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Der Steirer Andreas Schicker bleibt im Machtkampf beim deutschen Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim Sport-Geschäftsführer. Das hat der Vereinsvorstand am Montag beschlossen. "Wir sind uns im Vorstand einig, dass Andi Schicker als Geschäftsführer gehalten werden muss", erklärte Vorstandsmitglied Frank Engelhardt. Die ursprünglich für Montagabend angesetzte Gesellschafterversammlung fand nicht statt. Zudem gab Interimspräsident Christoph Henssler seinen Rücktritt bekannt.

Schicker sprach von "Kasperl-Theater"

Zuvor hatte der Kicker über eine juristische Maßnahme von Mäzen Dietmar Hopp berichtet: Der 85-Jährige hatte einen Antrag beim Landgericht Heidelberg gestellt, wonach die Durchführung der Versammlung untersagt werde. Nach Angaben einer Landgerichtssprecherin gegenüber der dpa ist dem Antrag stattgegeben worden. Bei den Kraichgauern tobt schon länger ein Machtkampf zwischen Henssler und Hopp. Der Milliardär hält zwar als Gesellschafter 96 Prozent der Kapitalanteile an der Spielbetriebs GmbH, hat aber seine Stimmrechte vor gut zwei Jahren an den eingetragenen Verein zurückgegeben.

Zuletzt hatte sich Hoffenheim von den drei Geschäftsführer-Kollegen Schickers getrennt. Nun stand auch der 39-Jährige, der von Sturm Graz in den Kraichgau gekommen war, zur Disposition, obwohl die TSG als Tabellendritte auf Champions-League-Kurs liegt. Eine mögliche Herabstufung zum Sportdirektor hatte Schicker klar abgelehnt und von einem "Kasperl-Theater" gesprochen.

Unterstützung für Schicker von Hopp und Team

Hopp unterstützt Schicker "aus voller Überzeugung." Für dessen angedachte Abberufung "fehlt mir, gelinde gesagt, jegliches Verständnis. Wie können wir den Erfolg unseres Clubs riskieren?", hatte er zuletzt gesagt. Nach der 1:5-Niederlage beim FC Bayern hatten sich auch Profis wie Kapitän und Nationaltorhüter Oliver Baumann und Grischa Prömel sowie Trainer Christian Ilzer für ein Bleiben Schickers starkgemacht.

Medaillengewinner sehen eigentlich anders aus. Sie zucken nicht resigniert mit den Achseln oder schütteln entnervt   den Kopf.  Sie machen auch keine  wegwerfenden Gesten, und schon gar nicht kommen ihnen Wörter über die Lippen,  die  mit Sch anfangen  und mit eiße aufhören.

Wer Vincent Kriechmayr zur Halbzeit der Team-Kombination erlebte,  der hätte meinen können, dass das Rennen längst gelaufen ist. „Das war kacke“, fluchte der selbstkritische Oberösterreicher und  sprach von einer bescheidenen Abfahrtsleistung. Und:  „Mit so einem Rückstand wird das nichts mehr.“

Großer Irrtum

Selten einmal dürfte Vincent Kriechmayr so froh gewesen sein, dass er mit seiner Prognose so danebengelegen ist.  Am Ende stand der Mann, der   den Team-Bewerb voreilig bereits abgeschrieben hatte, auf dem Siegespodest und bejubelte mit Manuel Feller den Gewinn der Silbermedaille.  „Ich weiß ehrlicherweise nicht, wie das hergegangen ist“, gab der 34-Jährige zu. "Danke Manu. Es war mir eine Ehre."

Auf dem Papier ist die  Medaillenrechnung recht simpel:   7 (Abfahrt) + 2  (Slalom) macht     2  – und  damit die erste österreichische  Skimedaille bei diesen Winterspielen. Dahinter steckt freilich ein turbulenter Wettkampf, der mit einer Enttäuschung in der Abfahrt begann und in dem die  Zweifel mit jedem Slalomläufer mehr in  Hoffnung übergingen, um schließlich in einem unerwarteten Jubel zu enden

„Diese Medaille nehmen wir gerne“, sagte Manuel Feller.

Große Aufholjagd

Mit ihrem Überraschungs-Coup  erwischten  die  beiden Routiniers  auch das österreichische Olympia-Team   auf dem falschen Fuß.   In Windeseile  wurde nach dem Rennen im Mannschaftshotel  Derby eine spontane Medaillenfeier arrangiert, mit der niemand mehr gerechnet hatte. 

Aber wer konnte  diese Silbermedaille nach der Abfahrt auch schon noch auf dem Radar haben?

