Hoch hinaus: Der Bewerb vor der Innsbrucker Kulisse (3./4. Jänner) ist eines der Highlights.

© REUTERS/KAI PFAFFENBACH

Vierschanzentournee
12/25/2014

Wenn Skispringer eine Gänsehaut bekommen

Der Klassiker sorgt selbst bei einem Star wie Gregor Schlierenzauer immer noch für Hochgefühle.

von Christoph Geiler

Man möchte eigentlich meinen, dass jemandem wie Gregor Schlierenzauer die Vierschanzentournee nicht mehr aus der emotionalen Reserve locken kann. Doch wenn es nach Oberstdorf geht, dann ertappt sich der zweifache Tourneesieger jedes Mal wieder aufs Neue, dass ihn die Vorfreude packt und selbst ihm noch ein Schauer über den Rücken läuft.

"Die Tournee verliert nie ihren Reiz", versichert der 24-Jährige vor seiner achten Teilnahme am Schanzenklassiker. "Wenn jetzt nicht gerade Olympische Spiele sind oder die Weltmeisterschaft an einem besonderen Ort stattfindet, dann ist die Tournee das Highlight der Saison."

Der Tiroler findet sich in diesem Winter in einer ungewohnten Rolle wieder: Erstmals in seiner Karriere reist Schlierenzauer nicht als Topfavorit und großer Gejagter zum Auftakt nach Oberstdorf (28.12., 16.30 Uhr/live ORFeins). Bei den Buchmachern und bei den Schanzen-Tischgesprächen fallen andere Namen weit öfter als jener des zweifachen Tourneesiegers. Roman Koudelka etwa, der dreifache Saisonsieger aus Tschechien; oder Simon Ammann, der Schweizer Routinier und zweifache Saisonsieger, der viel geben würde, könnte er erstmals auch bei der Tournee gewinnen; und nicht zu vergessen Michael Hayböck, die Konstanz in Person aus Oberösterreich, der nach vier dritten Plätzen in diesem Winter reif für den großen Coup und eine Fortsetzung der rot-weiß-roten Erfolgsgeschichte bei der Tournee scheint.

Der nächste Rekord

Gregor Schlierenzauer steht nicht so hoch im Kurs. Dabei hat der Tiroler in dieser Saison bereits gewonnen (Lillehammer) und damit quasi im Vorbeifliegen den nächsten historischen Skisprungrekord geknackt. Der 24-Jährige ist der erste Adler, der in neun aufeinanderfolgenden Wintern immer zumindest ein Weltcupspringen gewonnen hat.

Wenn’s um Konstanz geht, dann kann auch ein anderer Tourneesieger ein Lied davon singen – ein Klagelied. 40, 32, 33, 31, 32, 50 – diese ernüchternden Daten wirft der Flugschreiber von Tournee-Titelverteidiger Thomas Diethart in dieser Saison aus. Dem Niederösterreicher ist erst einmal der Sprung in die Punkteränge geglückt (Rang 17 in Engelberg).

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin warnt aber davor, einige seiner Adler schon vor der Tournee abzuschreiben. "Drei, vier Österreicher können auf jeden Fall die Tournee gewinnen", ist der Kärntner überzeugt.

Die Tournee 2014/2015

Das Programm

Oberstdorf: Qualifikation (27.12.), Bewerb (28.12./jeweils 16.30).
Garmisch-Partenkirchen: Qualifikation (31.12./13.45), Bewerb (1.1.2015/14 Uhr).
Innsbruck: Qualifikation (3.1.), Bewerb (4.1./jeweils 14 Uhr).
Bischofshofen: Qualifikation (5.1.), Bewerb (6.1./jeweils 16.30 Uhr).

Alles live auf ORFeins.

Die letzten Gesamtsieger

2014 Thomas Diethart (Ö)
2013 Gregor Schlierenzauer (Ö)
2012 Gregor Schlierenzauer (Ö)
2011 Thomas Morgenstern (Ö)
2010 Andreas Kofler (Ö)
2009 Wolfgang Loitzl (Ö)

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.