Sport | Wintersport
01.02.2012

Streit in der Wiener Eiskunstlauf-Szene

Unstimmigkeiten zwischen dem Eissportklub Engelmann (EKE) und dem Wiener Eislaufverband sorgen für Aufregung

Schreiduelle soll es in der Stadthalle gegeben haben. Securitys holten am Montag Kinder vom Eis oder hielten diese vom Betreten der Halle ab – es läuft derzeit nicht alles rund in der Wiener Eiskunstlauf-Szene.

Unstimmigkeiten zwischen dem Eissportklub Engelmann (EKE) und dem Wiener Eislaufverband sorgen für Aufregung. "Der EKE wird derzeit von der Wiener Stadthalle ausgesperrt. Als Grund wurde uns verbandsschädigendes Wahlverhalten genannt", sagt Johann Maierhofer, Präsident des größten Eiskunstlaufvereins Österreichs.

Stein des Anstoßes sei die Abwahl von Hans Gunsam (Vizepräsident des Wiener Verbandes) als österreichischer Verbandspräsident im Oktober gewesen. "Der EKE hat hier nicht die Interessen der Wiener Vereine vertreten, deshalb haben wir uns für Sanktionen ausgesprochen", sagt Gunsam, der als Obmann der beiden Trainingshallen (Eissportring Süd und Eisstadthalle) seine Macht ausspielte und den Klub mit einer Stadthallen-Sperre bis zum 31. März belegte.

Maierhofer, der viele seiner Sportler inzwischen bei anderen Vereinen untergebracht hat, wünscht sich eine Einigung. Auch der Ex-Präsident gibt sich gesprächsbereit. Noch in dieser Woche soll es ein Treffen geben.