Sport-News

Weltmeister Loic Meillard ist neuer Olympiasieger im Slalom. In 1:53.61 Minuten distanzierte der Schweizer beim Slalom von Bormio Fabio Gstrein um 0,35 Sekunden. Der Österreicher feierte mit der Silbermedaille seinen größten Erfolg in seiner Karriere. Bei diesen Olympischen Spielen ist es nach Silber von  Vincent Kriechmayr und Manuel Feller in der Teamkombination die zweite Medaille für die ÖSV-Herren.  

Die Schweiz holte somit bei den Herren alle Goldmedaillen außer jener im Riesentorlauf, die an Brasilien ging (Lucas Pinheiro Braathen). „Fabio war schnell, habe ich am Start gehört. Es war dann 'Alles oder Nichts', keine Frage. Dass es geklappt hat, ist einfach unglaublich“, sagte Meillard.

Fabio Gstrein hatte nach dem 1. Lauf 0,94 Sekunden Rückstand und legte im 2. Durchgang einen Traumlauf hin, mit dem er sich die Medaille sicherte.  Atle Lie McGrath hatte nach dem ersten Lauf geführt und schied in der Entscheidung aus. Dritter wurde Henrik Kistoffersen.

Fabio Gstrein ist übrigens der Großcousin von Bernhard Gstrein, Zweiter der Olympischen Spiele 1988.  "Wenn man eine Medaille mit nach Hause nimmt, dann ist das nicht nur eine Belohnung für sich selbst, sondern auch die die Fans und alle, die mitgezittert haben. Es ist schon eine Genugtuung, wenn man es mal im Rennen gezeigt hat, was man sonst im Training draufhat", sagte er nach der Entscheidung.

Marco Schwarz fiel leicht zurück und wurde Zehnter. Michael Matt wurde Achter.

Mit Manuel Feller schied einer der Mitfavoriten im 1. Durchgang in der tückischen Haarnadel am Ende des Steilhanges aus. "Ich habe alles reingeschmissen, was ich gehabt habe. Mit der Sicht und der schlechter werdenden Piste entwickeln sich ein paar Überraschungen, die man nicht sieht. Für mich war es eine Überraschung zu viel", sagte der von einer kleinen Unebenheit überraschte Feller.

Pinheiro Braathen rutschte weg 

Lucas Pinheiro Braathen wurde nicht Brasiliens erster Doppelolympiasieger bei Winterspielen. Der RTL-Sieger von Bormio rutschte bei einer Schrägfahrt auf dem Innenski aus und am nächsten Tor vorbei. "Das sind Olympische Spiele. Man muss voll fahren. Es war der richtige Plan. Aber im Flachen hatte ich nicht die Disziplin", sagte der 25-Jährige. 

Von den Top-30 fiel im ersten Durchgang mehr als ein Drittel aus. Darunter starke Läufer wie Feller, Braathen, Hallberg, Rassat, Popov, Vinatzer oder Sala. Somit kamen Läufer aus Haiti oder Israel in die besten 30.

Der 18-jährige italienische Nachwuchs-Radprofi Francesco Mazzoleni, der für das Team GoodShop Team Yoyogurt fuhr, ist bei einem schweren Trainingsunfall in Norditalien ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag gegen etwa 14:30 Uhr in der Gemeinde Barzana, unweit der Stadt Bergamo in der Region Lombardei — einer Gegend, die bei Renn- und Trainingsfahrten bei Radprofis beliebt ist.

Mazzoleni war dort wie an vielen Sonntagen auf einer Solo-Trainingsfahrt unterwegs, als er von einem Auto erfasst wurde, das entgegenkam. Trotz sofortiger Hilfe durch Rettungskräfte konnte sein Leben nicht gerettet werden.

Keine Medaille, eine Disqualifikation (Daniel Tschofenig) und ein Athlet, der es auf der großen Schanze nicht einmal in den Finaldurchgang geschafft hat (Stefan Kraft) – das ist die miserable Bilanz der österreichischen Skispringer nach den ersten drei Bewerben.

Der Super-Team-Wettkampf, der heute (19.00) die Olympiapremiere erlebt, ist das Springen der letzten Chance.

Liegt ein versöhnliches Ende in der Luft oder droht ein Absturz wie 2018, als das ÖSV-Skisprung-Team bei den Olympischen Spielen leer ausgegangen war?

Der Wettkampf am Samstag auf der Großschanze, so bitter er für die Österreicher auch verlaufen war, gibt zumindest auch ein wenig Anlass zur Hoffnung. Denn Jan Hörl (5.) und Stephan Embacher (7.) waren auf Schlagdistanz zur Weltspitze und hätten mit dieser Performance in einem Teambewerb die Silbermedaille geholt.

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