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Sport Wintersport
12/05/2011

Vonn gewinnt Saisonauftakt, Görgl Dritte

Die US-Amerikanerin überrascht beim Weltcup-Auftakt in Sölden mit einem Sieg im Riesentorlauf.

Eigentlich könnte Lindsey Vonn jetzt auf der Stelle zusammenpacken und sich in den Winterschlaf verabschieden. Ihre Mission ist erfüllt, eine große Sehnsucht gestillt. "Ich habe mein Saisonziel erreicht", juchzte die Amerikanerin nach dem ersten Saisonrennen. "Das ist der Hammer."

Ein Hammerschlag - vor allem für die Rivalinnen im Kampf um die große Kristallkugel. Denn wie soll Lindsey Vonn, die dreifache Gesamtweltcupsiegerin, in diesem Winter nur zu stoppen sein, wenn sie nun auch schon im Riesentorlauf gewinnt?

Der 42. Weltcup-Triumph war für die 27-Jährige von historischer Dimension: Vonn ist erst die fünfte Läuferin nach Petra Kronberger (Ö), Janica Kostelic (Kro), Pernilla Wiberg und Anja Pärson (Sd), die in allen Disziplinen siegen konnte.

Dabei war die Amerikanerin mit blauen Flecken an den Start gegangen. Vor einer Woche war Vonn im flachen Schlussteil der Weltcup-Piste schwer gestürzt, am Samstag legte sie genau auf diesem Strecken-Abschnitt dank ihrer Gleiter-Qualitäten den Grundstein für den Sieg. Vier Hundertstelsekunden gewann Vonn vor Viktoria Rebensburg (D), vier Zehntel vor Elisabeth Görgl.

Strahlefrau

Görgls Stockerlplatz kam in der schwächsten Disziplin der ÖSV-Damen genauso überraschend wie die starken Leistungen von Anna Fenninger (6.) und Kathrin Zettel (7.). "Dabei war ich gar nicht fehlerfrei", sagte Görgl strahlend.

Weniger glücklich schaute Peter Schröcksnadel drein. Der wortgewaltige ÖSV-Präsident hatte sich über die Kooperation von Sölden mit dem US-Skiteam beschwert. Der Konter ließ nicht lange auf sich warten: Vor laufender Kamera und direkt vor der Ehrentribüne stellte Jakob Falkner, Chef der Söldener Bergbahnen, Schröcksnadel zur Rede. "Jeder weiß, dass Peter sehr emotional ist. Aber hier schießt er übers Ziel hinaus. Als Wirtschaftsmann sollte er unsere Marketing-Maßnahmen eigentlich verstehen", sagte Falkner.

Irgendwie hatte Schröcksnadel dann aber doch Recht mit seiner Einschätzung: Am Ende wurde die amerikanische Hymne gespielt. Für Lindsey Vonn - und ihren "Heimsieg" in Sölden.

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