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Sturm hat zwar im Duell mit dem LASK um den Titel die schlechteren Karten, ist aber nach dem 4:2-Sieg in Hartberg noch dabei - und zumindest Vizemeister. Das Triple geht sich aber nur aus, wenn die Linzer bei der Austria verlieren und Sturm zuhause gegen Rapid siegt (beide Spiele Sonntag 14.30, Sky).  

Dennoch ist man bei den Grazern vor allem nach der Darbietung in Hartberg mit 26 Abschlüssen zufrieden. "Wir haben zumindest den Vizemeister-Titel und können Champions-League-Qualifikation spielen. Bei Übernahme der Mannschaft im Winter habe ich und haben wir nicht gewusst, in welche Richtung es gehen wird. Jetzt haben wir eine coole Ausgangslage, der LASK hat jetzt den Druck, wir können nur gewinnen", sagt Trainer Fabio Ingolitsch nach dem zwölften ungeschlagenen Spiel in Serie. 

Dass die Ausgangslage cool ist, dafür sorgte auch ein 17-Jähriger. U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl sorgte in der 80. Minute mit einem abgebrühten, überlegten Schuss ins lange Eck aus rund 16 Metern für das wichtige 4:2. Zuvor war Sturms Motor ins Stocken geraten, Nervosität machte sich breit - es hatte eher nach Ausgleich für die Hartberger gerochen. 

In der letzten Runde der deutschen Bundesliga kommt es im Abstiegskampf zum großen Showdown. Heidenheim (Matthias Honsak ab 83.) gewann am Sonntag auswärts gegen Köln (Florian Kainz ab 71.) mit 3:1 und hat nun als Vorletzter ebenso 26 Punkte wie Schlusslicht St. Pauli und der Drittletzte Wolfsburg. 

Die beiden Letzten müssen in die 2. Liga, der Drittletzte spielt in der Relegation. Zum Abschluss treffen St. Pauli und Wolfsburg aufeinander, Heidenheim empfängt Mainz.

Beim Marathonlauf im niederländischen Leiden ist eine 15-Jährige gestorben. Das Mädchen, das den Halbmarathon lief, sei unterwegs zusammengebrochen und noch vor Ort medizinisch versorgt worden, teilten die Organisatoren mit. Es habe aber nicht mehr gerettet werden können. Weshalb das Mädchen zusammenbrach, war zunächst nicht bekannt. "Das sind schreckliche Nachrichten, vor allem für die Familie, zu der dieses Mädchen gehörte", sagte Tjeerd Scheffer vom Organisationsteam.

Der Bürgermeister war erschüttert

Auch Leidens Bürgermeister Peter Heijkoop zeigte sich erschüttert: "Das ist eine unglaublich traurige Nachricht, die Bestürzung darüber ist groß. Als Vater, als Liebhaber des Laufsports und auch als Bürgermeister fühle ich enorm mit. Und mein Herz ist bei der Familie, die davon betroffen ist."

Die Altersgrenze zur Teilnahme am Halbmarathon lag bei 16 Jahren. "Unser System geht von dem Alter aus, das die Teilnehmer selbst angeben", sagte Scheffer der Nachrichtenagentur ANP. Das Mädchen sei rund vier Kilometer vor dem Ziel zusammengebrochen. Das Wetter sei mild und nicht zu warm gewesen. Medizinische Hilfe sei sehr schnell vor Ort gewesen, die Helfer hätten das Mädchen aber nicht retten können.

Der 10-Kilometer-Lauf und der Kidsrun wurden daraufhin nicht mehr gestartet. Läufer, die auf der Marathon-Strecke unterwegs waren, konnten den Bewerb aber zu Ende laufen.

Am Mittwoch wird im österreichischen Verband ein neuer Präsident gewählt. Der Kärntner Hubert Dobrounig, 60, und der Wiener Rudolf Sporrer, 73, stehen als Nachfolger von Wolfgang Gotschke zur Wahl. Dieser bereut mittlerweile seinen Rücktritt in dieser Form: „Hätte ich gewusst, dass die Grabenkämpfe weitergehen, dann hätte ich gleich bleiben können. Ich hätte erst zurücktreten sollen, wenn es eine gemeinsame Liste der beiden Seiten gibt.“

Nachdem Dobrounig einen Fragenkatalog des KURIER inklusive dessen Beantwortung im Verband intern veröffentlichte, meldete sich Gotschke und will einiges „richtigstellen“.

Es war angerichtet in Linz. Der Meisterteller im Wert von 18.000 Euro lag bereit in der Raiffeisen Arena, einige Meisterteller aus Karton wurden auf der Fan-Tribüne präsentiert. Der LASK  hätte gegen Salzburg mehr Punkte holen müssen als Sturm Graz in Hartberg (siehe unten), um schon eine Runde vor Schluss den Titel zu fixieren.

Doch am Ende wurde die Schale wieder eingepackt und die Fans zogen mit ihren Karton-Attrappen von dannen. Schon bald hatte sich abgezeichnet, dass es nichts wird mit der vorgezogenen Meisterfeier, denn Sturm lag gegen Hartberg rasch in Führung (siehe rechts). Da nutzte auch der 2:1-Sieg gegen Salzburg nichts. Die Meisterentscheidung wird um eine Woche vertagt.

Starker Salzburger Start

Beim LASK kehrte  Usor in die Startformation zurück. Bei den Gästen blieb Alajbegovic vorerst auf der Bank, statt ihm begann  Redzic in der Offensive. Und die Salzburger begannen aktiver, das Pressing funktionierte und der LASK lief viel hinterher. Einen Schuss von Kitano konnte LASK-Tormann Jungwirth noch um die Stange lenken (es gab keinen Eckball). Dann wurde Vertessen vergessen, doch der Belgier köpfelte die etwas zu hohe Lainer-Flanke knapp über das Tor (16.). 

Es dauerte 23 Minuten bis zur ersten nennenswerten LASK-Chance, ein Fernschuss von Horvath wurde zur leichten Beute für Teamtormann Schlager. Die Gastgeber kamen ins Spiel, Schlager musste gegen Cisse mit einer Parade retten. Doch in der 33. Minute war Schlager ohne Chance. Ein weiter Einwurf von Usor wurde per Kopf weitergeleitet, Kjaergaard ließ Samuel Adeniran springen und einköpfeln. 

Drei Minuten später erhöhte der LASK: Wieder entsprang die Situation einem Einwurf. Andrade traf mit einem Weitschuss Latte und (!) Stange, Kasper Jörgensen staubte trocken ab (36.).

Nach der Pause zogen sich die Linzer etwas zurück. Die Salzburger rannten immer wieder an, wurden aber selten gefährlich – bis der kurz zuvor eingewechselte Alajbegovic ansatzlos von der Strafraumgrenze abzog und die Stange traf (57.).

Hochverdient war der Anschlusstreffer für Salzburg durch Karim Konate – auch dieses Tor fiel nach einem weiten Einwurf (87.). Die Gäste probierten es weiter, der Ausgleich gelang nicht mehr.

LASK reicht ein Punkt

In der Tabelle liegt der LASK weiterhin zwei Punkte vor Sturm.  In der letzten Runde reicht den Linzern bei der Austria ein Punkt, egal wie die Partie Sturm gegen Rapid endet.  Und fix ist seit Sonntag auch: Salzburg wird erstmals in der Ära Red Bull (seit 2005) nicht in die Top zwei der Liga kommen.

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