Sport | Wintersport
08.12.2011

Vonn schlägt auch in Beaver Creek zu

Die US-Amerikanerin zieht mit ihrem ersten Heimsieg mit Renate Götschl gleich. Anna Fenninger wird Dritte.

So ganz sicher war sie sich ja nicht, ob das nun endlich klappen würde mit dem ersten Heimsieg. "Ich habe hier viel mehr Druck als alle anderen", gab Lindsey Vonn nach der Besichtigung des ersten Damen-Super-Gs auf der Herren-Strecke von Beaver Creek zu Protokoll.

Für die Anspannung hatte die Amerikanerin allerdings selbst gesorgt. Denn nach vier Siegen in ihren bis Mittwoch fünf Saisonrennen und dem Hattrick in Lake Louise wollte die 27-Jährige Familie und Fans nicht enttäuschen. Zumal in Colorado auch die alpine Ski-WM 2015 stattfinden wird (dass die Damen-Piste dafür erst noch gebaut wird, ist nur ein Detail am Rande).

Lindsey Vonn jedenfalls hatte eine große Aufgabe zu erledigen, und sie schaffte das einmal mehr mit Bravour – auch wenn es knapp zuging auf der für die Damen etwas modifizierten Piste Birds of Prey. Denn erst auf den letzten 20 Fahrsekunden fand die Lokalmatadorin zu jenem Speed, der ihr schließlich den Sieg bescherte, den 46. ihrer Karriere. "Wahnsinn!"

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Lindsey Vonn

Lindsey Vonn

Lindsey Vonn

Lindsey Vonn

Anna Fenninger

Anna Fenninger

Rekordjagd

Damit hat Vonn nun in der Weltcup-Bestenliste zu Renate Götschl aufgeschlossen. Die Steirerin, inzwischen 36 und zweifache Mama, hat in 15 Jahren und 363 Tagen Karriere 46 Siege in vier Disziplinen gesammelt, die Amerikanerin hat für die gleiche Anzahl an Erfolgen in allen fünf Bewerben bislang neun Jahre und 358 Tage gebraucht.

Nun stehen sie ex aequo auf Platz 3, doch Götschl liegt noch in der Podestplatz-Wertung (110:85) und in jener der Top-Ten-Plätze voran (198:138). Lindsey Vonns nächstes Ziel? "Vor mir sind noch zwei in der Bestenliste. Und ich will die Allerbeste werden." Ihre nächsten Stopps heißen damit Vreni Schneider (CH/55 Siege) und Annemarie Moser-Pröll (Ö/62).

"Voi cool"

Wie selektiv die Herren-Strecke war, zeigten die großen Zeitabstände. Nur Fabienne Suter (CH) und die Adneterin Anna Fenninger konnten mit Vonn halbwegs Schritt halten, zeigten sich aber begeistert ob der Piste. Oder mit den Worten von Fenninger: "Voi cool, voi schön zum Foahrn."

Da stimmte auch Andrea Fischbacher ein, die als Fünfte das beste Resultat seit Jänner erreichte. Ein Problem konnten die ÖSV-Damen aber auch gestern nicht lösen – jenes mit dem Sieg in einem Weltcup-Super-G. Den letzten erreichte Elisabeth Görgl vor zwei Jahren, doch ihr WM-Gold (2011) und Fischbachers Olympiasieg (2010) sollten Trost genug sein.

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