Sport | Wintersport
17.12.2017

Weirather womöglich mit Handbruch RTL-Zweite

"Ich kann den Stock nicht halten, alles ist schwarz und blau", sagte die Liechtensteinerin.

Cornelia Hütter war die Erste: Die Siegerin der ersten Saisonabfahrt von Lake Louise räumte im ersten Super-G von Val d’Isère das vorletzte Tor ab und trägt seither mächtige blaue Flecken am rechten Oberschenkel mit sich herum, "man sieht richtig den Abdruck der Torstange", verriet die Steirerin. Dass sie am Sonntag im zweiten Rennen Zwölfte wurde, "hat aber mit den Schmerzen nichts zu tun, das war einfach nur ein blöder Fehler". Wie es der Zufall so will, trägt seit Sonntag auch ihre Zimmerkollegin Tamara Tippler Blau – die Steirerin räumte das drittletzte Tor ab.

Weit ärger erwischt hat es die Liechtensteinerin Tina Weirather, die am Samstag bei ihrem Sturz mit der linken Hand harten Bodenkontakt hatte und am Sonntag nur dank Eisspray und Adrenalin auf Platz zwei rasen konnte. "Ich werde in Courchevel nicht starten, ich muss erst einmal am Montag die Hand röntgen lassen", sagte die Führende in der Super-G-Weltcup-Wertung. "Ich fürchte, sie ist gebrochen. Ich kann den Stock nicht halten, alles ist schwarz und blau, hoffentlich kann ich Anfang Jänner in Maribor starten."

Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg freute sich nach ihrem kapitalen Sturz, "dass ich zum Glück gute Bänder habe", Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley hob nach ihrem Abflug samt Salto den Daumen und gab grünes Licht für den Riesenslalom von Courchevel am Dienstag.

Lindsey Vonn hingegen absolvierte am Sonntag nur die Streckenbesichtigung (in rekordverdächtigen drei Minuten) und verzichtete auf einen Start. "Mein rechtes Knie hat sich komisch angefühlt", die Amerikanerin will ihr Ziel Olympia nicht gefährden.