 ab.

Lilli Tagger scheiterte an Maria Sakkari

Im zweiten Satz holte sich die 30-Jährige rasch das Break zum 2:0. Tagger hatte unmittelbar danach zwei Möglichkeiten zum Rebreak, wieder ließ Sakkari dies mit starken Bällen nicht zu.

Trotz Gegenwehr musste Tagger noch zwei weitere Aufschlagspiele abgeben, Sakkari gewann acht Spiele in Folge. Die in Indian Wells als Nummer 32 gesetzte Griechin verwertete nach 1:35 Stunden ihren ersten Matchball.

Knapp war es, aber am Ende wurde es ein Sieg für Österreichs Adler.

Daniel Tschofenig hat einen Tag nach Platz zwei in Lahti seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Der Kärntner gewann hauchdünne 0,6 Punkte vor Gesamtsieger Domen Prevc aus Slowenien.

Dritter mit 3,2 Zählern Rückstand wurde der nach dem ersten Durchgang noch führende Japaner Ryoyu Kobayashi.

Zweitbester Österreicher war Jan Hörl auf Rang sechs.

Heute folgt in Finnland ein Super-Team-Wettkampf.

Nach dem 0:1 gegen Norwegen wird es für Österreich nicht besser. In Koper haben die ÖFB-Frauen auch das zweite Spiel der WM-Qualifikation verloren.

Das 0:1 gegen Slowenien tut besonders weh. Denn vor der verdienten Pleite im dichten Nebel haben die Österreicherinnen alle Duelle gewonnen. Sieben Spiele, sieben Siege – diese Statistik schreit nach einem Pflichtsieg, auch wenn die Gastgeberinnen  größere Schritte nach vorne gemacht haben.

Früherer Anpfiff in Koper 

Bei Österreichs Team geht es hingegen seit einiger Zeit bergab. Das – wegen des Nebels um zwei Stunden früher ausgetragene – 0:1 war ein neuer Tiefpunkt unter Teamchef Alexander Schriebl. Denn während des gesamten Spiels war Slowenien gefährlicher, der Favorit hatte nicht einmal eine Top-Chance.

Viele Verletzte, keine Lösung

Sind die vielen Verletzungen, teils durch Kreuzbandrisse von Stammspielerinnen, zu viel? Oder gibt es unter Schriebl grundsätzliche Probleme?

Bereits in Minute 7 rettete eine umstrittene Abseitsentscheidung beim ersten gefährlichen Angriff des Außenseiters, der zum Start gegen Deutschland mit 0:5 abgeschossen worden war.

Nach 21 Minuten passierte es. Naschenweng kam nicht in den Zweikampf, Zara Kramzar konnte volley übernehmen und traf.

Eine Reaktion der Österreicherinnen? Es gab genug Ballbesitz, aber keinen Abschluss aufs Tor. Das sollte auch nach der Pause so bleiben. Nur 28 Sekunden nach Wiederbeginn hatte das von der langjährigen St. Pölten-Spielmacherin Zver angeführte Team eine Top-Chance – vorbei.

Sogar im Finish blieb die große Offensive  aus. Slowenien verteidigte gekonnt den Heimsieg.

Erstes Saisonrennen, erster Sieg für Tadej Pogacar. Der Weltmeister aus Slowenien gewann in eindrucksvoller Manier zum vierten Mal den Schotterpisten-Klassiker Strade Bianche rund um Siena in der Toskana. 79 Kilometer vor dem Ziel in Siena setzte Pogacar die entscheidende Attacke. 

Der unter anderem von Felix Großschartner unterstützte Pogacar triumphierte nach 203 km und 3.600 Höhenmetern in Siena. 2022 hatte er das Rennen erstmals für sich entschieden. Insgesamt war es für den viermaligen Tour-de-France-Champion der 109. Erfolg seiner Karriere.

Pogacars große Ziele 

Der Siegeshunger des erst 27-Jährigen bleibt groß. Bis zum Ende seiner Karriere will er alle großen Rennen gewonnen haben. Zwei davon stehen unmittelbar bevor. Mailand–Sanremo (21. März) hat Pogacar bisher ebenso wenig gewonnen wie den Klassiker Paris-Roubaix (12. April).

Österreich und viele andere Länder hatten am Freitagabend die paralympische Eröffnungsfeier in Verona boykottiert, um gegen die Teilnahme Russlands unter eigener Flagge zu protestieren und ein „deutliches Signal“ für die Solidarität mit der Ukraine zu senden.

Ein sportliches Signal setzten dann tags darauf allerdings auch die russischen Athleten. Varvara Voronchikhina und Alexej Bugaew fuhren im Stehend-Bewerb der Frauen und Männer jeweils zu Bronze. Es waren die ersten paralympischen Medaillen seit 12 Jahren, damals fungierte Sotschi als Gastgeber der Winterspiele 2014.

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