Kriechmayr und Mayer lösten die Abfahrtstickets

Vincent Kriechmayr darf in der Abfahrt an den Start gehen. © Bild: AP/Gian Ehrenzeller

ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher sprach von einer schwierigen Entscheidung zwischen Matthias Mayer und Romed Baumann.

Schön langsam könnten die Oberengadiner ihrem ungeliebtesten Tier ein solides Terrarium bauen: Die Maloja-Schlange genannte Nebelbank gab am Donnerstag wieder einmal den Spielverderber für die Abfahrtstrainings, doch während es bei den Damen zu Mittag bei Verzögerungen blieb, brachten die Herren zunächst nur 24 der 82 Starter ins Ziel .

Vincent Kriechmayr war’s einerlei: Der 25-jährige Oberösterreicher, im Super-G am Mittwoch Fünfter, zeigte "alles, was in mir steckt", und bescherte der Konkurrenz viel Denkarbeit bis zur Abfahrt am Samstag. "Das war die Killerlinie", sagte Kriechmayr, "ich hoffe, die anderen studieren meine Fahrt nicht zu viel auf dem Video." In 1:40,31 Minuten holte er sich das dritte ÖSV-WM-Ticket und distanzierte Beat Feuz um 1,30 Sekunden. Matthias Mayer lag als Dritter 1,34 Sekunden zurück – das war der vierte Startplatz. Romed Baumann wurde Fünfter: "In diesem starken Team muss immer einer zuschauen." Die fix qualifizierten Saisonsieger Reichelt (11.) und Franz (23.) kamen nicht auf Touren.

Um 15.40 Uhr wurde das Training fortgesetzt, doch bereits um 16 Uhr kamen Nebel und das Schlusskommando. Ein neuer Anlauf soll am Freitag mit Start um 9.30 Uhr folgen.

( kurier.at ) Erstellt am 09.02.2017