Sport
27.01.2018

Zehn kuriose Erklärungen für positive Dopingtests

Seine positive Probe erklärte Sprinter Gil Roberts mit zu intensivem Küssen. Er reiht sich in eine lange Liste ein.

Der kuriose Dopingskandal um den amerikanischen Olympiasieger Gil Roberts wird noch kurioser: Der 400-Meter-Läufer holte in Rio Staffel-Gold und wurde letztes Jahr positiv auf das Gicht-Medikament Probenecid getestet, das als Maskierungsmittel auf der Dopingliste steht. Der Internationale Sportgerichtshof CAS leitete eine Untersuchung ein.

Roberts erklärte, dass die Substanz durch "leidenschaftliches und wiederholtes Küssen" mit seiner Freundin in seinen Körper gelangt sei. Diese habe zuvor Medikamente gegen eine Entzündung der Nasennebenhöhlen eingenommen. Der CAS war mit dieser Erklärung zufrieden: Roberts habe die "Quelle der verbotenen Substanz" identifiziert, und zudem seien die Zeugen überzeugend. Gil Roberts reiht sich damit ein in die Liste der schönsten Erklärungen für positive Dopingproben. Die Top Ten:

10. Fleischtiger
Radprofi Alberto Contador (ESP) wird positiv auf Clenbuterol getestet. Erklärung: Er habe verunreinigtes Kalbfleisch aus dem spanischen Baskenland gegessen.

9. Kleinigkeit
US-Sprinter LaShawn Merritt wird drei Mal auf das verbotene Prohormon Dehydroepiandrosteron getestet und für 21 Monate gesperrt. Die Substanz sei in einem legal erhältlichen Mittel zur Penisvergrößerung enthalten gewesen.

8. Zahnpasta
Ein Unbekannter habe ihm den Wirkstoff Nandrolon in die Zahnpasta gemischt, erklärte der deutsche Leichtathlet Dieter Baumann im Jahr 1999.

7. Bonbons
Seine positive Probe ( Kokain) erklärte Radprofi Gilberto Simoni mit Bonbons, die ihm seine Mutter aus Peru geschickt habe. Diese seien leider in Koka-Blättern gepackt gewesen.

6. Schmuserei
Auch im Körper von Tennis-Star Richard Gasquet werden deutliche Spuren von Kokain gefunden. Seine Erklärung: Zur Musik von Bob Sinclair sei es in einer Disco in Miami zu einer Schmuserei mit Pamela gekommen, einem Mädchen, das er zufällig angetanzt hatte.

5. Tortellini
Die ehemalige French-Open-Finalistin Sara Errani gab an, dass ihrer Mutter beim Kochen ihr Mittel gegen Brustkrebs (mit der Doping-Substanz Letrozol) in die Tortellini gefallen sei. Bei der Anhörung wurde das Rezept nachgekocht, Errani kam mit einer kurzen Sperre davon.

4. Hundstage
Im Haus des Radfahrers Frank Vandenbroucke wird 2002 Clenbuterol gefunden. Der 2009 verstorbene Belgier erklärte, er gebe das Mittel seinem an Asthma erkrankten Hund.

3. Zwilling
US-Radprofi Tyler Hamilton wird beim Dopen mit Fremdblut erwischt: "Ich bin ein Mischwesen. Die fremden Zellen werden von meinem vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruder produziert."

2. Explosion
Der Asthma-Inhalator ihrer Mutter sei explodiert, sagte die deutsche Mountainbikerin Ivonne Kraft. "Da habe ich wohl versehentlich ‚huch’ gesagt und dabei den Wirkstoff eingeatmet."

1. Sex-Athlet
Fünf Flaschen Bier und vier Mal Sex sollen den hohen Testosteronwert von Sprinter Dennis Mitchell (USA) erklären. Begründung: "Die Lady hatte Geburtstag, sie verdiente etwas Besonderes."