Wladimir Klitschko blieb mit 50. K.o. Weltmeister

Jean-Marc Mormeck (li.) ohne Chance
Foto: Copyright 2012, Austria Presse Agentur, Wien, Österreich, alle Rechte vorbehalten

Wladimir Klitschko hat seinen Ruf als derzeit weltbester Schwergewichtsboxer eindrucksvoll untermauert.


Der 35-jährige Ukrainer machte vor 50.000 Zuschauern in Düsseldorf mit dem erschreckend schwachen Herausforderer Jean-Marc Mormeck kurzen Prozess. Der um 17 Zentimeter kleinere und 13 Kilogramm leichtere Franzose wurde von "Dr. Steelhammer" in der vierten Runde ausgeknockt.

Bereits in Runde zwei war er erstmals auf die Bretter geschickt worden und nach nur 1:12 Minuten der vierten Runde endgültig ausgeknockt. Der 1,98 m große und 111 kg schwere Klitschko verteidigte mit seinem bereits 50. K.o.-Triumph im 60. Profikampf (57 Siege, 3 Niederlagen) seine WM-Titel nach WBA-, IBF-, WBO- und IBO-Version erfolgreich. "Ich habe den Kampf dominiert und mich gut verhalten", betonte der "Super-Champion" nach dem extrem einseitigen Duell gegen den 39-jährigen Ex-Weltmeister im Cruisergewicht, der von der ersten Sekunde weg an das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange erinnerte und nicht den Funken einer Chance hatte.

Mormeck, lautstark als Stolz der "Grande Nation" angekündigt, entpuppte sich als großer Reinfall. "Der hat heute total versagt. Das war eine Hinrichtung, einfach erbärmlich", lautete der treffende Kommentar von Ex-Europameister Luan Krasniqi. Deutschlands legendärer Boxtrainer Ulli Wegener hatte das schnelle Ende von Mormeck prophezeit. "Die Klitschkos haben so starke Bauchmuskeln, weil sie sich über die Gegner kaputt lachen", sagte der bald 70-jährige Ostdeutsche.

Für den TV-Privatsender RTL war der Kurzauftritt von Klitschko trotzdem ein voller Erfolg: 12,26 Millionen deutsche Boxfans verfolgten kurz vor Mitternacht die spektakulär inszenierte Liveübertragung, das entsprach einem Marktanteil von 50,3 Prozent. RTL hofft nun, dass der 40-jährige WBC-Weltmeister Witali Klitschko im Juni gegen den Briten David Haye boxt. Witali signalisierte seine Bereitschaft zum Duell mit Haye, betonte aber gleichzeitig, dass der Brite derzeit noch eine völlig überzogene Gage fordere.

(KURIER) Erstellt am
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