Sport | Wintersport
15.12.2017

Ski Cross: Kappacher mit Platz 7 bester Österreicher

Adam Kappacher belohnte sich zum Geburtstag mit einem Top-Ten-Platz, es gibt aber auch einen Ausfall im Team zu beklagen.

Keine Finalplätze hat es am Freitag beim Ski-Cross-Heimweltcup im Montafon für Österreich gegeben. Für die beste ÖSV-Platzierung sorgte "Geburtstagskind" Adam Kappacher als 7. bei den Herren, Katrin Ofner wurde bei den Damen 9. Die Siege gingen an den Russen Sergej Ridzik sowie die Schweizerin Fanny Smith. Pech hatte ÖSV-Fahrer Johannes Rohrweck mit Sturz und einer Knieverletzung.

Nachdem schon bisher in der Saison die Cross-Bewerbe der Skifahrer wetterbedingt schwierig gewesen waren, hatte es auch im Montafon Probleme im Vorfeld gegeben. Der Bewerb selbst ging deshalb am Freitag ohne Qualifikation, aber bei immer besser werdendem Wetter mit "Pre-Heats" über die Bühne. Dabei hatten viele Favoriten Probleme. Mit Terence Tchiknavorian schaffte es etwa bei den Herren nur einer der bis dahin sechs Podestfahrer des Olympia-Winters auch in das 32-er-Finale.

Pech für Limbacher und Ofner

Vier ÖSV-Herren sowie mit Ex-Weltmeisterin Andrea Limbacher und Katrin Ofner zwei Damen waren ebenfalls in der Entscheidung mit dabei. Beide ÖSV-Ladies erwischte es dann mit viel Pech im Viertelfinale, wobei Limbacher von einer gestürzten Konkurrentin mitgerissen wurde und Ofner schon kurz nach dem Start wegen einer ebenfalls gestürzten Mitstreiterin so stark abbremsen musste, dass sie danach chancenlos war.

Bei den Herren schied Christoph Wahrstötter schon in Runde eins aus. Für Thomas Zangerl, der nach einer "Seuchensaison" und einem Wechsel der Skimarke im Aufwind ist sowie Johannes Aujesky war im Viertelfinale Schluss. Souverän agierte dafür Kappacher, der just an seinem 24. Geburtstag bis ins Halbfinale vorstieß, obwohl er jeweils nach schwachen Starts und Problemen in genau jener welligen Start-Sektion, die man schon in Richtung Olympia versucht hatte nachzubauen, schon abgeschlagen schien.

Saison-Aus für Rohrweck

Dank superschneller Ski machte der Salzburger aber stets viel Boden gut. Im Halbfinale fehlten ihm ganze sieben Hundertstelsekunden auf Tchiknavorian und den Einzug ins große Vierer-Finale. Im kleinen Finale wurde Kappacher Dritter.

Für Johannes Rohrweck ist die Olympia-Saison vorbei. Der Oberösterreicher verhakte sich in der ersten Kurve der Pre-Heat-Runde im Montafon unglücklich mit den Skiern des Russen Kirill Gladkow und zog sich bei dieser Aktion einen Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie zu. Rohrweck wird sich am Samstag in Innsbruck einer Operation unterziehen.