1,25 Sekunden verlor Vincent Kriechmayr  auf die Bestzeit von  Giovanni Franzoni (ITA),  auf die Medaillenränge fehlte eine knappe Sekunde. dazu schickten  alle Teams, die  vor dem Duo Kriechmayr/Feller lagen, exzellente Slalomläufer ins Rennen.

Große Erfahrung 

„Nach der Abfahrt war die Medaille nicht wirklich in Reichweite“,  wusste auch Manuel Feller.  „Aber so hatte ich auch keinen Druck.“ Und genau diese Ausgangslage war  auf dem Weg zur Silbermedaille Goldes wert. Denn nachdem der Tiroler mit hauchdünner Slalom-Bestzeit im Ziel abgeschwungen hatte, strauchelte ein favorisierter Konkurrent nach dem anderen und landete hinter den beiden routinierten Österreichern.  

Österreichs Freeskierin Lara Wolf schlug sich im olympischen Slopestyle-Finale gut, konnte aber um die Medaillen diesmal nicht mitreden. Mit starken Rails, 900s und 1080s bei den Sprüngen lag sie lang im Mittelfeld, musste sich im dritten Run aber steigern, um zumindest auf Rang drei vorzupreschen. 

Doch im finalen Lauf scheiterte sie schon beim ersten Rail und stürzte. Damit war der Traum einer Olympiamedaille im Slopestyle vorbei. Sie belegte am Ende den 9. Platz. 

Lara Wolf hat aber noch im Big Air eine Chance, der am Samstag, 14. Februar (19.30 Uhr/live ORF 1), in Livigno über die Bühne geht. 

Mathilde Gremaud ist Olympiasiegerin

Im Kampf um die Goldmedaille lieferten sich zwei Fahrerinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Superstar Eileen Gu, die in den USA geborene China-Athletin, und Mathilde Gremaud aus der Schweiz, die bereits 2022 Olympiagold im Slopestyle gewann, setzten sich vorne weit ab. 

Am Ende gewann Gremaud wieder Gold, Eileen Gu Silber und die Kanadierin Meghan Oldham Bronze, die im zweiten Lauf einen heftigen Sturz überstand, beim Versuch, einen 1440er zu machen. 

„Es wird hoffentlich ein Tennisfest werden und wir schaffen es wieder nach Bologna, die Chance ist natürlich da", sagt Jurij Rodionov nach dem 3:2-Sieg des "KURIER Austria Davis Cup Teams" in Japan, bei dem er mit zwei Siegen den Grundstein legte. Er selbst habe gesehen, dass die intensivierte körperliche Arbeit in der Vorbereitung Früchte trägt. „Ich werde in den nächsten zwei Wochen zu Hause trainieren. Ich bin körperlich und mental ausgelaugt.“

Freilich gibt es nur Sieger. Auch ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda reibt sich die Hände: „Wir haben wieder ein Heimspiel gegen die starke Nation Belgien. Es ist für uns eine große Sache, dass wir wieder unter den besten Nationen der Welt stehen.“ 

Die Suche nach der Location startet

Gleich am Montag werde man die Landesverbände und potenzielle Veranstalter kontaktieren. Denn am Tag nach der Rückkehr beginnt die Suche nach einem Schauplatz für das Heimspiel, das entweder am 18./19. oder am 19./20. September stattfindet. Auf welchem Belag und ob in der Halle gespielt wird, wird Erfolgskapitän Jürgen Melzer "noch mit den Spielern besprechen." Freuen werden sich auch die treuen Fans, die ausnahmsweise die Reise nach Japan nicht antraten. Die Stimmungsmacher um Einpeitscher Stefan Gnadenberger haben bereits eine große Partie angesagt. 

Arbeitssiege können auch schön sein. Sturm brillierte zwar beim 1:0-Sieg gegen Ried nicht, holte aber drei wichtige Punkte und liegt damit nur einen Zähler hinter Leader Salzburg und dem LASK.

 "Freilich sind diese Punkte wichtig, waren ein guter Schritt, aber wir haben noch vier Endspiele. Es war ein Schnittspiel, die Liga ist so eng wie noch nie", sagt Trainer Fabio Ingolitsch.

Dass es kein schönes Match war, weiß der Salzburger. "Es war nicht sehr schön anzusehen." Vor allem ist es kaum zu Situationen gekommen, das Spiel war oft unterbrochen, insgesamt gab es 83 Einwürfe. Zumindest hat Sturm auch die Rote Laterne in der Heimbilanz abgegeben. „Die Mannschaft muss wieder das Vertrauen gewinnen, zu Hause stark zu sein“, betonte Ingolitsch. Als Basis sieht der 33-Jährige eine solide Defensive.

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