Sport | Wintersport
09.12.2011

Verschnupfte Reaktion von ÖSV-Herrenchef

"Ist Amerika das neue Österreich?" hat das Wall Street Journal gefragt, "Hochmut kommt vor dem Fall", Bertholds Antwort.

Ist Amerika das neue Österreich?", titelte das Wall Street Journal am Donnerstag. Jetzt könnte man sich darüber freuen, dass man Österreich mit noch etwas anderem neben Jodeln, Mozartkugeln, "Sound of Music" oder gar Kellerausbauten in Verbindung gebracht wird. Oder, so man Ski-Trainer ist, darüber dass die auflagenstärkste Zeitung der USA sich dem Thema Ski auseinander setzt.

Oder man kann verschnupft reagieren. Wie ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold verschnupft reagieren: "Hochmut kommt vor dem Fall, mehr muss man dazu nicht sagen", meinte er trocken. "Beide (Lindsey Vonn und Ted Ligety, Anm.) waren schon im Vorjahr Seriensieger, Miller zeigt das eine oder andere Mal auf. Sonst sehe ich da nichts dramatisches. Die Amis sind gut, aber auch nicht so gut, wie alle tun. Wir sind auch gut."

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Dichte

Gut sind sie in der Tat, die "Amis": In den bisher 15 Saison-Rennen gab es acht US-amerikanische Sieger (5 Mal Vonn, zwei Mal Ligety, ein Mal Bode Miller). Patrick Riml, Tiroler Alpinchef des US-Teams, ist der Unterschied zwischen den USA und Österreich dennoch klar: "Der Autor hat nur auf die Zahl der Siege geschaut. Wir haben mit Michaela Shiffrin, Nolan Kasper, Will Brandenburg usw. zwar auch einige gute Junge, aber eine Dichte wie Österreich oder die Schweiz bei weitem nicht"

Prinzipiell sei der Artikel in der auflagenstärksten Zeitung der USA aber mehr als erfreulich. "Das hilft uns enorm, wenn auf diese Weise die ganze Nation erfährt, dass wir erfolgreich sind."

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