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Wie sich am Vortag abgezeichnet hat, ist auch die Durchführung des zweiten Weltcup-Super-G der Männer in Courchevel nicht möglich. Der erste am Samstag war bereits wegen Schneefalls und Nebels abgesagt worden, in der Nacht auf Sonntag kam zu viel Neuschnee dazu, ein sicheres Rennen war nicht möglich. Der Super-G wird nicht nachgetragen, Marco Odermatt steht als Gewinner der Kugel fest. Er hat vor dem finalen Rennen einen Vorsprung von 158 Punkten auf Vincent Kriechmayr.

Als einziges Rennen in Courchevel fand damit am Freitag die Abfahrt statt, die der Oberösterreicher Kriechmayr gewonnen hat. Es folgen nun beim Finale in Norwegen noch eine Abfahrt und ein Super-G in Kvitfjell, sowie ein Riesentorlauf und ein Slalom in Hafjell.

Der Schweizer Odermatt sicherte sich in diesem Winter bisher die Kugel als Gesamtweltcupsieger sowie für Abfahrt und Super-G und hat auch noch im Riesentorlauf als Führender eine Chance darauf.

Die frühere Weltklassespielerin Liu Jia ist am Samstag als Vizepräsidentin und Nachwuchsausschussvorsitzende des Österreichischen Tischtennis-Verbands (ÖTTV) zurückgetreten. Die 44-Jährige begründete den Schritt mit den aktuellen Entwicklungen im krisengeschüttelten Verband. "Nach langem Kampf und auch allen Versuchen, eine Lösung zu finden, habe ich das Gefühl, das Vertrauen ist gar nicht mehr da, und wir haben jetzt wirklich öffentlich negative Schlagzeilen", sagte Liu.

"Der Sport leidet total darunter, wir leiden alle. Wir haben einen Stopp der Förderungen, und das alles kann ich nicht mehr verantworten", sagte Liu Jia im ORF.

Vertrauensverlust in aktueller Krise

In einer schriftlichen Erklärung ergänzte die Oberösterreicherin, dass sie unter den gegebenen Umständen nicht mehr daran glaube, in der aktuellen Konstellation positive Veränderungen bewirken zu können. "Es gibt Situationen, in denen ein Weiterwirken nicht mehr Ausdruck von Stärke ist, sondern bedeuten würde, Verantwortung für Entwicklungen zu tragen, hinter denen man nicht mehr stehen kann." Sie könne Athletinnen und Athleten, den Trainerinnen und Trainern, den Eltern, den vielen freiwillig Engagierten und all jenen, die ihr das Vertrauen geschenkt hätten, nicht mehr mit voller Überzeugung als Teil dieses Vorstands gegenübertreten.

So schnell kann es im Fußball gehen: Vergangene Saison hätte der Wolfsberger AC in der 32. und letzten Bundesliga-Runde durch einen Sieg bei Sturm noch Meister werden können. Am Samstag, nur zehn Monate später, sind die Kärntner mit dem ersten Spiel der Qualifikationsgruppe im Abstiegskampf angekommen. Und zwar im selben Stadion, allerdings gegen die anderen Grazer.

Beim GAK setzte es für die Lavanttaler eine 0:2-Niederlage. Dadurch ist der WAC in der Tabelle jetzt nur noch punktegleich mit den Rotjacken. Die Niederlage in Graz war vor allem aufgrund einer grottenschlechten Leistung in der ersten Hälfte auch verdient. Dabei hatten die nur zaghaft verteidigenden Kärntner Glück: Nach der Führung durch  Olesen (25.) wurde ein zweiter GAK-Treffer nach VAR-Intervention wegen eines übersehenen Foulspiels im Zuge des Angriffs annulliert.

Ein Aufbäumen nach Seitenwechsel blieb unbelohnt. Aus einem schönen Konter erzielte Maderner das 2:0 für den GAK (82.).

Schwache Linzer

Immerhin haben die Kärntner noch sechs Punkte Vorsprung auf Blau-Weiß Linz, für das es in Altach eine 1:3-Niederlage setzte. Die Vorarlberger gingen durch Hrstic kurz vor der Pause in Führung (41.) und erhöhten in Halbzeit zwei auf 2:0 (72.). Der zweite Treffer war bezeichnend für die Leistungen der Linzer in dieser Saison. Torschütze Ouedraogo musste bei seinem Kopfball im Torraum (!) nach einer Ecke nicht einmal springen, um an den Ball zu kommen.

Blau-Weiß hatte zwischen den beiden Altacher Toren eine große Ausgleichschance durch Briedl, sonst aber wenig Zählbares. Nach dem 3:0 durch ein Maranda-Eigentor traf Joker Ronivaldo noch zum 3:1.

Der eine glänzte in 27 deutschen Nachwuchsländerspielen, dem anderen wurden als bestem englischen Jugendspieler Vorschusslorbeeren umgehängt. Noch im März aber werden Paul Wanner, 20, und Carney Chukwuemeka, 22, das österreichische Nationaltrikot tragen. Was nicht bedeutet, dass sie WM-Fixstarter sind, zumal Ralf Rangnick auf ihren Mittelfeld-Positionen über bewährtes Personal verfügt.

Der vom FC Bayern ausgebildete Wanner (jetzt Eindhoven-Legionär) konnte Ja zu A sagen, zumal seine Mama Vorarlbergerin ist. Der in Wien geborene Chukwuemeka (aktuell im Dortmund-Kader) besaß mit Nigeria eine weitere Option. So wie einst David Alaba.

Bayer Leverkusen hat dem FC Bayern München in der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag ein 1:1 abgerungen. Den Münchnern wurden dabei zwei Tore wegen Handspiels aberkannt, in Unterzahl gelang dem Tabellenführer aber ein Punkt. Verfolger Borussia Dortmund besiegte den FC Augsburg 2:0, hat jedoch immer noch neun Zähler Rückstand auf die Bayern. Hoffenheim kam gegen Wolfsburg nur zu einem 1:1, Frankfurt besiegte Schlusslicht Heidenheim 1:0.

Die Bayern agierten in Leverkusen mit Konrad Laimer als Linksverteidiger in der Startelf und verletzungsbedingt ohne Jamal Musiala und mit Dreier-Keeper Sven Ulreich. Dieser musste schon nach sechs Minuten hinter sich greifen, ein abgefälschter Schuss von Aleix Garcia schlug unhaltbar ein. Ein Tor von Jonathan Tah wurde wegen Handspiels des Ex-Leverkuseners aberkannt (26.). Harry Kane, der zunächst auf der Bank Platz nahm, sah dann, wie sein Stürmer-Stellvertreter Nicolas Jackson mit Rot vom Platz flog (42.). Der Senegalese traf Bayers Martin Terrier mit gestrecktem Bein am Knöchel, der Franzose musste zur Pause ausgetauscht werden.

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