Für Österreichs Damen (hier Tamara Tippler) verlief die Saison nicht wunschgemäß.

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Weltcupfinale
03/15/2017

Ein historischer Ausrutscher der österreichischen Ski-Damen

Erstmals seit 1998 geht der Nationencup der Damen nicht an Österreich. Heute gibt es zwei Abfahrten.

von Christoph Geiler

Wenn Peter Schröcksnadel nach dem Weltcupfinale in Aspen mit seinen engsten Vertrauten und den obersten Verantwortlichen in gewohnter Manier den Ski-Winter Revue passieren lässt, dann wird er auch kritische Worte finden. Marcel Hirschers sechste große Kristallkugel hin, neun WM-Medaillen her. Dass bei den Damen der Nationencup erstmals seit 1998, und erst das fünfte Mal überhaupt in seiner 27-jährigen Präsidenten-Ära, nicht an Österreich geht, sondern an die Italienerinnen, passt dem ehrgeizigen Tiroler überhaupt nicht. 852 Punkte fehlen den zweitplatzierten Österreicherinnen auf Italien.

Schröcksnadel ist die Nationenwertung seit jeher heilig, "weil man daraus klar ablesen kann, wer die Nummer eins ist. Das ist touristisch gesehen auch extrem wichtig", betont der 75-Jährige gerne. Nicht von ungefähr hatte er vor diesem Winter den Herren einen klaren Auftrag mit auf die Piste gegeben. "So knapp wie im letzten Jahr brauch’ ich es nicht mehr."

Erste Konsequenzen

Im vergangenen Winter hatten die ÖSV-Herren trotz Superstar Marcel Hirscher am Ende des Winters gerade einmal 201 Zähler Vorsprung auf Frankreich. Heuer wird’s in der Addition aus Herren und Damen zwar – wie immer seit 1990 – zum Nationensieg reichen, doch die Weltcupwinter, in denen die Österreicher doppelt so viele Punkte wie die Konkurrenz sammeln konnten, sind längst Schnee von gestern.

Als Konsequenz will der ÖSV nun in den technischen Disziplinen kleinere Trainingsgruppen installieren. Das hat sich nicht nur bei Marcel Hirscher bewährt, sondern wird bei fast allen Topstars der Szene, die nun beim Weltcupfinale in Aspen mit Kristallkugeln ausgezeichnet werden, längst so praktiziert. "Sonst bleiben wir über", sagt Peter Schröcksnadel.

Letzte Entscheidungen

Beim Weltcupfinale in Aspen geht’s für die Österreicher ab heute nur mehr ums Prestige. In den Kampf um die fünf Kristallkugeln, die noch nicht vergeben sind, ist kein ÖSV-mehr Läufer involviert.

Abfahrt Der Norweger Kjetil Jansrud liegt vor dem heutigen Finale (16.25 Uhr, live in ORFeins) 33 Zähler vor Peter Fill (ITA). Bei den Damen braucht Landsfrau Sofia Goggia ein Wunder, um den 97-Punkte-Rückstand auf Ilka Stuhec (SLO) noch wettzumachen(17.55 Uhr).

Super G Stuhec hat 15 Zähler Vorsprung auf Weirather (LIE).

Riesentorlauf Worley (FRA) liegt 80 Punkte vor Shiffrin.

Gesamtweltcup Shiffrin ist mit 378 Punkten Vorsprung auf Stuhec die große Kristallkugel kaum noch zu nehmen.

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